328 Stufen zur schönen Aussicht - Frankfurter Kaiserdom kann wieder bestiegen werden

Dom Aussicht (lifePR) (Frankfurt am Main, ) Seit wenigen Tagen ist Frankfurt um eine neue alte Sehenswürdigkeit reicher: Besucher der Stadt können wieder den knapp 95 Meter hohen Domturm erklimmen, der vor 11 Jahren nach Steinschlägen geschlossen werden musste und nun aufwendig saniert wiedereröffnet. Besucher genießen vom Turm aus eine beispiellose Aussicht auf die umliegende Altstadt mit Römer und Paulskirche mit der berühmten Skyline im Hintergrund, sowie das Frankfurter Museumsufer am Main.

Aber nicht nur die Aussicht vom Domturm ist sehenswert, auch wegen seiner historischen Bedeutung sowie seiner Ausstattung zählt der Frankfurter Kaiserdom zu den Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt. Er trägt den Namen des heiligen Apostels St. Bartholomäus und wurde im Stil der Gotik zwischen 1315 und 1358 über den Resten einer von Ludwig dem Frommen 822 errichteten Pfalz-Kapelle erbaut. Im Mittelalter war der Sakralbau Sitz des kaiserlichen Domstifts St. Bartholomäus, 1356 bestimmte Kaiser Karl IV. in der "Goldenen Bulle" Frankfurt zum Ort der deutschen Königswahlen und ab 1562 wurden im Kaiserdom insgesamt zehn deutsche Kaiser und Könige des Heiligen Römischen Reichs gewählt bzw. gekrönt. Die "Wahlkapelle" ist heute ein Raum für das stille Gebet.

Zu den Kunstschätzen des Kaiserdoms gehören unter vielen anderen der Maria-Schlaf-Altar eines unbekannten Künstlers aus dem 15. Jahrhundert, das Bild der Beweinung Christis von Antonius van Dyck sowie die Grabmäler berühmter Frankfurter Persönlichkeiten und die Schädelrelique des heiligen Apostels Bartholomäus. Wer sich über das Leben des Bartholomäus oder die Geschichte des Doms ausführlich informieren möchte, kann dies im benachbarten Dommuseum tun. Als besonderer Höhepunkt des Domschatzes, der im Dommuseum als chronologischer Rundgang ausgestellt ist, gelten die Grabbeigaben, die im Grab eines merowingischen Mädchens aus dem 7. Jahrhundert gefunden wurden.

Geprägt ist die Geschichte der Stiftskirche leider auch durch zwei Zerstörungen: den Dombrand im August 1867 und die Bombardierung der Stadt im März 1944. Die nach beiden Ereignissen erforderlichen Baumaßnahmen haben das Gotteshaus teilweise erheblich verändert, doch seine Bedeutung nicht geschmälert. Der heutige Bau ist eine dreischiffige Hallenkirche, ihr monumentaler Westturm aus dem 15. Jahrhundert gehört zu den großen Leistungen der deutschen Gotik. Ein besonderer Teil eines besonderen Gebäudes, befindet sich im Turm doch der eiserne Glockenstuhl mit der Gloriosa, die mit 11.950 Kilogramm Gewicht zweitschwerste Glocke Deutschlands.

Die Tickets für die Turmbesteigung werden am Pförtnerhäuschen direkt am Aufgang zum Domturm verkauft. Erwachsene zahlen drei Euro, Kinder die Hälfte für das prächtige Panorama. Eine Familienkarte wird für fünf Euro angeboten. Auch Gruppen ab 20 Personen erhalten eine Ermäßigung. Jedoch wird maximal 50 Personen auf einmal der herausfordernde Aufstieg und die versöhnende Aussicht gewährt. Eine Reservierung für Gruppen ist nicht möglich. Geöffnet ist der Turm täglich zwischen 9.00 Uhr und 18.00 Uhr. In diesem Jahr ist der Turm noch bis zum 1. Oktober geöffnet. 2011 kann der Turm dann vom 1. April bis wiederum 1. Oktober bestiegen werden.

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