An die Schürzen, fertig, los!

Teilnehmer der International Summer University der Hochschule Osnabrück begeben sich auf kulinarische Reise durch Europa
In der Großküche kochen jeweils zwei ISU-Teilnehmer
unterschiedlicher Nationalität zusammen ein Gericht. Haeri Park (rechts)
kommt aus Südkorea, Jian Soares aus Australien (lifePR) (Osnabrück, ) Schürze umgebunden, Rezept ergattert und ran an den Kochlöffel. Bei der International Summer University (ISU) der Hochschule Osnabrück steht nicht nur Fachunterricht auf dem Programm. Die internationalen Gäste sollen auch die vielfältige europäische Kultur kennenlernen. Dazu gehört natürlich auch die Küche. Unter dem Motto "eine kulinarischen Reise durch Europa" haben die Gäste am Dienstagabend in der Evangelischen Familienbildungsstätte verschiedene landestypische Gerichte kennengelernt.

Ein lautes englisches Stimmengewirr mischt sich mit dem Geruch von Knoblauch und angebratenen Pilzen. In der Großküche wird eifrig geschnippelt, geknetet und gerührt. Die Studierenden tragen bunte Kochschürzen. Jeweils zwei ISU-Teilnehmer unterschiedlicher Nationalität versuchen sich an einem Rezept. Auf der Liste stehen unter anderem spanische Hackfleischbällchen, eine polnische Pilzsuppe und ein deutscher Kartoffelsalat. "Ich kann eigentlich nur Fertignudeln kochen", scherzt Teilnehmerin Samantha Brooke Heuring. Passend zu ihrem Studium in der Heimat hat die Studentin aus Indiana an der Hochschule Osnabrück den Schwerpunkt "Healthcare Management" belegt. Warum sich die 20-Jährige für die ISU in Osnabrück entschieden hat? "Es ist spannend in so kurzer Zeit so viele junge Leute aus unterschiedlichen Kulturen kennenzulernen. Außerdem erfahre ich viel über die deutsche Geschichte. So schöne alte Gebäude wie in Osnabrück findet man bei uns in den USA nirgendwo." Die Amerikanerin wagt sich mit ihrer australischen Kochpartnerin Varsha Natarajan an tschechische Kartoffelpuffer.

"Wir haben die Kochgruppen bewusst international gemischt, damit die Studierenden schneller mit Teilnehmern aus den anderen Ländern in Kontakt kommen", erklärt Organisatorin Anne Rullert. Ihre studentische Hilfskraft, Michael Konermann, ergänzt: "Die ISU ist eine tolle Gelegenheit, um die Englischkenntnisse zu verbessern. Man traut sich hier viel freier zu sprechen, denn beim gemeinsamen Kochen ist die Grammatik Nebensache." Der Masterstudent war vor zwei Jahren selbst ISU-Teilnehmer. "Damals habe ich einige Koreaner kennengelernt, die mich neugierig auf ihr Land gemacht haben. Deshalb werde ich im Sommer für ein Semester nach Seoul gehen."

Auch in diesem Jahr sind unter den 51 Teilnehmern Studierende aus Südkorea. Außerdem kommen die Gäste aus Großbritannien, Tunesien, Bulgarien, Argentinien, den USA und Australien. "Ich freue mich besonders, dass zum ersten Mal Gäste aus Australien an der ISU teilnehmen. Einige Physiotherapie-Studentinnen der Hochschule Osnabrück haben ein Auslandssemester in Perth verbracht und die Werbetrommel für ihre Heimathochschule so gut gerührt, dass gleich 17 Australier nach Osnabrück gekommen sind", berichtet Anne Rullert.

Dozentin Christine Pickard begleitet ihre australischen Studierenden. "Ich war am Anfang unsicher, wie die Teamarbeit mit Teilnehmern aus so unterschiedlichen Herkunftsländern klappen würde. Die Sorge war wohl unberechtigt. Es ist toll zu sehen, wie offen alle sind und wie schnell sie aufeinander zugehen. Auch der fachliche Austausch mit Lehrenden aus anderen Ländern ist eine tolle Bereicherung für mich."

Die International Summer University der Fakultät "Wirtschafts- und Sozialwissenschaften" findet noch bis zum 10. August statt.

Kontakt

Hochschule Osnabrück Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) Geschäftsstelle
Postfach 1040
D-49009 Osnabrück
Julia Ludger
Hochschule Osnabrück
GB Kommunikation
Anne Rullert
Koordinatorin der International Summer University

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