1. Bundesweiter Gesundheitskongress Wandern im Saarland – "Regeneration durch Natur"

Wissenschaftliche Studien belegen die gesundheitsfördernde Wirkung des Wanderns
(lifePR) (Saarbrücken, ) In der schnelllebigen Gesellschaft suchen immer mehr Menschen einen Ausgleich in der Natur. Wandern liegt dabei als Fortbewegungsart an der Spitze. Mit dem 1. Bundesweiten Gesundheitskongress Wandern, der vom 11. bis 12. Oktober 2007 im saarländischen Weiskirchen stattfand, wurden zahlreiche gesundheitsfördernde Aspekte des Wanderns anhand von aktuellen Studien deutschlandweit erstmalig zusammengeführt.

Nach Meinung von Dr. Rainer Brämer, Vorsitzender des Deutschen Wanderinstituts und wissenschaftlicher Leiter des Kongresses "haben die Wucht der Daten und Fakten aus dem Munde hochkarätiger Referenten und die bemerkenswerten Ergebnisse der eigens für den Kongress erstellten Studien ein neues Kapitel in der Geschichte des Wanderns aufgeschlagen". Die renommierten Referenten sind sich einig: Gemütlich fit wird derjenige, der sich mindestens 30 Minuten am Tag mit normalem Tempo im Grünen bewegt. Im Grünen deshalb, weil es der Seele gut tut und stressreduzierend wirkt, so Prof. Terry Hartig von der Universität Uppsala/Schweden.

Das grundsätzliche Erfolgsrezept für gesunde Bewegung ist ein ausdauernder moderater Bewegungsablauf, der in regelmäßigen Abständen wiederholt wird. Nach Untersuchungen von Prof. Wildor Hollmann von der Sporthochschule Köln wird nicht nur der Körper, sondern auch das Gehirn davon positiv beeinflusst. Bewegung im Kindes- und Jugendalter führt zu einer optimalen Entwicklung von Körper und Geist, beim Erwachsenen beugt sie Herz-, Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen vor und führt zu einer optimalen Entfaltung geistiger Möglichkeiten. Im Alter reduziert Bewegung körperliche und geistige Leistungseinbusen und vermindert das Risiko, an Demenz zu erkranken. Prof. Wolfgang Schobersberger vom Institut für Urlaubs-, Reise- und Höhenmedizin aus Hall/Tirol sieht in einem Wanderurlaub eine Chance zur Lifestyle-Änderung beim metabolischen Syndrom. Mit der AMAS-Studie 2000 in Obertauern wurde die günstige Wirkung des Wanderns auf die Fettmasse und den Stoffwechsel von übergewichtigen Urlaubern belegt. Nach Schobersberger lässt sich im Urlaub unter professioneller Anleitung eine Lebensumstellung erlernen, die auch nachhaltig in den Alltag integriert werden kann.

Für Claudia Gilles, Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Tourismusverbandes und Partnerin des Kongresses "hat der Gesundheitskongress gezeigt, wie notwendig eine systematische Befassung mit sanften Natursportarten für den Deutschlandtourismus ist. Vor dem Hintergrund einer älter werdenden Gesellschaft, in Anbetracht immer größerer zivilisatorischer Bewegungsdefizite und im Sinne gesundheitlicher Prävention kann auf das Wandern als Kernangebot für den Tourismus in Deutschland nicht verzichtet werden."

Als "überschaubar, hautnah, persönlich und von saarländischer Gastfreundschaft geprägt", charakterisiert Frau Ursula Rosemann-Klinner von der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz die beiden Kongresstage. Für Prof. Karin Kraft vom Lehrstuhl für Naturheilkunde an der Universität Rostock war der Kongress "eine rundum gelungene Veranstaltung, die es aufgrund ihrer interdisziplinäre Ausrichtung ermöglichte, einen Blick über den Tellerrand der eigenen Disziplin zu werfen".

Auch das Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft des Saarlandes und die Tourismus Zentrale Saarland GmbH ziehen als Veranstalter des Gesundheitskongresses Wandern positive Bilanz. So wurde die gesundheitsfördernde Wirkung des Wanderns in einem breiten wissenschaftlichen Spektrum sowohl aus medizinischer und als auch aus therapeutischer Sicht durch die Experten umfassend belegt und in Kontext zum Gesundheitstourismus gebracht. Der Kongress zeigte auf, dass das Saarland mit dem Ausbau der Premiumwanderwege auf dem richtigen Weg ist und sich daraus zukünftig viele Handlungsfelder für den saarländischen Tourismus ableiten lassen.

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