BPI kritisiert Berichterstattung zu Orphan Drugs

(lifePR) (Berlin, ) Orphan Drugs sind kein Selbstläufer im deutschen Erstattungssystem, stellt der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie klar. "Der Anteil der Medikamente für Seltene Erkrankungen am Arzneimittelbudget der Gesetzlichen Krankenversicherungen liegt laut IMS Health-Studie bei gerade 3,5 Prozent", so Dr. Norbert Gerbsch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des BPI. Hier eine Kostendebatte zu entfachen und diese zudem mit Ängsten vor angeblich unsicheren Medikamenten zu schüren, ist geradezu zynisch den Betroffenen gegenüber. Gerbsch: "Noch immer sind nur etwa ein Prozent der rund 8.000 seltenen Erkrankungen medikamentös behandelbar."

Der Status als Orphan Drugs wird von der Europäischen Arzneimittelagentur EMA nach intensiver Prüfung vergeben. Dies nur dann, wenn es für eine seltene Erkrankung noch keine medikamentöse Behandlung gibt oder das neue Arzneimittel gegenüber bestehenden Therapieoptionen klinisch relevante Vorteile hat. Dies ist nichts anderes als ein Zusatznutzen. Gerbsch: "Wie jedes innovative Arzneimittel unterliegen Orphan Drugs dem AMNOG. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) bewertet das Ausmaß des Zusatznutzens. Im Anschluss werden Erstattungsbetragsverhandlungen zwischen dem Hersteller und dem GKV-Spitzenverband geführt, die eine wirtschaftliche Verordnung durch den behandelnden Arzt ermöglichen."

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