Der Zinskommentar: Subprime-Krise und Konjunkturanstieg entscheiden über Zinsentwicklung

(lifePR) (Lübeck, ) Der plötzliche Zinsanstieg in den USA hat dazu geführt, dass viele Immobilienbesitzer ihre Darlehen nicht mehr bedienen konnten. Nachdem die ersten Auswirkungen der US-Hypothekenkrise auch einige Banken im Euroland "angeschlagen" haben, folgte geradezu eine Flucht in sichere Staatsanleihen. Daraufhin sanken die Zinsen für sichere Geldanlagen und dann auch für Immobilienfinanzierungen. Die Gewinner der Subprime-Krise sind also die Eigenheimbesitzer, die seit Beginn der Krise eine Baufinanzierung abgeschlossen oder prolongiert haben und von den fallenden Zinsen profitiert haben.

Dieser Trend der sinkenden Finanzierungszinsen scheint nun gebrochen. Durch das Senken des Leitzinses durch die US-Notenbank (FED) sind die Renditen der sicheren Anleihen mehr als dürftig geworden. Die Anleger haben sich daraufhin umorientiert und investieren wieder in spekulativere Anlagen. So stehen dem Finanzierungsmarkt wieder mehr Mittel zur Verfügung und der zunächst stark gefallene Zins "normalisiert" sich. Neben den Bewegungen am Zinsmarkt ist die Konjunktur im Euroland etwas ins Stocken gekommen, so dass die Europäische Zentralbank (EZB) die erwartete weitere Erhöhung des Leitzinses anscheinend "ausgesetzt" hat.

Noch ist die US-Immobilienkrise nicht ganz ausgestanden, aber aufgrund der positiven, wenn auch nicht mehr so euphorischen, Konjunkturprognose im Euroland kann fest damit gerechnet werden, dass die Europäische Zentralbank (EZB) bis Ende des Jahres eine weitere Anhebung des Leitzinses durchführt. Die Aussage des EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet, dass das aktuelle Zinsniveau immer noch expansiv wirke und das Wachstum unterstütze, deutet auf weitere Leitzinserhöhungen hin. Ebenfalls spricht für die Erhöhung des Leitzinses auch die Konjunkturprognose des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), die ein Wirtschaftswachstum von 2,6 Prozent prognostiziert und in ihrer Prognose sogar einen Leitzins von 4,5 Prozent zum Jahresende 2007 zugrunde legt.

Daher erwarten wir kurzfristig ein gleich bleibendes Zinsniveau, gehen jedoch mittelfristig von steigenden Baugeldzinsen aus und empfehlen, nicht auf niedrigere Zinsen zu spekulieren, sondern sich die aktuellen, günstigen Zinskonditionen zu sichern.

Aufgrund der momentan flachen Zinsstrukturkurve sind gerade lange Zinsbindungsfristen äußerst attraktiv. 20 Jahre Planungssicherheit kann man für zirka 0,4 Prozentpunkte mehr gegenüber den üblichen 10 Jahren erhalten, was zum Beispiel bei einer Finanzierungssumme von 150.000 Euro gerade einmal einen monatlichen Mehraufwand von 50,- Euro ausmacht.

Dr. Klein bietet Baufinanzierungen mit bis zu 30 Jahren Zinsbindungsfrist an, mit der Kreditnehmer bei einem Tilgungssatz von zirka 1,35 Prozent mit Ende der Zinsbindung zeitgleich schuldenfrei sind – Planungssicherheit von Anfang bis Ende.

Die Zinstendenz:
Kurzfristig: neutral / seitwärts
Mittelfristig: steigend

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