Schmidt: Verhindern, das Haustiere später im Heim landen

Bundeslandwirtschaftsministerium startet Dialog zur Lage der Tierheime
(lifePR) (Berlin, ) Die schwierige Lage zahlreicher Tierheime und mögliche Lösungsansätze waren heute Thema beim Runden Tisch Tierheime des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Unter Leitung der Parlamentarischen Staatssekretärin beim BMEL Dr. Maria Flachsbarth tauschten sich Vertreter der für den Tierschutz zuständigen Landesministerien, der kommunalen Spitzenverbände, mehrerer Tierschutzverbände und der Fraktionen im Deutschen Bundestag aus. Ein wichtiges Ergebnis war, dass der Überfüllung der Tierheime entgegengewirkt werden muss.

Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt erklärte: "Die Zahl der Tiere in den Tierheimen nimmt zu. Deshalb setze ich mich ein gegen Spontankäufe von Tieren, die später im Heim landen. Schulkinder und Erwachsene können mit der neuen Haustierfibel des BMEL herausfinden, welches Tier zu ihnen passt. Wichtig sind außerdem Maßnahmen gegen den illegalen Welpenhandel, der die Tierheime vor große Belastungen stellt. Grundsätzlich muss die finanzielle Ausstattung der Tierheime dringend verbessert werden. Hier sind die Länder, die Städte und die Kommunen am Zug. Zur Lösung der Probleme haben wir alle beteiligten Akteure an einen Tisch gebracht. Nun gilt es, den begonnenen konstruktiven Dialog fortzuführen."

Parlamentarische Staatssekretärin beim BMEL Dr. Maria Flachsbarth erklärte: "Tierheime erfüllen wichtige Aufgaben in unserer Gesellschaft. Sie betreiben praktischen Tierschutz und das in vielen Fällen ehrenamtlich. Sie übernehmen aber auch wichtige öffentliche Aufgaben, wie die Versorgung von Fundtieren. Tiere haben unseren Respekt verdient. Dazu gehört, sich vor dem Kauf über die Bedürfnisse der Tiere zu informieren."

Eine Abfrage des BMEL in den Ländern hat ergeben, dass es in Deutschland über 1.400 Tierheime und tierheimähnliche Einrichtungen gibt. In den deutschen Tierheimen gibt es Plätze für über 13.000 Hunde und 24.000 Katzen. In den Tierheimen werden aber nicht nur Hunde und Katzen, Ziervögel, Kleintiere wie Kaninchen oder Reptilien versorgt, sondern auch Pferde, Esel und Wildtiere wie Igel.

 

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