Gefahr für Handel und Lebendigkeit in Innenstädten

(lifePR) (Halle (Saale), ) Kritisch und besorgt sieht die Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK) die zum 1. Januar 2008 in Kraft tretende Unternehmensteuerreform. "Dass kleine und mittlere Unternehmen weitgehend leer ausgehen würden, hat ja recht früh festgestanden. Mittlerweile ist aber auch unstreitig, dass es mit dem Handel und Innenstädten eindeutige Verlierer dieser Reform geben wird. Bestimmte Regelungen des Reformgesetzes bedrohen die wirtschaftliche Existenz nicht weniger Einzelhändler und damit die Lebendigkeit der Innenstädte.", so IHK-Präsident Albrecht Hatton vor der IHKVollversammlung heute in Halle Als Ursache sieht die IHK die beschlossenen gewerbesteuerlichen Hinzurechnungen von Zinsen sowie der Finanzierungsanteile von Mieten, Pachten und Leasingraten: "Die pauschalen Hinzurechnungen sind nicht nur ökonomisch unsinnig, sondern, insbesondere bei Immobilien, viel zu hoch", kritisiert Hatton.Dass beispielsweise Einzelhändler in teuren Innenstadtlagen für ihre ohnehin hohen Mieten faktisch auch noch steuerlich bestraft werden sollen, sei nicht nachvollziehbar. Konkrete Berechnungsbeispiele zeigten, dass die Hinzurechnungen bis zu acht mal so hoch seien wie nach altem Recht. "Hier wird sogar die `Schallmauer´ von 100 Prozent bei der Steuerlastquote durchbrochen.Es darf nicht sein, dass durch die Steuer der Gewinn vollständig oder sogar noch mehr hinweggerafft wird", so der IHK-Präsident.

Hatton fordert, die Hinzurechnungen von Kosten zum Gewinn deutlich abzusenken.Die jüngste Absenkung der Pauschalen für Immobilien von 75 auf 65 Prozent, laut Hatton eine "Beruhigungspille", reiche bei weitem nicht aus.Gemeinsam mit Städten und Gemeinden, die ebenfalls ein Interesse an vitalen Innenstädten hätten, müsse entsprechender politischer Druck aufgebaut werden.Damit habe die IHK bereits begonnen.

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