Junge Mitarbeiter haben hohe Erwartungen an Führungskräfte

Onlinestudie zum Thema Führung und Reputation des Instituts für Kommunikationsmanagement
Studierende des Kommunikationsmanagements bei der Auswertung der Befragung: (v.l.) Svenja Niederhöfer, Carina Trudrung, Sonja Pult und Saskia Kampmeyer (lifePR) (Osnabrück, ) Studierende des Studiengangs Kommunikationsmanagement mit dem Schwerpunkt Interne Kommunikation/ Mitarbeiterkommunikation untersuchten unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Steinkamp, inwieweit sich die Führung von Mitarbeitern auf die Reputation eines Unternehmens auswirkt.

Mithilfe einer Onlinestudie befragten sie bundesweit über 600 Personen, wie sie ihren Arbeitsalltag und insbesondere ihre Führungskräfte erleben.

Etwa 73 Prozent der Teilnehmer waren dabei zwischen 20 und 30 Jahre alt und gehören damit der Generation Y an, der ersten Generation, die mit dem Internet aufgewachsen ist. Diese Personengruppe gilt als weltoffen, leistungsstark, leistungsorientiert und auf dem Arbeitsmarkt sehr begehrt.

"Die Mitarbeiter der Generation Y haben hohe Erwartungen an ihre Führungskräfte", fasst die Studentin Sonja Pult ein Teilergebnis der Studie zusammen. Die jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlangen von ihren Vorgesetzten, dass sie ein positives Teamklima schaffen. Sie stellen damit heraus, dass sie sich in Arbeitskontexten bewegen wollen, die weniger hierarchisch und autoritär gestaltet sind. Dabei stellen sie auch hohe Anforderungen an die Persönlichkeit der Führungskräfte. Sie wollen Führungskräfte, die ihnen einen Vorbild sind und denen sie nacheifern können.

Diesen hohen Anforderungen werden die Führungskräfte jedoch häufig nicht gerecht. Lediglich ein Viertel der befragten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter berichten, dass die Vorgesetzten diese Ansprüche uneingeschränkt erfüllen. Insbesondere mit der Vorbildfunktion, die ihre Führungskräfte wahrnehmen sollten, waren viele Mitarbeiter unzufrieden.

Führungskräfte prägen den Ruf eines Unternehmens

Die Auswertung der Studie mache zudem deutlich, so die angehende Kommunikationsmanagerin Hannah Strobel, dass die direkten Führungskräfte eine sehr zentrale Rolle für die Reputation eines Unternehmens spielten: "Der Führungsstil, der in einem Unternehmen herrscht, hat einen deutlichen Einfluss auf die Außenwahrnehmung des Unternehmens."

Führungskräfte müssen nicht nur Ziele benennen, sie müssen auch die Zusammenarbeit der Mitarbeiter untereinander fördern, so ein weiteres Ergebnis der Studie. Die interne Kommunikation im Unternehmen ist dabei von zentraler Bedeutung. Regelmäßige Mitarbeiterbefragungen können aufdecken, wo im Unternehmen noch Verbesserungspotenziale schlummern.

Je besser es den Führungskräften gelingt, auf die Erwartungen der Mitarbeiter einzugehen, desto positiver nehmen sie auch das Unternehmen wahr und desto positiver sprechen sie über das Unternehmen. "Im Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte ist dieser Befund von besonderem Interesse", so Prof. Steinkamp. "Wenn man nach Außen gut dastehen möchte, sollte man sein Haus auch nach Innen gut bestellt haben. Die Öffentlichkeitsarbeit fängt bei den Führungskräften an".

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Isabelle Diekmann
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