15. Internationaler Wintersprachkurs an der Hochschule Osnabrück

Studierende aus 22 Nationen verbessern ihre Deutschkenntnisse - Gäste aus Sibirien genießen "herbstliche" Temperaturen
Zwischen Surgut, der Heimat von Olga Kiseeva, Nadezda Lumikovskaya, Iuliia Vishnevetckaya, Maria Novgorodtseva und Viktoria Botunova (von links), und Osnabrück liegen über 5000 Kilometer. Foto: Julia Ludger (lifePR) (Osnabrück, ) Bei minus 30 Grad sind Deutsch-Dozentin Olga Kiseeva und ihre vier Studentinnen Anfang Februar aus Sibirien zum Internationalen Wintersprachkurs nach Osnabrück aufgebrochen. Seit drei Wochen feilen sie nun an der Hochschule Osnabrück an ihren Deutschkenntnissen. Auf dem Westerberg bekommen die Studierenden nicht nur einen Einblick in die deutsche Sprache und Kultur, sondern erfahren auch viel über die Heimatländer der anderen Kursteilnehmer. Für den 15. Internationalen Wintersprachkurs, der vom Central International Office der Hochschule organisiert wird, haben sich insgesamt 53 Studierende aus 22 Nationen eingeschrieben.

Während die meisten Teilnehmer nach dem vierwöchigen Intensivunterricht ein Studium an der Hochschule Osnabrück aufnehmen, sind Olga Kiseeva, Nadezda Lumikovskaya, Iuliia Vishnevetckaya, Maria Novgorodtseva und Viktoria Botunova extra für den Sprachkurs nach Osnabrück gekommen. Warum gerade die Friedensstadt? "Ich habe in meinem Deutschseminar an der staatlichen Universität Surgut den Roman 'Drei Kameraden' von Erich Maria Remarque durchgenommen und war neugierig auf die Heimatstadt des Schriftstellers", berichtet Kiseeva. Bei ihrer Internetrecherche ist sie auf Osnabrück und den Wintersprachkurs an der Hochschule gestoßen. "Durch das Angebot der Hochschule kann ich nicht nur Remarques Geburtsort kennenlernen, sondern auch viel für meine Lehrtätigkeit mitnehmen", so die Deutschlehrerin. Nach Surgut kämen leider nur wenig deutsche Touristen, sodass sie die Zeit in Osnabrück besonders dafür nutzen will, aktuelle Umgangssprache kennenzulernen.

Im Gegensatz zu Kiseeva sind ihre vier Begleiterinnen zum ersten Mal in Deutschland. Zwei von ihnen waren noch nie im Ausland. Deshalb genießen sie vor allem den interkulturellen Austausch. "Wir kochen abends im Gästehaus mit jungen Leuten aus der ganzen Welt und lernen so viel über das Leben in anderen Ländern", erzählt Viktoria Botunova. Die Hochschule bietet den Sprachschülern nicht nur täglichen Deutschunterricht auf fünf verschiedenen Niveaustufen, sondern auch viele Ausflüge an. Neben Münster, Bremen und Amsterdam wird den jungen Frauen aus Russland vor allem ein Trip besonders in Erinnerung bleiben. "Wir waren am Rosenmontag in Köln. Der deutsche Karneval ist wirklich ein Erlebnis", sind sich alle Fünf einig. Worüber sie sonst noch erstaunt sind? "Dass sonntags alle Geschäfte geschlossen sind. Wir vergessen immer etwas zu essen für den Sonntag zu kaufen und mussten so bislang jedes Wochenende essen gehen", lacht Nadezda Lumikovskaya. Woran sie sich hingegen gerne gewöhnen würden, ist der im Vergleich zu Sibirien milde Winter. Das Klima in Osnabrück sei für sie wie der sibirische Herbst. Bevor es für die Fünf Ende Februar zurück in die Kälte geht, werden sie mit den anderen Sprachkursteilnehmern noch nach Berlin fahren. Doch eins ist sicher: Deutsch-Dozentin Olga Kiseeva wird wiedergekommen, denn in Surgut gebe es noch viele Studierende, die die deutsche Sprache lernen und neugierig auf Deutschland seien.

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