Fairtrade-Produkte immer beliebter

Hannes Jaenicke unterstützte TransFair auf der Anuga 2007
(lifePR) (Köln, ) Auf der größten Lebensmittelmesse der Welt zog TransFair eine positive Bilanz für das erste Halbjahr 2007: "Der Absatz von Fairtrade-Produkten ist in diesem Jahr bereits um 36 Prozent gestiegen", sagte Dieter Overath, Geschäftsführer von TransFair. Seit vier Jahren wächst Fairtrade beständig. "Über alle Produktgruppen und Vertriebskanäle werden fair gehandelte Produkte verstärkt nachgefragt. Davon profitieren besonders Kleinbauern und Plantagenarbeiter in den Ländern des Südens."

Dass der Kauf von Produkten mit Fairtrade-Siegel ein aktiver Beitrag ist, Armut zu bekämpfen, davon ist auch der internationale Theater- und Filmschauspieler Hannes Jaenicke überzeugt. Er machte sich auf der Anuga für den Fairen Handel stark. "Jeder kann mit seinem Einkauf etwas verändern. Achten Sie einfach auf das Fairtrade-Siegel, denn die Entscheidung für fair gehandelte Produkte ist auch eine Entscheidung für mehr Gerechtigkeit", so Jaenicke während der Pressekonferenz.

Bananen verzeichnen stärkstes Wachstum Besonders gestiegen ist der Absatz von Fairtrade-Bananen: Im ersten Halbjahr 2007 kam es zu einer Steigerung um über 50 Prozent. Die Bananen werden fast ausschließlich biologisch angebaut und kommen aus Lateinamerika und der Karibik. Über die gesamte Produktpalette hinweg hat der Anteil an Bio-Produkten zugenommen. Zurzeit tragen mehr als 70 Prozent der Fairtrade-Produkte auch ein Bio-Siegel.

Heißgetränke im Plus Auch das bekannteste Fairtrade-Produkt – der Kaffee – hat dieses Jahr noch einmal zugelegt: 13 Prozent mehr Fairtrade-Kaffee wurde verkauft. Auch Fairtrade-Tee kommt aus der Reserve: Der Absatz konnte im ersten halben Jahr um 40 Prozent gesteigert werden.

Charles K. Mbui von der Kenya Tea Development Agency vertritt 56 Teekooperativen in Kenia, acht der Kooperativen sind Fairtrade zertifiziert und verkaufen ihren Tee unter Fairtrade-Standards. "Die Bauern profitieren von den Mehreinnahmen und von der Fairtrade-Prämie. Wir konnten schon Schulen, ein Gesundheitszentrum und Trinkwasseranlagen mit den Fairtrade-Geldern aufbauen", so Mbui. "Unsere größte Herausforderung ist es, dass noch mehr Bauern Tee unter Fairtrade-Bedingungen verkaufen können. Dafür brauchen wir neue Käufer hier in Deutschland."

Non-Food Produkte stehen hoch im Kurs Durch die neuen Verkaufsstellen für Fairtrade-Rosen konnte eine Steigerung um über 20 Prozent bei den "fairfleurs" erreicht werden. Die Blumen werden seit März auch bei REWE und zum ersten Mal auch im Blumenfachhandel bei Blumen Risse verkauft.

Seit August diesen Jahres werden in Deutschland auch erstmals Textilien mit Fairtrade-Baumwolle verkauft.

Fairtrade hilft fünf Millionen Menschen konkret Weltweit profitieren bereits 1,4 Millionen Bauern von Fairtrade. Zusammen mit ihren Familien sind das über fünf Millionen Menschen, denen durch den Handel mit Fairtrade-Produkten bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen ermöglicht werden. "Fairtrade wächst auf der ganzen Welt", so Rüdiger Meyer von FLO-CERT. "Weltweit wurden im letzten Jahr Fairtrade-Produkte im Wert von 1,6 Milliarden Euro umgesetzt. Das entspricht einer Steigerung um 40 Prozent." Die Produkte stammen aus 569 Produzentengruppen in 57 Ländern auf der ganzen Welt. Die FLO-CERT GmbH kontrolliert, dass die Produkte mit dem Fairtrade-Siegel nach internationalen Fairtrade-Standards gehandelt werden.

Kontakt

TransFair Verein zur Förderung des Fairen Handels in der Einen Welt
Remigiusstr. 21
D-50937 Köln
Claudia Brück
Verein zur Förderung des Fairen Handels mit der "D
Dieter Overath
Verein zur Förderung des Fairen Handels mit der "D
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