Land will Abiturientinnen und Abiturienten aus Nichtakademikerfamilien Einstieg ins Studium erleichtern

Hochschule Osnabrück unterstützt dank Förderung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur noch mehr Studierende der ersten Generation
(Von links) Dr. Karin Beck, Geschäftsführende Leiterin Leuphana College, Anika Werner, Projektkoordinatorin ArbeiterKind.de, und Prof. Dr. Alexander Schmehmann, Vizepräsident der Hochschule Osnabrück, haben auf Einladung der Staatssekretärin Andrea Hoops in Göttingen ihre Projekte für Studierende aus Nichtakademikerfamilien vorgestellt (lifePR) (Göttingen/Osnabrück, ) Die Niedersächsische Landesregierung will Abiturienten und Abiturientinnen aus Nichtakademikerfamilien gezielt unterstützen, damit sie ein Studium aufnehmen. "Die Studien- und Berufswahl hängt immer noch stark von der sozialen Herkunft ab. Abiturienten und Abiturientinnen, deren Eltern nicht studiert haben, stehen bei ihrer Berufs- und Studienwahlentscheidung vor anderen Herausforderungen als diejenigen, die an den Studienerfahrungen ihrer Eltern teilhaben können", sagte die Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK), Andrea Hoops, in Göttingen. Viele wüssten zu wenig über Studienwahl und Studienfinanzierung oder würden sich kein Studium zutrauen.

Deshalb fördert das Land in den nächsten drei Jahren elf Projekte zur Erleichterung des Einstiegs ins Studium von Abiturientinnen und Abiturienten aus Nichtakademikerfamilien mit insgesamt drei Millionen Euro. Drei der Projekte wurden jetzt bei einer Pressekonferenz des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur in Göttingen vorgestellt.

Mit dabei war auch das Projekt "Erfolgreich ins Studium" der Hochschule Osnabrück. "Wir freuen uns sehr, dass wir dank der Fördersumme in Höhe von rund 338.000 Euro noch mehr Studierende der ersten Generation bei ihrem Studienbeginn unterstützen können", so Projekt-Initiator und Vizepräsident für Studium und Lehre, Prof. Dr. Alexander Schmehmann.

"Erfolgreich ins Studium" soll speziell Schülerinnen und Schüler aus Nichtakademikerfamilien zu einem Studium im MINT-Bereich ermutigen. Durch Angebote im Schüler-Forschungs-Zentrum Osnabrück soll bei ihnen frühzeitig das Interesse an Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik geweckt werden. Ein zweiter Baustein des Konzepts bezieht sich auf die Phase der Berufsorientierung. Durch eine verstärkte Kooperation mit Schulen möchte die Hochschule bei potentiellen Studierenden der ersten Generation Schwellenängste abbauen und das Vertrauen in ihre MINT-Kompetenzen stärken.

Das Projekt hat aber auch die Studieneingangsphase fest im Blick: "An der Hochschule Osnabrück wollen wir unsere Kräfte bündeln, um nicht nur frühzeitig Schülerinnen und Schüler aus Nichtakademikerfamilien für ein Studium zu interessieren, sondern sie dann, begleitet durch ältere Studierende, auch gut in das Studium einzuführen und zum Ziel zu bringen", erläutert Prof. Barbara Schwarze, Professorin für Gender und Diversity Studies und Projektleiterin. In Zusammenarbeit mit dem LearningCenter der Hochschule soll es deshalb ein Gruppen-Mentoring-Programm geben, bei dem Studierende höherer Semester wertvolle Tipps und Motivationshilfen an die Erstsemester weitergeben. Das Projekt ist im Februar an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Informatik gestartet. Die Erkenntnisse sollen später auf die gesamte Hochschule übertragen werden.

"Das Projekt hat die Expertengruppe überzeugt, weil es viele relevante Stellen an der Hochschule integriert und an wichtigen Schaltstellen ansetzt", so die Förderbegründung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur. Weitere vom MWK geförderte Vorhaben werden angeboten an den Hochschulstandorten in Braunschweig, Salzgitter, Göttingen, Hannover, Hildesheim, Lüneburg, Osnabrück (Universität), Oldenburg und Wilhelmshaven.

Aktuelle Forschungsergebnisse des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) unterstreichen die Bedeutung dieser geförderten Projekte: Haben Kinder von Akademikern die gymnasiale Oberstufe erfolgreich abgeschlossen, so studieren etwa 84 Prozent. Hat keiner der Eltern studiert, studieren lediglich 37 Prozent. Selbst bei sehr guten Abiturnoten ist die Studienneigung deutlich geringer, wenn die Eltern nicht studiert haben.

Weitere Informationen zu allen zur Förderung ausgewählten Projekten unter http://tinyurl.com/p42psqu

Weitere Informationen zu dem Projekt "Erfolgreich ins Studium"
der Hochschule Osnabrück:

Prof. Barbara Schwarze
Professorin für Gender und Diversity Studies

Telefonnummer: 0541 969-2197
E-Mail: ba.schwarze@hs-osnabrueck.de

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