„Nein“ sagen will gelernt sein

(lifePR) (Marburg, ) Manchen Menschen erscheint es ganz einfach, Grenzen zu setzen, ob im privaten oder beruflichen Leben. Anderen dagegen fällt es schwer „Nein“ zu sagen: Egal welches Geschlecht oder Alter sie haben oder wie erfahren sie sind. Doch man kann lernen, sich im richtigen Moment abzugrenzen und sich zu behaupten.

Gerade im Job ist es wichtig, Grenzen zu setzen und in bestimmten Situationen standhaft zu sein. Jeder kennt es, einen Arbeitseinsatz zu schnell zugesagt zu haben. Wenn man dann bemerkt, dass man das Pensum gar nicht schaffen kann, weiß man nicht, wie man aus der Situation wieder herauskommt. Ein „Nein“ ist dann gar nicht mehr so einfach, doch es bedeutet, dass man Profil zeigt und ist zudem eine wesentliche Selbstbehauptungsstrategie.

Ist man auf der Führungsebene, bedeutet ein „Nein“, dass man den Überblick über anfallende Aufgaben hat und Selbstmanagement-Kompetenz besitzt. – Ist man jedoch noch am Anfang seiner beruflichen Laufbahn, dann muss und will man Einsatz und Engagement zeigen, um positiv aufzufallen. Da kann es schnell passieren, dass man den Moment verpasst, wo es angebracht wäre „Stopp“ zu sagen und die einmal gezeigte Leistungsbereitschaft für alle zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Darauf muss man achten: Sobald sich Anzeichen dafür zeigen, sollte man sein Verhalten überdenken und darauf hinweisen, dass das Arbeitspensum nicht auf Dauer zu bewältigen ist, ohne das Qualitätsverluste entstehen.

Aber auch erfahrene Menschen tappen immer wieder in diese Falle und kommen vor allem ihren Kollegen gegenüber schnell in die Situation, eine zusätzliche Aufgabe zu übernehmen ohne Grenzen zu setzen. Häufig wird man einfach „überrumpelt“, denn solche Anfragen kommen nicht selten „zwischen Tür und Angel“ und man kann gar nicht in Ruhe darüber nachdenken. Es fällt einem erst später auf, dass man die Aufgabe gar nicht übernehmen kann oder möchte.

Solchen Situationen kann man begegnen, in dem man das Tempo herausnimmt und erklärt, dass man Zeit braucht um wirklich bewerten zu können, was es für die eigene Arbeit bedeutet, diese Aufgabe zu übernehmen. Sollte das Resultat dieser Überlegung negativ sein, ist es völlig in Ordnung eine Absage zu erteilen.
Um sich selbst und seine Arbeit richtig einschätzen zu können, ist es wichtig zu wissen, wie strukturiert man arbeitet und wie lange man für bestimmte Aufgaben benötigt. Hier sollte man kritisch das eigene Selbstmanagement betrachten und unter Umständen optimieren.

Besonders wichtig ist es auch, sich darüber klar zu werden, warum man dieses Verhaltensmuster hat. Die Gründe dafür sind vielfältig und von Mensch zu Mensch unterschiedlich: Man möchte z. B. nicht zurückgewiesen werden oder als egoistisch angesehen werden. Auch die Angst, etwas zu verpassen, Angst vor Konflikten, vor Veränderung oder auch vor dem Alleinsein sind weitere Beweggründe. Egal, welcher es ist, man sollte es sich bewusstmachen und versuchen, es zu ändern. Hilfreiche und praxisnahe Tipps kann man in einem Seminar oder Coaching erhalten.

Bei der Arbeit geht es nicht darum, jedermanns Liebling zu sein, sondern seinen Job gut zu machen und eigene Ziele zu erreichen. Auch wenn die Kollegen zunächst enttäuscht reagieren, wird die Fähigkeit Grenzen zu setzen, „Nein“ zu sagen, langfristig den Respekt der Kollegen zur Folge haben, auch deshalb, weil sie durch klaren Entscheidungen und Äußerungen wissen „woran sie sind“ und Reaktionen besser einschätzen können.

Sabine Frieg ist seit vielen Jahren erfolgreiche, zertifizierte Trainerin. Sie bietet Coaching und Seminare zum Thema „Grenzen setzen“, das bei Frauen aber auch bei Führungskräften großen Anklang findet. Weitere Themen sind Gesund führen – sich und andere, Stressbewältigung, Selbstmanagement, Kommunikation und Wertschätzung. Ihre zum großen Teil langjährigen Kunden sind sowohl mittelständische als auch große, international agierende Unternehmen aus der Verwaltung, Industrie, Medizintechnik ebenso wie Kliniken.
Gemeinsam mit Tobias Hummel führt sie seit 10 Jahren die Marburger Agentur „die kommunikatöre“.

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