GEO-T Expo gibt erste Messe-Schwerpunkte bekannt: Internationale Wachstumsmärkte stehen im Blickpunkt

(lifePR) (Essen, ) Die GEO-T Expo startet vom 12. bis 14. November 2013 mit einem klaren Fokus auf die internationalen Wachstumsmärkte der Geothermie in den nächsten fünf Jahren. Dazu gehören neben Italien, Island und der Türkei insbesondere die Länder Mittelamerikas.

Erste Einzelheiten zu den Messe-Schwerpunkten präsentierte Klaus Reich, Geschäftsbereichsleiter der Messe Essen, jetzt bei einer Sitzung des international besetzten Beirates in Essen: "Insbesondere für die Türkei erwarten wir bis 2015 ein sprunghaftes Wachstum der auf der Basis der Geothermie installierten elektrischen Leistung von derzeit rd. 80 MW auf knapp 610 MW. Wir haben vielversprechende Gespräche mit offiziellen türkischen Stellen aufgenommen, um dieses Potenzial auch auf der Messe sehr deutlich werden zu lassen".

Reich verweist bei seinen Ausführungen auf die Erwartungen, die der europäische Geothermie Dachverband EGEC Ende 2011 veröffentlichte. Danach wird Italien seine dominierende Stellung bei geothermischen Lösungen auch 2015 verteidigt haben. Die europäischen Experten gehen davon aus, dass neben der Türkei auch Island seine geothermischen Erzeugungskapazitäten signifikant steigern wird.

Reich: "Die GEO-T Expo wird sich als reine Fachmesse, die die gesamte Wertschöpfungskette der Geothermie abbilden wird, ganz eindeutig den industriespezifischen und weniger den energiepolitischen Themen widmen". Deutschland sei zwar ein gutes Beispiel dafür, dass diese beiden Faktoren zwei Seiten einer Medaille seien und damit nicht voneinander getrennt betrachtet werden könnten. Aber: "Der Investitionsbedarf weltweit ist dermaßen hoch, dass es unbedingt eines Kommunikationsforums für den Sektor Geothermie bedarf."

Ein weiterer Schwerpunkt werde, so Reich, auf einem Side-Event liegen, dass die Geothermie in Zentralamerika in den Fokus rücke. "Gemeinsam mit dem Internationalen Geothermiezentrum Bochum ist es uns gelungen, die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit GIZ dafür zu gewinnen, im Rahmen der GEO-T Expo ein Fachforum zu den Potenzialen der Geothermienutzung in Zentralamerika zu veranstalten."

Dabei werden Vertreter staatlicher Institutionen sowie privater Unternehmen aus u.a. Costa Rica, EL Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua und Panama die wirtschaftlichen und die geologischen Voraussetzungen sowohl im Hoch- als auch Niederenthalpiebereich in den Blick nehmen.

Im Beirat der GEO-T Expo sind Vertreter folgender Unternehmen und Institutionen vertreten: IGA, EnergieAgentur.NRW, GZB, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, GtV, Atlas Copco, DESERTEC, Deutsches Geoforschungszentrum, DMT, Turboden, CanGEA/ThinkGeoEnergy, Rödl & Partner, GIZ, Balcke-Dürr/SPX, GEA, GPC IP.

GEO-T Pedia:

Enthalpie

Die Enthalpie (von altgriechisch 'erwärmen', 'erhitzen'), auch Wärmeinhalt genannt, ist ein Maß für die Energie eines thermodynamischen Systems. Sie wird in der Regel durch den Buchstaben H (Einheit: Joule, J) symbolisiert, wobei das H vom englischen heat content abgeleitet ist.

Hydrothermale Systeme mit hoher Enthalpie bedeutet die Nutzung von Dampf- oder Zweiphasensystemen zur Stromerzeugung; in Deutschland nicht vorhanden. Petrothermale Systeme: Überwiegend Nutzung der im Gestein gespeicherten Energie. Beispiele für diese Nutzungssysteme sind:

Hot-Dry-Rock-Systeme (HDR) oder Enhanced-Geothermal-Systems (EGS): Es handelt sich hierbei um eine Energiegewinnung aus dem Gestein selbst; sie ist also weitgehend unabhängig von Wasser führenden Strukturen. Das heiße Gestein (häufig das kristalline Grundgebirge) wird als Wärmetauscher genutzt. HDR-Systeme werden primär zur Stromerzeugung eingesetzt.

Hydrothermale Systeme mit niedriger Enthalpie nutzen im Wesentlichen das im Untergrund vorhandene Wasser. Dies erfolgt meist direkt (gegebenenfalls über Wärmetauscher), zur Speisung von Nah- und Fernwärmenetzen, zur landwirtschaftlichen bzw. industriellen Nutzung oder für balneologische Zwecke; ab ca. 100 °C ist eine Verstromung möglich.

Quelle: www.geothermie.de/...
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