Grenzenlose Begeisterung für Roboter

Osnabrücker Hochschulen erhielten Sonderpreis beim »SICK Robot Day«
Das fachübergreifende Team der Hochschule und der Universität Osnabrückerhielt beim internationalen SICK Robot Day 2012 einen Sonderpreis.Dabei waren Michael Stypa (Uni), Thomas Wiemann (Uni), Andreas Linz(HS), Andreas Trabhardt (HS), Martin Günther (Uni), Marcel Mrozinski(Uni), Dietrich Schrul (Uni), Hendrik Oltmann (HS) und Jochen Sprickerhof (Uni) (lifePR) (Osnabrück, ) Auf dem Gebiet der Robotik arbeiten die Hochschule und die Universität Osnabrück eng zusammen: sowohl auf wissenschaftlicher als auch auf studentischer Ebene. Jetzt hat ein gemeinsames Team beider Osnabrücker Hochschulen einen Sonderpreis beim internationalen Wettbewerb »SICK Robot Day« erhalten.

Alle zwei Jahre lobt der renommierte Hersteller von Sensoren, die SICK AG aus dem baden-württembergischen Waldkirch, einen Wettbewerb aus. Im Internet veröffentlicht das Unternehmen dabei eine knifflige Aufgabe für autonome Roboter. Ein gutes halbes Jahr haben dann Teams aus aller Welt Zeit, solche selbstgesteuerten Roboter herzustellen und zu programmieren, um beim Wettbewerb ihre Kräfte zu messen.

Beide Osnabrücker Hochschulen haben schon am SICK Robot Day erfolgreich teilgenommen. 2007 hat das Uni-Team den zweiten Platz belegt; die gleiche Platzierung erzielte zwei Jahre später der Hochschul-Wissenschaftler Andreas Linz mit seinem Roboter »Zero2Nine«. Beim diesjährigen Wettbewerb sind die beiden Hochschulen gemeinsam angetreten: Informatik- und Mechatronik-Studenten entwickelten von Februar bis Oktober einen Roboter fürs Billard-Spiel einer besonderen Art.

Die Aufgabe der SICK AG hatte es in sich: Roboter sollten in einer überdachten Arena farbige Bälle in entsprechend markierte »Taschen« befördern. Dabei mussten bei jedem Durchlauf drei Roboter gegeneinander antreten; Farben wurden ihnen zugeteilt: Für jeden »richtigen« Ball in der eigenen Tasche gab es Punkte, für eingefangene Bälle der Gegner Punkteabzug. Es galt, zahlreiche Spielregeln zu berücksichtigen: Wie groß dürfen Roboter sein? Wie sollen sie sich bei Gefahr einer Kollision verhalten? Welche Hilfsmittel stehen zur Verfügung? - Zu all diesen und vielen anderen Aspekten gab es strenge Vorschriften.

»Etliche Wochen Vollzeit haben die Studenten an der Aufgabe gearbeitet«, sagt Thomas Wiemann, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Informatik der Universität Osnabrück. Die von ihm mitbebetreute Uni-AG »Wissensbasierte Systeme« befasste sich mit der Frage: Wie kann der Roboter Bälle und die eigene 'Tasche' erkennen und diese anfahren? Die Mechatronik-Studenten der Hochschule mit Team-Leiter Andreas Linz entwickelten die Hardware zum Aufnehmen der Bälle und die benötigte Ansteuerungs-Software. In einem Raum, wo die Hochschul-Studenten sonst ihre Roboter für den internationalen Field Robot Event entwickeln, wurde eine Testarena aufgebaut, um den neuentwickelten Roboter namens Kurt unter Wettkampfbedingungen zu testen.

Der hohe Aufwand hat sich gelohnt: Beim Wettbewerb, an dem 15 Hochschulteams aus Tschechien, Italien und Deutschland teilnahmen, erhielt das Osnabrücker Team "Ball Collector 3000" einen Sonderpreis. Es hat sich gezeigt: Nicht nur die Robotik-Fachleute beider Hochschulen profitieren von ihrer Kooperation - auch Studenten der Informatik und Mechatronik haben in einem interdisziplinären Team einen beachtlichen Erfolg erzielt. Und die beiden Betreuer, Andreas Linz und Thomas Wiemann, wollen auch beim nächsten SICK Robot Day wieder mit einer gemeinsamen Mannschaft antreten.

»Die Chemie stimmt: sowohl beruflich als auch persönlich.« So beschreibt Thomas Wiemann, die Kooperation mit dem Labor für Mikro- und Optoelektronik der Hochschule Osnabrück. Und auch Andreas Linz, der im Hochschullabor an intelligenten Sensorsystemen arbeitet, bestätigt: »Wir ergänzen uns fachlich sehr gut und die Zusammenarbeit macht richtig Spaß!« Ihre Chefs, die Professoren Dr. Joachim Hertzberg von der Uni und Dr. Arno Ruckelshausen von der Hochschule, haben bereits in der Vergangenheit gemeinsame Projekte verwirklicht.

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Lidia Uffmann
Hochschule Osnabrück
Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik

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