Universitätsklinikum Gießen: Einweihung der neuen Kinderklinik

In wenigen Tagen erfolgt der Umzug der Kinderklinik in den fertiggestellten "Ersten Bauabschnitt" der neuen Universitätsklinik Gießen, nach nur knapp zweijähriger Bauzeit
(lifePR) (Gießen, ) Vor knapp zwei Jahren wurde an der Gießener Feulgenstraße der Startschuss für den großen Neubau des Universitätsklinikums Gießen gesetzt: die alte HNO-Klinik und das alte Kinder-Infektionshaus wurden abgerissen, um Platz für den Neubau zu schaffen.

Mit der heutigen feierlichen Einweihung der neuen Kinderklinik - dem ersten von zwei Bauabschnitten - ist nun ein weiterer Meilenstein in der Umsetzung der großen Vision gelungen. Knapp 7 Monate nach dem Richtfest wurde heute in Anwesenheit von Herrn Ministerpräsident Roland Koch, der Hessischen Sozialministerin und Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Silke Lautenschläger, des Hessischen Innenministers Volker Bouffier, des Gießener Oberbürgermeisters, Herrn Heinz-Peter Haumann, des Präsidenten der Justus-Liebig-Universität Gießen, Prof. Dr. Stefan Hormuth und des Dekans des Fachbereichs Medizin Prof. Dr. Wolfgang Weidner, sowie Vertretern des Bundes- und Landtags, des Gießener Stadtrats, in Anwesenheit des Gießener Regierungspräsidenten, vieler Vertreter der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH und der RHÖN-KLINIKUM AG die neue Kinderklinik feierlich eingeweiht.

Nachdem am Vormittag (09:30 Uhr) Herr Pfarrer Thomas Born (Evangelische Klinikseelsorge) und Herr Pfarrer Matthias Schmid (Katholische Klinikseelsorge) in einer ökumenischen Andacht mit einem Segenspruch den Neubau Kinderklinik einweihten, folgte zu Mittag der große feierliche Festakt.

In die komplette Neuerrichtung der Kinderklinik wurden in den vergangenen zwei Jahren rund EUR 44 Mio investiert (Bau und Ausstattung inkl. Medizintechnik). Das neue Gebäude weist eine Nutzfläche von zirka 13.500 m2 auf, zu seiner Errichtung wurden rund 11.000m3 Beton und rund 1.600 Tonnen Stahl verbaut und Kabel und Leitungen mit einer Gesamtlänge von ca. 630.000 Meter verlegt. Dennoch stellt der heute eingeweihte Klinikneubau nur rund ein Fünftel der gesamten Baumaßnahme "Neubau Universitätsklinikum Gießen" dar[1].

In seiner Begrüßung stellte Gerald Meder, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH und stellvertretende Vorstandsvorsitzende der RHÖN-KLINIKUM AG, die Gesamtkonzeption des Neubaus dar: "Die nun errichteten Strukturen mit ca. 130 pädiatrischen Betten orientieren sich an den Notwendigkeiten und Besonderheiten von kranken Kindern und deren Begleitpersonen." Die bauliche Optimierung ist damit aber noch nicht beendet: Die direkte Anbindung an die durch den künftigen zweiten Bauabschnitt benachbarten Fachdisziplinen optimiert innerhalb von wenigen Monaten die komplette Versorgung von Mutter und Kind. Herr Meder zeigte sich zuversichtlich, dass die weiteren Baumaßnahmen gut voranschreiten und damit die "große Zukunft des heute eingeweihten 'Babys' bald sichtbar wird."

"Die heutige Einweihung des Neubaus der Kinderklinik ist ein wichtiger Schritt in der Erneuerung des Gießener Universitätsklinikums. Damit werden nicht nur die Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten der hier behandelten Kinder, sondern auch der Gießener Universitätsmedizin insgesamt deutlich verbessert", ergänzte der Präsident der Justus-Liebig-Universität Gießen, Prof. Dr. Stefan Hormuth.

Dekan Prof. Dr. Wolfgang Weidner sprach in seinem Grußwort die gelungene Vernetzung von universitärer Forschung und Lehre mit der Krankenversorgung an: "Die neue Strukturen der Kinderklinik, in der patientennahe Lehr- und Forschungsmöglichkeiten flexibel nutzbar und nah an den klinischen Bereich angedockt wurden, schaffen für die Gießener Kliniker und Wissenschaftler die notwendigen Rahmenbedingungen, um dem Bemühungen um Exzellenz in Forschung und Lehre zum Erfolg zu verhelfen."

Der Gießener Oberbürgermeister Heinz-Peter Haumann sprach von einem "historischen Tag" für die Stadt Gießen: "Auch ein Oberbürgermeister ist nicht jeden Tag bei der Einweihung einer Kinderklinik eingeladen." Er sagte dies in dem Wissen, dass innerhalb weniger Monate durch weitere gigantische Investitionen der anschließende Neubau fortgeführt wird. Neben der Verbesserung der Versorgungssituation für die Kinder hob er die Wirtschaftsbelebung der Region durch die großvolumigen Bauaufträge hervor und unterstrich die professionelle Zusammenarbeit zwischen Bauherr, Planern und ausführenden Firmen und der Stadt Gießen.

Der Vorstandsvorsitzende der RHÖN-KLINIKUM AG, Wolfgang Pföhler, unterstrich in seinem Grußwort die Bedeutung des Gießener Klinikneubaus: "Der Neubau ist eine Investition in die Zukunft. Mit der Einweihung heute, stellen wir die Weichen für die Gesundheit unseres Nachwuchses. Das ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu unserem Ziel einer bezahlbaren Spitzenmedizin für jedermann." Pföhler präsentierte die mit hochmoderner Medizintechnik ausgestattete Giessener Kinderklinik als "First Class-Klinik" für alle kleinen Patienten.

Herr Prof. Dr. Klaus-Peter Zimmer, der geschäftsführende Direktor des Zentrums für Kinderheilkunde und Jugendmedizin[2] dankte im Namen der künftigen Nutzer und Patienten für das deutliche Zeichen der Wertschätzung der Gießener Kinderheilkunde: "Wir freuen uns, künftig im neuen Vorzeigeobjekt eines deutschen universitären children's hospital in Gießen arbeiten zu dürfen und sind sicher, dass sich in dem neuen, ansprechenden und kindgerechtem Ambiente und mit den neuen Geräten die Behandlung der Kinder noch weiter verbessern wird."

Ministerpräsident Roland Koch sagte in seiner Rede: "Spätestens mit der Inbetriebnahme dieses Neubaus muss jedem klar sein, dass es der Hessischen Landesregierung mit dem mutigen Schritt der Privatisierung der beiden Universitätskliniken Gießen und Marburg gelungen ist, nicht nur beide Medizinfachbereiche in Mittelhessen zu erhalten, sondern auch die Bedingungen für die Forschung und Lehre sowie die patientenorientierte Krankenversorgung deutlich zu verbessern." Außerdem dankte er der Rhön-Klinikum AG dafür, dass sie für unsere Kinder zuerst gebaut hat.

Aus Sicht von Staatsministerin Silke Lautenschläger, in Personalunion für die Ressorts Soziales sowie Wissenschaft und Kunst zuständig, ist das heute eingeweihte Gebäude ein Sinnbild für die Verbindung von sozialem Versorgungsauftrag der Kliniken und der universitären Medizin - Lehre, Forschung und Krankenversorgung - auf Spitzenniveau.

Innenminister Volker Bouffier, der gleichzeitig Gießener Landtagsabgeordneter ist, freute sich über den Neubau der Kinderklinik in seiner Heimatstadt und beglückwünschte die neuen Nutzer zu dem gelungenen Projekt.

Die Veranstaltung wurde musikalisch durch die Trommler-Gruppe "Griansada do Samba" der Sophie-Scholl-Schule, einer integrativen Schule der Klassen eins bis sechs, die von der Lebenshilfe Gießen getragen wird, begleitet. Einige der Trommler sind selbst Patienten der Gießener Kinderklinik und werden vom sozialpädiatrischen Zentrum zusammen mit der Frühförderstelle der Lebenshilfe betreut. Sie brachten mit ihren Musikstücken zum Ausdruck, dass sie sich auf die neuen Räumlichkeiten des "children's hospital" freuen. Herr Ministerpräsident Koch sprach den Kindern sein ausdrückliches Lob für ihre Leistung aus. Der Vorsitzende der Geschäftsführung, Herr Meder, überreichte der Gruppe schließlich als Zeichen der Anerkennung eine weitere Samba-Trommel.

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