Handwerk zu den Ausbildungschancen von Hauptschülern

Traublinger: "Brauchen tüchtige Lehrlinge"
(lifePR) (München, ) "Bayerns Hauptschülerinnen und Hauptschüler, die gute Noten in Deutsch, Mathematik und Naturwissenschaften haben und über die entsprechenden Sozialkompetenzen verfügen, haben gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz im Handwerk", betont der Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT), Heinrich Traublinger, MdL. Damit stimmt der BHT-Präsident mit Kultusminister Siegfried Schneider, MdL, überein, der in der gestrigen Sitzung des bayerischen Kabinetts die im Bericht "Bildung für Deutschland" geäußerte Einschätzung schlechter Chancen für Hauptschüler als plakativ und unzutreffend zurückgewiesen hatte.

Aktuell kommen rund zwei Drittel aller Lehrlinge im bayerischen Handwerk aus der Hauptschule - in den letzten Jahren hat dieser Anteil sogar noch einmal leicht zugenommen. Dies gilt nicht nur für einzelne Berufsgruppen, sondern nahezu branchenübergreifend. "Damit wird das gute Niveau unserer Hauptschülerinnen und Hauptschüler eindeutig belegt", erklärt der BHT-Präsident. Es stehe jedoch außer Frage, dass der Berufsnachwuchs angesichts steigender Anforderungen in den Handwerksberufen noch besser auf eine Ausbildung vorbereitet werden müsse, so Traublinger. Der BHT-Präsident: "Die im Rahmen der Hauptschulinitiative geplanten Angebote zur Ganztagsbeschulung sowie die individuelle, berufsorientierte Förderung der einzelnen Schülerinnen und Schüler können dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Das bayerische Handwerk braucht tüchtige Lehrlinge aus der Hauptschule."

2007 wurden in bayerischen Handwerksbetrieben insgesamt über 32.000 Lehrverträge neu abgeschlossen - über 21.000 Lehrlinge kamen davon aus der Hauptschule.

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