Epigenomics AG veröffentlicht Finanzergebnisse des dritten Quartals 2007

(lifePR) (Berlin, ) Wichtigste Kennzahlen (in T EUR)
- Umsatzerlöse: 466 in Q3 2007; um 61% gesunken (Q3 2006: 1.203)
- EBIT: -3.229 in Q3 2007; um 15% verbessert (Q3 2006: -3.790)
- Nettoverlust: -3.139 in Q3 2007; um 16% verringert (Q3 2006: -3.740)
- Liquide Mittel: 13.024 am 30.06.2007 (31.12.2006: 17.341)

Highlights des dritten Quartals 2007
- Abschluss einer strategischen In-vitro-Diagnostik-Partnerschaft mit Abbott Molecular
- Weiterhin erfolgreiche Umsetzung der strategischen Neuausrichtung
- Berufung eines Medizinischen Beirats für das Entwicklungsprogramm zur Darmkrebsfrüherkennung
- Identifizierung einer Vielzahl neuer Kandidaten-Biomarker innerhalb des Prostatakrebs-Früherkennungsprogramms
- Fortschritte in allen Entwicklungsprogrammen nach Plan und im Rahmen der Erwartungen
- Erteilung von Schlüsselpatenten für Technologie zur Krebsfrüherkennung
- Erweiterung einer Biomarker-F&E-Partnerschaft mit pharmazeutischem Partner
- Alle wichtigen Kennzahlen für die ersten neun Monate 2007 im Rahmen der Erwartungen: Operative Kosten reduziert, EBIT verbessert

Berlin und Seattle, WA, USA, 31. Oktober 2007 - Die Epigenomics AG Frankfurt, Prime Standard: ECX), ein molekulardiagnostisches Unternehmen, das Krebstests auf Basis von DNA-Methylierung entwickelt, veröffentlichte heute die Finanzergebnisse des dritten Quartals 2007, das am 30. September 2007 endete.

Geert Nygaard, CEO von Epigenomics, kommentiert: "Im dritten Quartal hat Epigenomics eines seiner wichtigsten Versprechen für das Jahr 2007 erfüllt: Den Abschluss eines ersten nichtexklusiven IVD-Kooperations- und Lizenzabkommens mit Abbott Molecular. Dieses Abkommen ist ein wichtiger Schritt in der Vermarktung unseres wichtigsten Werttreibers, des Bluttests zur Darmkrebs-Früherkennung mit Hilfe unseres patentgeschützten Biomarkers Septin 9. Mit der erwarteten Markteinführung eines CE-markierten Testkits 2009 in Europa, gefolgt vom Antrag auf Zulassung in den USA in 2010, sehen wir nun nicht nur einen klaren Vermarktungsweg für unser Schlüsselprodukt, sondern auch eine Bestätigung seines klinischen Nutzens und seiner wirtschaftlichen Attraktivität. In den vergangenen drei Monaten haben wir auch unsere weiteren Ziele erfolgreich erreicht: die Umsetzung unserer neu ausgerichteten Strategie, die Fortsetzung unserer Diskussionen und Verhandlungen mit IVD-Partnern, die Wahrung unserer finanziellen Disziplin und das Vorantreiben aller Entwicklungsprojekte unserer Produktpipeline."

Drittes Quartal 2007 – Finanzüberblick
Insgesamt lagen die wichtigsten Kennzahlen des Berichtzeitraums im Rahmen der Erwartungen.

Im dritten Quartal 2007 sanken die Umsatzerlöse auf TEUR 466 nach TEUR 1,203 im gleichen Zeitraum 2006. Grund war der gegenüber dem Vorjahresquartal fehlende Umsatz aus der Zusammenarbeit mit Roche. Das Clinical-Solutions-Geschäft trug TEUR 185 zum Umsatz des dritten Quartals 2007 bei (Q3 2006: TEUR 162), der verbleibende Umsatz von TEUR 281 stammte aus Lizenzverträgen (Q3 2006: TEUR 30). Die kumulierten Umsatzerlöse der ersten neun Monate 2007 gingen von EUR 2,3 Mio. in der Vergleichsperiode 2006 auf EUR 1,8 Mio. zurück.

Die F&E-Kosten stiegen von EUR 2,2 Mio. im dritten Quartal 2006 auf EUR 2,4 Mio. im Q3 2007. Gleichzeitig gingen die Kosten der hergestellten Leistung aufgrund niedrigerer Erträge aus den mit Partnern betriebenen F&E-Programmen von EUR 1,3 Mio. im Q3 2006 auf EUR 0,2 Mio. im gleichen Zeitraum 2007 zurück. Dadurch sank die operative Kostenbasis im Q3 2007 insgesamt um 26 % gegenüber Q3 2006.

Das EBIT des Q3 2007 verbesserte sich mit EUR – 3,2 Mio. um nahezu 15 % gegenüber dem Q3 2006 (EUR – 3,8 Mio.). Die volle Wirkung des im Herbst 2006 begonnenen Restrukturierungsprozesses zeigte sich erst nach dem ersten Quartal 2007. Die operative Kostenbasis der ersten neun Monate 2007 lag mit EUR 12,9 Mio. und einer Einsparung von EUR 2,8 Mio. deutlich unter den EUR 15,7 Mio. des Vergleichszeitraums 2006.

Der Nettoverlust verbesserte sich im dritten Quartal 2007 gegenüber EUR 3,7 Mio. (Q3 2006) um 16 % auf EUR 3,1 Mio. (Q3 2007). Dies lässt sich nahezu ausschließlich auf die Verminderung der operativen Kostenbasis zurückführen.

Die Bilanzsumme von Epigenomics verminderte sich von EUR 30,1 Mio. am 31. Dezember 2006 auf EUR 25,6 Mio. am 30. September 2007. Hauptgrund des Rückgangs war erneut der Nettofinanzmittelverbrauch durch die operative Geschäftstätigkeit. Positiv wirkten sich hingegen die erfolgreich durchgeführte PIPE-Finanzierung und Kooperationsvereinbarungen aus.

Der Cashflow und die Finanzlage von Epigenomics waren in den ersten neun Monaten 2007 hauptsächlich vom laufenden Nettofinanzmittelverbrauch durch die operative Geschäftstätigkeit geprägt. Insgesamt gesehen hat sich die Finanzlage erwartungsgemäß entwickelt; die liquiden Mittel beliefen sich am 30. September 2007 auf EUR 13,0 Mio., verglichen mit EUR 17,3 Mio. am 31. Dezember 2006.

Der währungsbereinigte Netto-Cashflow war mit EUR –3,0 Mio. negativ. In den ersten neun Monaten 2007 belief sich der Mittelabfluss aus der operativen Geschäftstätigkeit auf EUR 8,7 Mio. Der Mittelzufluss aus der Investitionstätigkeit betrug EUR 1,1 Mio. und war vor allem auf den Verkauf von marktgängigen Wertpapieren zurückzuführen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit war hauptsächlich aufgrund der Ausgabe neuer Aktien mit EUR 4,6 Mio. positiv.

Drittes Quartal 2007 – Überblick über Geschäftstätigkeit und wichtige Ereignisse

Das dritte Quartal 2007 war von der weiteren Umsetzung der neu ausgerichteten Strategie geprägt, die sich auf das Darmkrebs-Früherkennungsprogramm und auf nicht-exklusive Partnerschaften zu fokussiert. Nach einem intensiven Prozess der Bestimmung des geeigneten IVD-Partners konnten wir im dritten Quartal Abbott Molecular Inc. als ersten nicht-exklusiven Lizenznehmer für unseren Darmkrebs-Bluttest gewinnen. Abbott erhielt weltweite, nicht-exklusive Rechte für den patentgeschützten Methylierungs-Biomarker Septin 9 für blutbasierte Darmkrebstests. Abbott und Epigenomics rechnen damit, im Jahr 2009 einen CE-zertifizierten Test auf Abbotts automatisierter Instrumentenplattform m2000 in Europa einzuführen und danach im Jahr 2010 die Zulassung in den USA zu beantragen.

Zusätzlich zur Abbott-Kooperation führt Epigenomics gegenwärtig mehrere Gespräche und Verhandlungen über IVD-Partnerschaften für den Darmkrebs-Früherkennungstest, wobei die im dritten Quartal 2007 erzielten Fortschritte den Erwartungen in vollem Umfang entsprachen.

Zur Unterstützung der schnellen klinischen Entwicklung und Vermarktung dieses Schlüsselproduktes hat Epigenomics kürzlich einen medizinischen Beirat für die Darmkrebsfrüherkennung gegründet. Im Rahmen des Prostatakrebs-Programms konnte Epigenomics Dutzende neuer Kandidaten-Biomarker identifizieren, die die bessere Unterscheidung zwischen Prostatakrebs und gutartigen Veränderungen der Prostata ermöglichen könnten; eine Unzulänglichkeit derzeitiger Prostatakrebstests. Zudem wurden im dritten Quartal 2007 Daten, die die Machbarkeit von Epigenomics’ urinbasiertem Prostatakrebstest demonstrieren, auf wichtigen Krebskonferenzen vorgestellt.

Zu den weiteren wichtigen operativen Ereignissen seit Beginn des dritten Quartals 2007 gehörte die Erteilung von Schlüsselpatenten für Epigenomics HeavyMethyl®-Technologie für den sensitiven Nachweis methylierter DNA. Zusammen mit weiteren, bereits früher erteilten Patenten vervollständigen die jüngst erteilten Patente den Patentschutz von Epigenomics diagnostischen Testverfahren auf Körperflüssigkeiten und Geweben in einer Vielzahl von Marktregionen einschließlich Europa und den USA. Ferner konnte Epigenomics die Biomarker-F&E-Kollaboration mit einem seiner pharmazeutischen Partner ausweiten.

Ausblick
Nach Abschluss eines ersten nicht-exklusiven Kooperations- und Lizenzabkommens mit Abbott Molecular, Inc. befindet sich Epigenomics derzeit in Gesprächen und Verhandlungen mit mehreren weiteren potenziellen IVD-Partnern. Die Gespräche erstrecken sich auf alle derzeitigen Krebs-Früherkennungsprogramme des Unternehmens. Der Vorstand erwartet den Abschluss von mindestens einem weiteren IVD-Lizenzabkommen für den patentgeschützten Darmkrebs-Biomarker Septin 9 im Jahr 2008. Für die frühe Markteinführung des Septin 9-Biomarkers als zentralisierter Testservice in den USA in 2008 erwartet Epigenomics zudem zeitnah den Abschluss einer Partnerschaft mit einem US-Referenzlabor.

Der Vorstand rechnet für das Gesamtjahr 2007 mit Umsatzerlösen leicht unter denen des Jahres 2006. Allerdings wird für das Geschäftsjahr 2007 ein EBIT leicht über dem letztjährigen EBIT erwartet. Angesichts der Vertragsstruktur des Kooperations- und Lizenzabkommens mit Abbott sowie der gegenwärtigen Geschäftsentwicklung im Bereich Clinical Solutions und bei der Lizenzierung geht Epigenomics für das Jahr 2007 von einem Finanzmittelverbrauch für die operative Geschäftstätigkeit in Höhe von rund EUR 12 Mio. bis EUR 13 Mio. aus.

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