Staatssekretär Maurus zur Interreg-Konferenz in Kiel: Großes Potenzial für Schleswig-Holstein - Förderprogramme in Zukunft vereinfachen

(lifePR) (Kiel, ) Europa-Staatssekretär Heinz Maurus hat sich für eine deutliche Verwaltungsvereinfachung der Interreg-Förderprogramme der Europäischen Union ausgesprochen. "Wenn es uns gelingt, im nächsten Förderzeitraum einheitliche Regelungen für alle Programmräume zu finden und aufwändige Verfahren deutlich zu reduzieren, hilft uns das allen sehr", sagte er heute (29. November) im Landeshaus in Kiel auf einer Informationsveranstaltung zur Zukunft der Interreg-Programme in Schleswig-Holstein.

Gemeinsam mit Akteuren aus Politik und Wirtschaft sowie Vertretern der EUKommission zog der Staatssekretär eine Bilanz der aktuellen Förderperiode, die bis zum Jahr 2013 läuft. "In diesen ganz unterschiedlichen Projekten, von der Innovationsförderung über Umwelt- und Meeresschutz bis hin zur Gesundheitswirtschaft, liegt ein enorm großes Potenzial für Schleswig-Holstein. Es lohnt sich, auf europäischem Parkett aktiv zu sein und die Chancen, die Interreg uns bietet, auch zu nutzen", sagte Maurus.

So seien beispielsweise die beiden Interreg-Programme Syddanmark/Schleswig-KERN und Fehmarnbelt gute Instrumente, um die wichtige grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Dänemark mit Leben zu füllen. Schleswig-Holstein setze sich auch für eine stärkere Verknüpfung von Ostsee- und Nordseeaktivitäten ein. Als gelungene Beispiele erfolgreicher Arbeit nannte Maurus die Projekte "Clean Baltic Shipping" und "Clean North Sea Shipping", die politisch seit langer Zeit in Schleswig-Holstein vorbereitet wurden und nun auf internationaler Ebene als Interreg-Projekte gefördert werden. "Das zeigt, wie Synergieeffekte auch über die Meere hinweg genutzt werden können. Als Land zwischen den Meeren profitieren wir von der Einführung sauberer Technologien für die Schifffahrt - sowohl ökonomisch als auch ökologisch", so Maurus.

Der Staatssekretär rief alle Akteure dazu auf, die großen Potenziale von Interreg auch in Zukunft zu nutzen. "Bei allem Lob für unsere Aktivitäten: wir können noch besser werden", sagte er. Es müsse noch genauer hingesehen werden, wie und wo sich das Land an den Projekten beteiligen müsse. Maurus: "Wichtig ist vor allem, dass nachhaltige Effekte für unseren Standort, für Wachstum und Beschäftigung, sichtbar werden."

Weitere Informationen zu den Förderprogrammen

Die Europäische Union fördert seit mehr als zwei Jahrzehnten im Rahmen von Interreg länderübergreifende Projekte, die zum Abbau wirtschaftlicher, sozialer und räumlicher Unterschiede in Europa beitragen. Diese Projekte bieten den Regionen in Europa die Möglichkeit, aktuelle Themen und Herausforderungen gemeinsam anzugehen und Strategien zusammen zu entwickeln und umzusetzen.

Die Interreg-Förderprogramme sind für die Landesregierung wichtige Instrumente, um ihre internationalen Ziele zu erreichen. Dies gilt für die Ostsee- und Nordseekooperation sowie insbesondere auch für die Weiterentwicklung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit Dänemark.

In den Förderprogrammen wird nach drei verschiedenen Ausrichtungen unterschieden:

- Interreg A: Förderung der Zusammenarbeit benachbarter Gebiete (grenzüberschreitende Kooperation),
- Interreg B: Förderung der Zusammenarbeit zwischen europäischen Kooperationsräumen (transnationale Kooperation),
- Interreg C: Förderung der europaweiten Zusammenarbeit (interregionale Kooperation).

Gefördert wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Europaweit stehen dafür in der aktuellen Förderperiode 2007-2013 insgesamt 7,5 Milliarden Euro zur Verfügung (rund 2,5 Prozent des gesamten Budgets der EUStrukturfonds).

Schleswig-Holstein ist an folgenden Programmen beteiligt:

- Interreg A "Syddanmark-Schleswig-KERN": 44 Millionen Euro EU-Mittel
- Interreg A "Fehmarnbeltregion": 23 Millionen Euro EU-Mittel Die Mittel aus den beiden A-Programmen fließen unmittelbar nach Schleswig-Holstein.
- Interreg B Nordseeprogramm: 139 Millionen Euro EU-Mittel nordseeweit, davon bisher 1,8 Millionen Euro nach Schleswig-Holstein
- Interreg B Ostseeprogramm: 208 Millionen Euro EU-Mittel ostseeweit, davon bisher 4,7 Millionen Euro nach Schleswig-Holstein
- Interreg C: 321 Millionen Euro EU-Mittel europaweit, davon bisher 400.000 Euro nach Schleswig-Holstein.

Die Mittel aus den beiden B-Programmen und dem C-Programm werden im Wettbewerb vergeben. Hier fließen entsprechende Mittel nach Schleswig-Holstein nur dann, wenn sich Akteure aus dem Land an Projekten erfolgreich beteiligt haben.

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