Rund 1.000 Arbeitslose weniger als vor einem Monat

Viele junge Leute, die nach ihrer Ausbildung arbeitslos wurden, schafften den raschen Einstieg ins Erwerbsleben
(lifePR) (Karlsruhe, ) "Die Zahl der jungen Arbeitslosen ist so niedrig wie seit Jahren nicht mehr. Viele, die nach ihrer Ausbildung arbeitslos wurden, schafften den raschen Einstieg ins Berufsleben. Nach erfolgreichem Abschluss einer Berufsausbildung oder eines Studiums ist es wichtig, das erlernte Wissen sofort anzuwenden und umzusetzen, Berufserfahrung zu sammeln und erworbene Qualifikationen zu sichern. In den letzten Jahren haben sich die Chancen junger Menschen auf einen Arbeitsplatz deutlich erhöht. Immer mehr Unternehmen stellen sich verstärkt auf den künftigen Fachkräftebedarf ein und setzten auf die gut ausgebildeten und motivierten Berufseinsteiger. Auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sind die Zukunftsperspektiven junger Fachkräfte besser denn je. Das bedeutet aber auch, dass eine gute fundierte Ausbildung zwingend erforderlich ist, um auf dem immer komplexeren Arbeitsmarkt bestehen zu können", sagt Ingo Zenkner, der Vorsitzende der Arbeitsagentur Karlsruhe, bei Vorlage der aktuellen Daten.

Der Arbeitsmarkt im Überblick

15.466 Frauen und Männer sind derzeit ohne Arbeit; 991 oder 6,0 Prozent weniger als im August und 2.146 weniger als vor einem Jahr. Bei allen Personengruppen ging die Arbeitslosigkeit zurück. Die Jüngeren (15 unter 25 Jahre) profitierten am stärksten.

Im August waren rund 1.580 jüngere Menschen unter 25 Jahren arbeitslos. Das sind 20,1 Prozent weniger als im Vormonat und 12,0 Prozent weniger als im letzten September. Die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen liegt bei 3,8 Prozent. Das heißt, jeder 26ste Jugendliche ist im Stadt- und Landkreis ohne Arbeit. Im EU-Durchschnitt ist jeder fünfte und in Spanien ist gar jeder zweite Jugendliche arbeitslos.

"Auch wenn wir im Vergleich zu anderen Regionen sehr gut da stehen, sind 1.580 junge Arbeitslose noch viel zu viele. Wir dürfen uns nicht ausruhen, sondern müssen weiterhin mit unseren Partnern dafür sorgen, dass alle Schulabgänger eine Ausbildung absolvieren können. Insbesondere die vermeintlich Schwächeren brauchen dabei unsere volle Unterstützung", ergänzt Zenkner

Durch konsequente Betreuung konnte die Zahl der Personen, die die steuerfinanzierte Grundsicherungsleistung (Hartz IV) erhalten, gegenüber dem Vormonat um 450; gegenüber dem Vorjahr um 780 gesenkt werden.

Im September erhielten 9.515 Frauen und Männer oder 61,5 Prozent aller Arbeitslosen aus dem Stadt- und Landkreis Karlsruhe Leistungen zur Grundsicherung (SGB II). In der Stadt Karlsruhe sind inzwischen 72,6 Prozent oder 6.060 Personen aller arbeitslosen Menschen SGB-II-Kunden. Im Landkreis Karlsruhe erhalten jetzt 3.450 Personen die Leistung der Grundsicherung; der Anteil hier: 48,5 Prozent.

Ein Großteil dieser Menschen hat keine Ausbildung und ist schon länger arbeitslos. Sie haben ohne weitreichende Unterstützungsangebote, auch bei einem stabilen Arbeitsmarkt, nur geringe Chancen auf eine Einmündung.

Die Arbeitslosenquote, die auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen berechnet wird, ist um drei Zehntelprozentpunkte gesunken. Mit aktuell 4,1 Prozent liegt sie 0,2 Prozent über dem Landesdurchschnitt. Vor einem Jahr lag sie noch bei 4,7 Prozent. Die Entwicklung im Stadt- und Landkreis ist dabei sehr unterschiedlich. Im Stadtkreis liegt sie jetzt bei 5,7 Prozent (Vorjahr: 6,1), im Landkreis bei 3,1 Prozent (Vorjahr: 3,3)

Arbeitslosigkeit ist kein fester Block, vielmehr gibt es auf dem Arbeitsmarkt viel Bewegung. Im September meldeten sich 4.513 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren rund 510 weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 5.537 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 650 weniger als im September 2010. Seit Jahresbeginn gab es rund 42.470 Zugänge von Arbeitslosen, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 3.630 Meldungen. Dem gegenüber stehen 43.720 Abmeldungen von Arbeitslosen. Durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit konnten in diesem Monat gut 1.800 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Die Einstellungsbereitschaft der regionalen Unternehmen hält an. Seit Jahresbeginn meldeten die regionalen Arbeitgeber dem Arbeitgeberservice 14.275 neue Stellenangebote. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies ein Zuwachs von 17,0 Prozent oder 2.090 freien Stellen.

Der Blick auf die Struktur zeigt, dass von den 1.626 Stellen, die im September neu eingingen, 1.140 unbefristete und 486 befristet Arbeitsplätze umfassen. Von den befristeten Jobs haben 230 eine Laufzeit von sechs bis 12 Monaten, gut 90 eine Vertragsdauer von mehr als 12 Monaten. Die Übrigen sind auf einen Zeitraum bis zu sechs Monaten ausgelegt.

Neue Daten zum Ausbildungsstellenmarkt stehen diesen Monat nicht zur Verfügung. Am 07. November werden bundesweit die Ergebnisse des Berufsberatungsjahres 2010/2011 veröffentlicht.
Social Media