IHK vor Ort in Dessau-Roßlau

Doppelstadt mit Potenzial
(lifePR) (Dessau-Roßlau, ) Die Wirtschaft in Dessau-Roßlau verfügt über eine breit gefächerte Branchenstruktur. Die Verkehrsinfrastruktur ist in weiten Teilen neu- und ausgebaut. Mit ihrem vergleichsweise großen Bestand an Einzelhandelsflächen übt die Stadt eine wichtige Versorgungsfunktion für die gesamte Region Anhalt aus. Zu dieser Einschätzung kommt die Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK), die die Potenziale der Stadt in der guten Erreichbarkeit im mitteldeutschen Raum sieht. "Die überregionale Anbindung der Stadt ist ein deutlicher Standortvorteil und bietet beste Voraussetzungen zur Ansiedlung neuer Unternehmen. Dessau-Roßlau ist ein wichtiger Verkehrsknoten in Mitteldeutschland", so IHK-Präsident Albrecht Hatton anlässlich der heute in Dessau-Roßlau stattfindenden Veranstaltung "IHK vor Ort in Dessau-Roßlau". Als wichtige gemeinsame Aufgabe sieht Hatton, die Stadt als Oberzentrum für die gesamte Region Anhalt, als Standort für zentrale Verwaltungseinrichtungen und als Kultur-, Gesundheits-, Sport- und Hochschulstandort, zu stärken.

Laut IHK kommt der Strukturwandel in der Doppelstadt langsam und durch den Wegfall von Großbetrieben und nur eingeschränkten Ansiedlungsmöglichkeiten wegen hoher Umweltschutzauflagen schwierig voran. Dennoch seien in den vergangenen Jahren zahlreiche Investitionen getätigt worden. Das Bruttoinlandsprodukt betrage je Erwerbstätigen rund 46.500 Euro jährlich. Dies sei im Vergleich zu IHK-Bezirk und Sachsen-Anhalt unterdurchschnittlich, aber das beste Ergebnis unter den kreisfreien Städten in Sachsen-Anhalt.

Eine von der IHK anlässlich der Vor-Ort Veranstaltung in Dessau-Roßlau durchgeführte Umfrage unter 100 Unternehmen der kreisfreien Stadt kommt zu dem Ergebnis, dass die Kreisgebietsreform kaum Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Unternehmen vor Ort haben werde. Wichtige regionale Rahmenbedingungen, wie Energie-, Wasser- und Abwasserpreise, Abfallgebühren und Gewerbesteuerhebesatz, schätzt die Wirtschaft derzeit als eher unbefriedigend ein. In der neuen Doppelstadt erhofft man sich ein steigendes Bildungsniveau der Schulabgänger, größere Aktivitäten in der Standortwerbung und im Regionalmarketing sowie das Zurückfahren der Aktivitäten auf dem zweiten Arbeitsmarkt. Eine eventuell geplante Erhöhung des Gewerbesteuerhebesatzes wird von der großen Mehrheit der Unternehmen als kontraproduktiv abgelehnt.

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Nadine Kupfer
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