Energiewende bewegt den Kirchentag

Zusätzliche Programmangebote in Dresden vom 1. bis 5. Juni
(lifePR) (Fulda, ) Die Energiewende in Deutschland wird ein zentrales Thema des 33. Deutschen Evangelischen Kirchentages vom 1. bis 5. Juni in Dresden sein. Kurzfristig wurde eine Diskussion mit Bundesumweltminister Norbert Röttgen am Freitagabend (3. Juni) neu in das Programm aufgenommen, nachdem Röttgen seine ursprünglich vorgesehene Beteiligung an der Veranstaltung "Fukushima - Das Ende der Atomenergie?!" absagen musste. Der Grund sind politische Gespräche in Berlin, mit denen die Einbringung veränderter Energiegesetze vorbereitet wird.

"Ein zukunftsfähiges Energiekonzept für Deutschland - Was steht am Ende des Moratoriums?" heißt jetzt die Frage, die der Bundesumweltminister am 3. Juni um 19.30 Uhr mit dem westfälischen Präses Alfred Buß und Cornelia Ziehm, der Juristin der Deutschen Umwelthilfe, im Hörsaal 1 der Technischen Universität Dresden erörtern wird.

Frank-Walter Steinmeier, der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, wird am selben Tag von 11 bis 13 Uhr statt des Bundesumweltministers mitdiskutieren, wenn es um die Konsequenzen aus der Reaktorkatastrophe in Fukushima geht.

Ausgelöst durch die Ereignisse in Japan sowie die danach entbrannte Debatte über einen raschen und nachhaltigen Wechsel zu erneuerbaren Energien, sind zusätzlich zu den seit Langem vorbereiteten Veranstaltungen weitere Aktionen auf dem Dresdner Kirchentag geplant worden.

Auf dem Neumarkt wird neben der Frauenkirche eine offene Bühne als "Speakers' Corner" eingerichtet. Hier haben Kirchentagsteilnehmende Raum, um ihre Sorgen und Hoffnungen, Wünsche und Forderungen zu artikulieren. An jedem Abend des Kirchentages stehen dort Experten und Prominente zu Gesprächen bereit.

Außerdem können Besucherinnen und Besucher mit persönlichen Äußerungen zur Energiewende die legendären Papp-Sitzgelegenheiten des Kirchentages grün einfärben. Die Stellungnahmen werden auf quadratischen grünen Papierb=6gen gesammelt und diese auf die Papphocker geklebt. Unter anderem soll daraus ein überdimensionaler Energie-Wende-Würfel aufgebaut werden.

Pfadfinderinnen und Pfadfinder planen zudem, mit den grünen Papphockern eine "Energie-Brücke" über die Elbe zu schlagen und für den Wechsel zu Anbietern von Ökostrom zu werben.

Unter die schon länger vorbereiteten Aktivitäten gehört der "Kirchentag der Sonne": die Errichtung von drei Solardächern in Dresden. Die Erlöse aus der Stromproduktion sollen später über die Dresdner Bürgerstiftung sozialen und entwicklungspolitischen Projekten zugutekommen. Einen Überblick über die vielfältigen Angebote und Aktionen zur Energiewende enthält der neueste Newsletter des Kirchentages unter www.kirchentag.de/aktuell.

"Es gibt hierzulande keinen besseren Ort als die Kirchentage, um in eine große Öffentlichkeit zu tragen, was die Menschen bewegt. Allen, die für einen Umstieg ins Zeitalter der erneuerbaren Energien eintreten, bietet der Kirchentag eine einzigartige Chance, über die Grenzen unterschiedlicher Auffassungen hinweg tragfähige Konzepte für die Zukunft zu debattieren und daran jede und jeden aktiv zu beteiligen", sagt dazu Kirchentagspräsidentin Katrin Göring-Eckardt.

Zum Kirchentag in Dresden unter der Losung "... da wird auch dein Herz sein" (Matthäus 6,21) sind inzwischen mehr als 110.000 Dauerteilnehmende angemeldet. Er beginnt am kommenden Mittwoch, dem 1. Juni, und endet am Sonntag, dem 5. Juni - jeweils mit großen Gottesdiensten am Elbufer.

Kontakt

Verein zur Förderung des Deutschen Evangelischen Kirchentages e.V.
Magdeburger Str. 57
D-36037 Fulda
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