Mit dem Fahrrad einmal ans Ende der Welt und zurück

Student der FH Osnabrück beendet seine Radreise für Kinder in Not
Vom sibirischen Winter sind Jörn Fischer (l.) und Klaus Benning schon Einiges gewohnt. Das Winterwetter in Osnabrück nehmen sie gelassen, wenn es nicht weitergeht, schieben sie ihre Räder (lifePR) (Osnabrück, ) Eigentlich studiert Jörn Fischer an der Fachhochschule Osnabrück den Masterstudiengang Management im Gesundheitswesen. Die letzten zehn Monate tauschte er den Hörsaal aber gegen hartes Pflaster ein - gemeinsam mit seinem Freund Klaus Benning radelte er 13.000 Kilometer von Münster bis ins russische Wladiwostok.

Ihre Mission hat Jörn Fischer und Klaus Benning um die halbe Welt geführt: Deutschland, Polen, die Ukraine, Kasachstan, Usbekistan, Kirgisien, China und Russland durchquerten sie nur auf dem Fahrrad. Mit ihrem Sportsgeist machten die beiden Freunde auf die "Aktion kleiner Prinz" aufmerksam, die sich für Kinder in Not auf der ganzen Welt einsetzt. Zu den bedürftigen Kindern zählt der kleine Ammanu aus Afghanistan, dem Spenden der "Aktion kleiner Prinz" vor fünf Jahren eine lebenswichtige Herzoperation ermöglichten. Die beiden Radfahrer sorgten auf ihrer Reise dafür, dass Ammanu die für ihn notwendigen Nachsorgeuntersuchungen erhielt.

Frühlingswetter in Deutschland, 40 Grad in der Steppe Kasachstans und am Ziel ein sibirischer Winter - im März 2009 fuhren die beiden Radler einem extremen Winter entgegen und brachten ihn jetzt wieder mit nach Hause. Den Rückweg ließen Fischer und Benning an sich vorbeiziehen - im Abteil der Transsibirischen Eisenbahn. "Das gab uns die Möglichkeit in Ruhe und mit viel Zeit zu Hause anzukommen", erklärt Jörn Fischer. Sie haben viele Eindrücke zu verarbeiten, davon zeugt ihr Weblog, in dem auch ihre Professoren und Kommilitonen die Reise "hautnah" erleben konnten - ganz ohne Blessuren und eiskaltem Fahrtwind im Gesicht. "Wir haben alle mitgefiebert und die Daumen gedrückt. Jetzt sind wir vor allem froh, dass beide wieder wohlbehalten zurück sind", betonen FH-Vizepräsidentin Prof. Dr. Marie-Luise Rehn und Prof. Dr. Andrea Braun von Reinersdorff.

Der Aktion "Aktion kleiner Prinz" haben Fischer und Benning durch ihre Fahrradodyssee zu mehr Aufmerksamkeit verholfen - ob auch mehr Spenden angekommen sind, wird ein Kassensturz zeigen müssen. Professoren und Kommilitonen der Fachhochschule sammelten vor Ankunft der Radler Spenden und übergaben sie als Willkommensgruß. Für die Radnomaden beginnt jetzt wieder der ganz normale Alltag, nach zehn Monaten Radfahren und Schlafen unter freiem Himmel in sieben verschiedenen Ländern und drei Jahreszeiten.

Bilder und Erlebnisberichte zur gesamten Reise gibt es unter: www.ammanu.de

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Miriam Riemann
Fachhochschule Osnabrück, Presse- und Informations

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