Wuppertaler Abendgespräch

(lifePR) (Leverkusen, ) .
- Standortleiter Dr. Klaus Jelich blickt optimistisch in die Zukunft
- Rekordinvestition von rund 300 Millionen Euro
- Kontinuierlicher Ausbau zum bedeutenden Biotech-Standort / Ein Plus von 161 Beschäftigten im Vorjahresvergleich / Bayer HealthCare weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber

Bayer HealthCare plant im Jahr 2014 rund 300 Millionen Euro an seinem Standort in Wuppertal zu investieren. Allein knapp 240 Millionen Euro fließen in Neubau- und Erweiterungsmaßnahmen. 60 Millionen Euro dienen der Instandhaltung. "Mit dieser bisher höchsten jährlichen Investition am Standort in Wuppertal rüsten wir uns für die Zukunft und reihen uns damit in eine Gruppe von bedeutenden Biotech-Standorten in der Welt ein", betonte Dr. Klaus Jelich, Standortleiter Bayer HealthCare in Wuppertal, am 15. Mai 2014 beim traditionellen Abendgespräch vor Journalisten. "Unser Ziel, zum Wohle der Patienten innovative Medikamente zu erforschen, zu entwickeln und sicher herzustellen, verfolgen wir konsequent weiter", ergänzte er.

Im Vergleich zum Jahr 2013 werden die Gesamtaufwendungen dabei um 125 Millionen Euro steigen. Seit 2009 sind damit die jährlichen Investitionen stetig angestiegen und belaufen sich in den zurückliegenden sechs Jahren auf insgesamt rund 820 Millionen Euro. "Dies verdeutlicht den Stellenwert unseres integrierten Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsstandorts für chemisch und biotechnologisch hergestellte Wirkstoffe für das Unternehmen", so Jelich.

Diese fortlaufenden Investitionen haben sich bislang gelohnt: Die Wirkstoffe für sieben der 15 umsatzstärksten Bayer HealthCare-Pharmaprodukte werden in Wuppertal hergestellt. Zu ihnen gehören der orale Gerinnungshemmer Xarelto®, das Krebsmedikament Nexavar® zur Behandlung von Nieren- und Leberzellenkrebs, der Blutdrucksenker Adalat®, die Antibiotika Avalox® zur Behandlung von Atemwegsinfektionen und das Diabetesmedikament Glucobay®. Als Forschungs- und Entwicklungsstandort zeigt sich die Bedeutung von Wuppertal in Neuzulassungen für weitere Indikationen von Medikamenten aus Krebsforschung und Herzkreislauf-Pipeline:

Ende April hat das Unternehmen eine Zulassungsempfehlung in der Europäischen Union (EU) für Sorafenib zur Behandlung des differenzierten Schilddrüsenkarzinoms erhalten. Die endgültige Entscheidung der Europäischen Kommission wird für Mitte 2014 erwartet. In den USA ist Sorafenib in dieser Indikation bereits seit November 2013 zugelassen. Ende März dieses Jahres erfolgte die offizielle Bekanntgabe der Zulassung des Lungenhochdruck-Medikaments Adempas® (Wirkstoff: Riociguat) in Europa für bestimmte Formen der pulmonal arteriellen Hypertonie sowie bei inoperabler oder postoperativ wieder auftretender chronisch thromboembolischer Hypertonie. Ebenfalls in diesem Jahr erfolgte die offizielle Bekanntgabe der Zulassung von Stivarga und Xofigo zur Therapie von metastasiertem Darmkrebs bzw. Prostatakrebs sowie Eylea aus der Augenheilkunde. Zudem befinden sich weitere Arzneimittelkandidaten in verschiedenen Phasen der Entwicklung.

Zahlreiche Großprojekte machen den Standort fit für die Zukunft

Mit einer Vielzahl von Projekten rüstet sich der Standort für die wachsenden Aufgaben in der Zukunft. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei in Kapazitätserweiterungen in der Chemischen und Pharmazeutischen Entwicklung sowie in der Wirkstoffproduktion. "Damit reagieren wir auf die erwartete wachsende Produktnachfrage durch aktuelle Neuzulassungen sowie die gut gefüllte Entwicklungspipeline von Bayer HealthCare", erklärte Jelich.

Einige Beispiele:

Zur Erweiterung der Forschungs- und Entwicklungskapazität und zur weiteren engen Verzahnung von Forschung, Entwicklung und Produktion hat Bayer HealthCare im Werk an der Wupper ein neues Laborgebäude mit fünf Nutzungsetagen. Unter einem Dach entwickelt das Unternehmen dort zukünftig Wirkstoffe und Formulierungen. Das Gebäude mit den Ausmaßen von 39 Meter Länge, 24 Meter Breite und 32 Meter Höhe passt sich in die bereits vorhandene Silhouette der Werksrandbebauung ein. Nach bereits erfolgtem Richtfest zum Abschluss der Rohbauarbeiten sind Fachleute zurzeit damit beschäftigt, die Technik, Rohrleitungen und Apparaturen zu installieren. Die Inbetriebnahme ist für den Herbst 2015 vorgesehen. Zudem wurde in einem Programm über 4 Jahre bereits die Modernisierung der ersten von vier Laboretagen der Chemischen Entwicklung im laufenden Betrieb fertig gestellt. Ausgestattet mit einer Labortechnik auf neustem Stand ermöglichen die Räumlichkeiten mehr Flexibilität und Effizienz bei hoher Auslastung mit Entwicklungsprojekten.

Mit einer weiteren Großinvestition baut Bayer zusätzliche Produktionskapazitäten für seine Entwicklungsprodukte mit dem rekombinanten Faktor VIII (rFVIII) aus. Das rekombinante Protein wird für die Behandlung von Hämophilie A eingesetzt und wirkt damit gegen die so genannte Bluterkrankheit. In Wuppertal werden dazu ein Produktionsbetrieb, ein Lager sowie ein Qualitätslaborgebäude errichtet. Die Rohbaumaßnahmen für den Betrieb und das Lager haben Ende 2013 bzw. Anfang 2014 begonnen. Der Baustart für das Qualitätslabor ist für das 4. Quartal dieses Jahres vorgesehen. Bayer HealthCare erwartet in Zukunft ein kontinuierliches Wachstum in diesem Therapiegebiet.

Fertiggestellt ist der Rohbau zur Erweiterung der Produktion von Rivaroxaban (Xarelto®). Der bereits bestehende Mehrzweckbetrieb wird seit Herbst 2012 um zwei weitere Produktionsstraßen für den Wirkstoff Rivaroxaban erweitert. Die mechanische Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2014 vorgesehen. In diesen Tagen finden die Montage der Rohrleitungen sowie der Prozessleittechnik statt. Ab dem 2. Halbjahr 2015 soll mit der Marktversorgung begonnen werden. Mit der Erweiterung und der damit verbundenen Kapazitätserhöhung will Bayer HealthCare dem erwarteten steigenden Bedarf durch weitere Zulassungen des Medikamentes in zusätzlichen Indikationen gerecht werden.

Die geplante Inbetriebnahme des modernisierten Prüfpräparatelagers in Aprath inklusive der Erneuerung der vorhandenen Roboteranlagen trägt maßgeblich dazu bei, die Präparatekapazität sowie die Effizienz in Form kürzerer und schnellerer Zugriffszeiten zu erhöhen.

Zahl der Mitarbeiter um 161 gestiegen

Insgesamt betrug die Zahl der im Forschungszentrum Aprath und im Werk an der Wupper beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund 2.700 (Stand: 31.12.2013). Das bedeutet einen Zuwachs im Vergleich zu 2012 von 161 Beschäftigten. Die Personalstärke stieg im Werk um 114 auf 1.356 Mitarbeiter, im Forschungszentrum in Aprath um 47 auf 1.322 Beschäftigte.

Auch für junge Menschen ist Bayer in Wuppertal weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber: 85 Auszubildende und Starthilfeteilnehmer begannen 2013 eine Ausbildung. Sie hatten sich unter insgesamt 1.198 Bewerberinnen und Bewerbern aus ganz Deutschland durchgesetzt - eine Steigerung gegenüber dem Jahr 2012 um 332 Bewerber. Die Zahl der Biologielaboranten hat sich dabei von 20 auf 29 erhöht, die Plätze für Chemikanten wurden von 12 auf 16 erhöht. Damit standen zum 31.12.2013 insgesamt 229 junge Menschen in einem Ausbildungsverhältnis in den Berufsbildern Chemielaborant, Chemikant, Tierpfleger, Biologielaborant und Kaufleute. Für das Ausbildungsjahr 2014 ist vorgesehen, 79 Auszubildende einzustellen. Bayer HealthCare bleibt damit ein großer und wichtiger Arbeitgeber im Bergischen Land.

Interesse an Naturwissenschaft wecken, ehrenamtliches Engagement fördern

Das Interesse für Naturwissenschaften schon früh zu wecken und mit qualitativ hochwertigen Angeboten zu fördern, hat sich Bayer HealthCare in Wuppertal ebenfalls auf die Fahne geschrieben. Allein im Jahr 2013 konnten über die Bayer Science & Education Foundation sieben Schulprojekte im Umfeld des Standorts mit einer Gesamtsumme von 70.000 Euro unterstützt werden. Dabei steht die Förderung von innovativen Projekten zur Verbesserung des naturwissenschaftlichen und technischen Unterrichts im Mittelpunkt. Ein nachhaltiges Engagement: Seit 2007 konnten insgesamt 26 Lernprojekte mit mehr als 307.000 Euro im Einzugsgebiet von Wuppertal gefördert werden. "Die interessierten Jungforscher von heute sind unsere potenziellen Fachkräfte von morgen. Dafür bilden optimales Equipment, qualitativ hochwertige Rahmenbedingungen und persönliches Engagement wichtige Voraussetzungen", so Jelich.

Einen elementaren Baustein bildet in diesem Zusammenhang auch das Schülerlabor Baylab health. 3.000 Schülerinnen und Schüler aus 112 Schulklassen aller Jahrgangsstufen ab Klasse 3 experimentierten hier im zurückliegenden Jahr unter fachkundiger Anleitung. Die Ferien-Wissenschaftswoche war dabei mit 120 Teilnehmern ebenso begehrt wie die Ferien-Forschertage in Kooperation mit der Universität Wuppertal mit 40 teilnehmenden Jugendlichen. In den praktischen Versuchen standen Experimente zu Chemie, Biologie und Physik auf dem Ferien-Stundenplan.

Besonderes Mitarbeiter-Engagement in ehrenamtlichen Projekten wird ebenfalls honoriert. So zeichnete die Bayer Cares Foundation die beiden Wuppertaler Mitarbeiter Martin Hahn und Dr. Andreas Bäcker sowie die Pensionärin Christel Lettner für ihr beispielhaftes soziales Engagement als Chemie-Dozent an der Junior-Uni Wuppertal, die sinnvolle Nutzung einer Kindergarten-Außenfläche und als Patin für Grundschüler mit Lernschwäche aus. Seit 2007 hat die Bayer Cares Foundation als Sozialstiftung von Bayer insgesamt 267 Ehrenamtsprojekte mit insgesamt über 75.000 Euro im Einzugsgebiet von Wuppertal gefördert.

Bau der Kindertagesstätte "Spatzennest" hat begonnen

Optimale Betreuung für die Jüngsten, bestmögliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf - das sind für Bayer HealthCare die Beweggründe für den Neubau einer Kindertagesstätte. Sie entsteht "In den Birken" in direkter Nähe zum Forschungszentrum Aprath und löst die kleinere Einrichtung ab. Während das bisherige "Spatzennest" Platz für 40 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren anbietet, werden es im neuen Gebäude 60 Betreuungsplätze für Kinder im Alter von vier Monaten bis zur Einschulung sein. Diese Plätze werden nach der Fertigstellung maximal zur Hälfte von Kindern von Bayer-Mitarbeitern belegt werden. Die restlichen Plätze sind für andere Kinder aus der Umgebung bestimmt. Auftakt für den Bau war der erste Spatenstich im September 2013, zum neuen Schuljahr soll der Kindergarten bezugsfertig sein. Bayer HealthCare trägt das Investment von insgesamt rund 2,9 Millionen Euro. Betrieben wird die Einrichtung von der Elterninitiative "Spatzennest e. V.".

Darüber hinaus unterstützt Bayer die Renovierung und den Anbau der Kindertagesstätte "Stoppelhopser e. V." in Wuppertal-Elberfeld mit einem Betrag von rund 500.000 Euro. In der Kita werden die 30 Kinder im Alter von vier Monaten bis zur Einschulung zukünftig mehr Platz zum Spielen haben und sich noch besser entfalten können. Mit einem neuen Eltern-Kind-Büro im Bayer-Forschungszentrum am Aprather Weg kommt Bayer zudem dem Wunsch von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei einem kurzfristigen Betreuungsengpass nach. Arbeiten und Spielen in einem Raum mit der Möglichkeit, über eine spezielle Hotline kurzfristig eine Kinderbetreuung zu organisieren, wird auf diese Weise möglich.

Wuppertal feierte "150 Jahre Bayer"

Das zurückliegende Jahr stand auch ganz im Zeichen des 150. Firmengeburtstages. Dabei kam dem Standort Wuppertal als Wiege des Unternehmens eine ganz besondere Bedeutung zu. Zusammen mit Mitarbeitern, Ehemaligen und Bürgern feierte der Standort in der Historischen Stadthalle mit einem öffentlichen Jubiläumsfest den runden Geburtstag. Zudem ziert seit dem 1. August 2013 - auf den Tag genau 150 Jahre nach der Unternehmensgründung - eine 2,50 Meter hohe Bronzeplastik die Stadt Wuppertal. Das Kunstwerk des britischen Künstlers Tony Cragg ist ein Geschenk von Bayer an die Stadt Wuppertal. Es würdigt den Bayer-Forscher Gerhard Domagk, der 1935 in Wuppertal die antibakterielle Wirkung der Sulfonamide entdeckte und 1939 mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet wurde. Aufgestellt wurde die Skulptur gegenüber dem ehemaligen Wohnhaus Domagks am Zoologischen Garten in Werksnähe.

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Zukunftsgerichtete Aussagen

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