Schmidt: Agrar-Partnerschaft mit der Türkei fortsetzen

Bundesminister Schmidt auf der Gartenbau-EXPO in Antalya
(lifePR) (Berlin, ) Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt ist am 16. Oktober nach Antalya gereist. Gemeinsam mit seinem türkischen Amtskollegen, Landwirtschaftsminister Faruk Çelik, nahm Schmidt am Nationentag Deutschland auf der Gartenbau-EXPO teil. Anlässlich seines Besuchs in der Türkei erklärt Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt:

„Die Türkei ist mit ihrer großen und dynamischen Volkswirtschaft für Deutschland ein wichtiger und langjähriger Handelspartner. Auch im Bereich der Agrargüter sind unsere Beziehungen seit Jahren von zahlreichen erfolgreichen bilateralen Kooperationsprojekten geprägt. Es ist wichtig, dass wir die enge Partnerschaft im Agrarbereich mit der Türkei fortsetzen.  Zur Intensivierung unseres Austausches wollen wir die Tradition des gemeinsamen Lenkungsausschusses für Ernährungs- und Agrarpolitik aufrecht erhalten.  Aktuelle Beispiele unserer Kooperation sind das  Projekt ‚Deutsch-Türkische Zusammenarbeit ökologische Landwirtschaft‘ sowie das neu angelaufene Verbandskooperationsprojekt. Damit unterstützen wir die Stärkung des landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens in der Türkei. Gleichzeitig trägt unser Projekt dazu bei, die Struktur landwirtschaftlicher Familienbetriebe zu erhalten und ländliche Strukturentwicklung in einer immer stärker globalisierten Welt gemeinsam zu gestalten. Darüber hinaus habe ich Landwirtschaftsminister Çelik zum Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) vom 19.-21. Januar 2017 nach Berlin eingeladen.

Auch die Teilnahme Deutschlands an der Gartenbau-EXPO ist ein Baustein der bilateralen Beziehungen mit unseren türkischen Partnern. Deutschland ist ein Vorreiter beim Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen in der Wirtschaft und im Lebensalltag. Mit der Politikstrategie Bioökonomie unterstützt die Bundesregierung den Wandel zu einer rohstoffeffizienten Wirtschaft, die nicht mehr vorrangig auf fossilen, sondern verstärkt auf nach-wachsenden Ressourcen basiert. Hier auf der EXPO können wir  das Thema nachhaltige Bioökonomie am Beispiel der Nachwachsenden Rohstoffe einem breiten Publikum näherbringen und für den Ausbau der nachhaltigen Bioökonomie international werben. Anhand der vier Ausstellungssegmente Kräuter und Extrakte, Das nachwachsende Büro, Gartenbau, Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen zeigt der Deutsche Garten, welche Möglichkeiten für den Einsatz und die Nutzung nachwachsender Rohstoffe und daraus hergestellter Produkte bereits heute bestehen. Der deutsche Beitrag macht Bioökonomie zum Anfassen, Staunen und Ausprobieren erfolgreich für alle Altersgruppen familienfreundlich erlebbar und damit begreifbar. Ich freue mich, dass der Deutsche Garten auf so großes Interesse der Besucher stößt.“

Hintergrund:

Die Türkei ist ein langjähriger Handelspartner auch im Bereich der Agrargüter und pflanzlichen Erzeugnisse für Deutschland. Im Jahre 2015 führte Deutschland nach vorläufigen Zahlen Güter der Land- und Ernährungswirtschaft im Wert von 462 Mio. € in die Türkei aus. Die Türkei lieferte entsprechende Waren im Wert von 1.693 Mio. € nach Deutschland. Nahrungsmittel pflanzlichen Ursprungs wurden 2015 in Höhe von 228 Mio. € in die Türkei geliefert; 2,4 Mio. € entfielen dabei auf lebende Pflanzen und Waren des Blumenhandels. Aus der Türkei führte Deutschland pflanzliche Erzeugnisse im Wert von 1.518 Mio. € ein, darunter für 14,4 Mio. € lebende Pflanzen und Waren des Blumenhandels. Neben 56 nationalen Gärten der einzelnen Türkischen Provinzen, beteiligen sich insgesamt 54 Länder mit eigenem Pavillon an der internationalen Gartenbauausstellung, die vom 23. April bis 30. Oktober 2016 andauert. Bisher besuchten mehr als 3,2 Mio. Besucher die EXPO in Antalya. Das Motto des Deutschen Beitrags lautet ZUKUNFT PFLANZEN – Innovationspotential Nachwachsender Rohstoffe. Der Deutsche Beitrag umfasst eine Fläche von knapp 1.500 m². Mit ihm konnte Deutschland einen starken Beitrag zur „Internationalisierung“ der EXPO leisten, was sich insbesondere an der hohen Zahl der VIP-Gäste widerspiegelt, die den Deutschen Garten besucht haben.

Kontakt

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
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