Brasilien: Das Ehrengastland der Frankfurter Buchmesse

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Vom 9. bis zum 13. Oktober treffen sich, wie jedes Jahr im Herbst, Vertreter der Buchbranche aus der ganzen Welt. Dabei wird ein Pavillon auf dem Messegelände als Präsentationsplattform des Ehrengastlandes Brasilien fungieren. Entspannung und Inspiration finden Messebesucher in verschiedenen Kunstausstellungen in der Stadt, die auch noch nach dem Ende der Buchmesse besucht werden können.

Unter dem Motto "Brasilien - Ein Land voller Stimmen" stellen die Veranstalter der diesjährigen Frankfurter Buchmesse das südamerikanische Land in den Mittelpunkt der Präsentation. In einem Pavillon auf dem Messegelände entdecken interessierte Gäste Literatur und Kultur Brasiliens. Auf den Spuren des größten Staates Lateinamerikas können Besucher der Stadt im Herbst aber auch an anderen Orten mitten im Stadtkern wandeln.

Im Rahmen des Gastlandauftritts anlässlich der diesjährigen Buchmesse präsentieren gleich mehrere Museen Ausstellungen von verschiedenen Kreativen des Brasiliens. Dabei reicht die Spanne von den 1960er Jahren bis hin zu zeitgenössischen Positionen.

Bereits seit dem 5. September und noch bis zum 27. Oktober nimmt die Schirn Kunsthalle im Zuge der Ausstellung "Street-Art Brazil" Graffiti-Kunst in den Fokus. Brasiliens Großstädte beherbergen eine der weltweit lebendigsten und künstlerisch interessantesten Szenen im Bereich der Street-Art im öffentlichen Raum. Die Arbeiten der Künstler unterscheiden sich sowohl inhaltlich als auch ästhetisch wesentlich von der amerikanischen und europäischen Street-Art-Szene. Ausgehend von der Schirn Kunsthalle findet man Werke dieser Ausstellung im gesamten Frankfurter Stadtraum wieder, so zum Beispiel auf U-Bahnen des städtischen ÖPNV. Zahlreiche brasilianische Künstler wurden nach Frankfurt am Main geladen und übertrugen vor Ort Bildmotive auf Fassaden und Objekte des öffentlichen Raums.

Vom 2. Oktober 2013 bis zum 5. Januar 2014 zeigt die Schirn Kunsthalle daneben mit "Brasiliana. Installationen von 1960 bis heute" eine weitere Gruppenausstellung verschiedener brasilianischer Künstler. Die Besucher bewegen sich durch sinnlich erfahrbare Räume und begehbare Installationen und erleben "Kunst als Erfahrung". Gleichzeitig thematisieren die Künstler mit ihren Arbeiten auch politische, soziale und ethische Fragestellungen und regen eine interaktive Auseinadersetzung zwischen Kunstwerk und Besucher an. Die Schirn Kunsthalle spannt in der Ausstellung einen Bogen ausgehend von den Installationen der frühen 1960er Jahre bis hin zu jüngsten künstlerischen Positionen.

Vom 28. September 2013 bis zum 12. Januar 2014 zeigt das Museum für Moderne Kunst (MMK) die Ausstellung "Hélio Oiticica. Das große Labyrinth" und präsentiert damit die bislang umfassendste Retrospektive des bedeutendsten brasilianischen Künstlers der Nachkriegszeit. Oiticica, zu Beginn seiner Tätigkeiten noch als Maler tätig, begann bereits in den frühen 1960er Jahren Überlegungen anzustellen, die seine Kunst vom Zweidimensionalen ins Dreidimensionale überführen sollten. Er wurde damit zu einem der Vorreiter partizipativer Kunst, einer Kunst, die durch aktive Teilnahme des Betrachters neue Erfahrungsräume öffnet. Sein Werk reicht von frühen neokonkreten, abstrakten Malereien über frei im Raum schwebende Reliefs, den "Bilaterais" und "Relevos Espaciais" bis hin zu begehbaren Rauminstallationen, den sogenannten "Penetráveis".

Zur gleichen Zeit wie Joseph Beuys in Deutschland strebte Oiticica danach, einen abgeschlossenen Werkcharakter aufzulösen und die Kunst für die Gesellschaft sowie die Gesellschaft für die Kunst zu öffnen. Ergänzung findet die Ausstellung des MMK in Form von drei begehbaren Außenarbeiten, die seit dem 31. August noch bis zum 27. Oktober 2013 im Palmengarten präsentiert werden und zur Interaktion einladen.

Seit dem 21. September 2013 und noch bis zum 2. Februar 2014 können designinteressierte Besucher die Ausstellung "alex wollner. brasil. design visual" im Museums Angewandte Kunst (MAK) besuchen. Alexandre Wollner, 1928 in São Paulo geboren, ist weltweit einer der wichtigsten und erfolgreichsten Grafikdesigner der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er spielte eine herausragende Rolle bei der künstlerischen, kulturellen und ökonomischen Begründung des modernen brasilianischen Designs und hat bis heute einen enormen Einfluss auf die Designszene Brasiliens. In Südamerika genießt Wollner hohe Popularität, hierzulande jedoch gilt es noch, sein Werk in ganzer Breite zu entdecken. Zu sehen sind rund 120 Arbeiten des Designers aus den Bereichen Malerei, Fotografie und Gestaltung. Seine Arbeiten sind noch heute von hoher Bedeutung, weil sie sich durch einen umfänglichen Designbegriff und eine konsequente Designhaltung wie auch internationalistischen Funktionalität auszeichnen. Damit schuf Wollner eine Mitvoraussetzung für eine globale Kommunikationsfähigkeit.

In Form der vielen Ausstellungen können Gäste sowie Frankfurterinnen und Frankfurter das Ehrengastland der Buchmesse auch außerhalb des Messegeländes mitten in der Stadt erleben.

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Elena Rupprecht
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