Nationalpark tut dem Klima gut

Naturnahe Buchenwälder haben große Wirkung
Buchenwald mit liegendem Totholz (lifePR) (Hohenzieritz, ) Im Zuge des voranschreitenden Klimawandels spielen Wälder eine wichtige Rolle. Obwohl sie nur 30% der Landfläche einnehmen, speichern sie 50% des gesamten Kohlenstoff-Vorrats der terrestrischen Biosphäre. Somit sind Wälder das wichtigste Landökosystem im Hinblick auf den Klimaschutz. Da 72% der Nationalparkfläche von Wäldern bedeckt sind, trägt das Schutzgebiet zum Klimaschutz bei.

Bäume entziehen der Atmosphäre ständig Kohlendioxid und bauen es in pflanzliche Biomasse wie z. B. Holz ein. Wie viel Kohlenstoff gespeichert wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Durch eine natürliche Entwicklung von Nadel- zu Laubwald, wie es im Müritz-Nationalpark geschieht, lassen sich die Kohlenstoff-Vorräte langfristig erhöhen. Auch weisen nutzungsfreie Wälder deutlich höhere Speichervorräte auf als Wirtschaftswald.

Wissenschaftliche Untersuchungen im Nationalpark Hainich in Thüringen haben ergeben, dass in den Buchenmischwäldern der dortigen Kernzone 30% mehr Kohlenstoff gespeichert wird als in benachbarten bewirtschafteten Buchenwäldern.

Je länger die Wälder unberührt bleiben, umso größer ist das Speichervolumen für Kohlenstoff und Stickstoff.

Ebenso wichtig wie der Wald ist der Boden, auf dem dieser wächst. Hier werden rund vier Fünftel der Kohlenstoffvorräte gelagert. Je älter der Boden ist und je ungestörter er sich entwickeln kann, desto mehr Humus enthält er. Im Humus kann Kohlenstoff für sehr lange Zeiträume gespeichert werden.

Eine effiziente Klimaschutz-Strategie umfasst nicht nur die Kohlendioxid-Emissionen zu reduzieren, sondern auch natürliche Kohlenstoffspeicher zu schützen und zu erweitern. Dies wird im Nationalpark mit der Waldbehandlung und auch mit der Renaturierung der Moore vollbracht.

Kontakt

Nationalparkamt Müritz
Schlossplatz 3
D-17237 Hohenzieritz
Hendrik Fulda
Nationalparkamt Müritz
Sachgebietsleiter Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation

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