Alle 16 Kliniken in Stadt und Landkreis Osnabrück kämpfen gemeinsam gegen gefährliche Krankenhauskeime

(lifePR) (Osnabrück, ) Gemeinsam gegen gefährliche Krankenhauskeime: Eine erste positive Bilanz des neuen Netzwerkes aller 16 Krankenhäuser im Osnabrücker Land im Kampf gegen die multiresistenten Krankheitserreger MRSA zog jetzt während einer Info-Veranstaltung für alle Klinikleitungen der Erste Kreisrat Stefan Muhle: "Dem MRSA-Netzwerk ist es in den vergangenen zwei Jahren gelungen, trotz aller Unterschiede alle 16 Krankenhäuser der Region an einen Tisch zu bekommen. Ich bin deshalb sehr optimistisch, dass es gelingen wird, in unserer Region gemeinsam das Vorkommen gefährlicher Krankenhauskeime weiter zu reduzieren."

Die Abkürzung MRSA steht für "Methicillinresistenter Staphylococcus aureus". Dahinter verbergen sich Krankheitserreger, die gegen die meisten Antibiotika unempfindlich sind und Krankenhauspatienten mit einem geschwächten Immunsystem gefährlich werden können. Das MRSA-Netzwerk Osnabrück hat sich die Bekämpfung dieser multiresistenten Keime zur Aufgabe gemacht.

Als Referent des Informationstreffens stellte Dr. Matthias Pulz, Präsident des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes, dem MRSA-Netzwerk auch ein neues EURSafety-Qualitätssiegel vor. Dabei wurden im Rahmen eines EU-Projekts zehn einheitliche Kriterien geschaffen, um die MRSA-Rate in Krankenhäusern zu reduzieren und deren Hygienequalität für Patienten transparenter zu machen.

Dr. Gerhard Bojara, Leiter des gemeinsamen Gesundheitsdienstes für Stadt und Landkreis Osnabrück und Projektleiter des MRSA-Netzwerks Osnabrück, betonte: "Bei der Bekämpfung von MRSA ziehen alle Krankenhäuser aus der Region gemeinschaftlich an einem Strang. Dabei müssen wir nicht bei null anfangen, um sämtliche Kriterien für das neue Qualitätssiegel zu erfüllen, sondern werden durch die bisherigen Aktivitäten im MRSA-Netzwerk bereits vielen Punkten gerecht." Im vergangenen Jahr hatte das MRSA-Netzwerk Osnabrück bereits gemeinsam mit allen Krankenhäusern etwa 3500 Patienten auf MRSA getestet, davon circa drei Prozent positiv.

Das MRSA-Netzwerk Osnabrück fördert die Zusammenarbeit aller Gesundheitsakteure in der Region. Kontakt: MRSA Netzwerk Osnabrück, c./o Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt Osnabrück, Am Schölerberg 1, 49082 Osnabrück. Tel.: 0541/ 501 3518, E-Mail: MRSAnetzwerk@lkos.de

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