Agrartechnik der Zukunft: COALA-Symposium der Hochschule Osnabrück widmet sich der Mensch-Maschine-Schnittstelle

Tagung im InnovationsCentrum Osnabrück stößt auf große Resonanz. Gäste aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie weiteres Fachpublikum blicken auf Möglichkeiten und Grenzen moderner Techniken
Im InnovationsCentrum Osnabrück (ICO) hörten die Tagungsgäste interessiert zu. Den Auftakt machte Jun.-Prof. Dr. Jens Krzywinski von der TU Dresden / Während der Veranstaltung stellten sich einige der im ICO ansässigen Unternehmen vor (lifePR) (Osnabrück, ) Landwirten stehen immer leistungsfähigere Assistenzsysteme zur Verfügung, um ihre Maschinen zu bedienen. "Assistenzsysteme sind meiner Meinung nach eines der wenigen technologischen Differenzierungsmerkmale, die wir zukünftig noch haben werden", betonte Prof. Dr. Bernd Johanning jetzt während des COALA-Symposiums. COALA steht für Competence of applied agricultural engineering. Seit 2007 bündelt das Netzwerk die Kompetenzen der Fachgebiete Agrarwissenschaften, Elektrotechnik, Informatik und Maschinenbau an der Hochschule Osnabrück, um agrartechnische Innovationen voranzutreiben.

Unter dem Titel "Assistenzsysteme und Mensch-Maschine-Kommunikation in der Landtechnik" griffen die Veranstalter ein aktuelles Kernthema der Branche für die Reihe der COALA-Symposien auf. Unter der Federführung von Prof. Dr. Clemens Westerkamp wurde ein Tagungsprogramm entwickelt, das auf große Resonanz stieß. Mit mehr als 100 Vertreterinnen und Vertretern der großen regionalen Agrartechnik-Unternehmen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus ganz Deutschland sowie weiterem Fachpublikum war das Symposium frühzeitig ausgebucht. Die Gäste hatten im InnovationsCentrum Osnabrück (ICO) - neben dem Tagungsprogramm - sehr gute Rahmenbedingungen für Gespräche. Zudem präsentierten sich mit bitnamic, CCIsobus e.V., iotec und forsys innovative junge Unternehmen aus dem Bereich der Agrartechnik.

Im ICO skizzierte Jun.-Prof. Dr. Jens Krzywinski von der TU Dresden aus wissenschaftlicher Sicht einige Zukunftstrends. Er machte deutlich, dass es jenseits der bekannten Knöpfe und Terminals in der Fahrerkabine wesentlich mehr Möglichkeiten der Mensch-Maschine-Kommunikation geben kann und wird. Burkhard Stubert von der Firma Embedded Use konzentrierte sich hingegen auf die konkreten Herausforderungen und Lösungsansätze für die interaktive Verbesserung der Fahrerterminals. Hierzu schilderte er dem Publikum seine Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit der Firma Krone.

Bernd Johanning veranschaulichte in seinem Vortrag die technologische Entwicklung in der Landtechnik. "Bei den vergangenen drei Agritechnica-Leitmessen gingen 60 Prozent der Auszeichnungen für Innovationen in die Bereiche Sensorik, Steuerungstechnik und Elektronik.

Davon waren wiederum knapp 40 Prozent Assistenzsysteme." Alle Referenten des Symposiums machten deutlich, dass die Mensch-Maschine-Schnittstelle immer stärker in den Mittelpunkt rückt.

"Qualifiziertes Personal wir künftig knapper werden", benannte Johanning eine Problemstellung. Da Unternehmen aber viel Geld in die Maschinen investieren, ist es unerlässlich, dass diese effizient eingesetzt werden. Johannings abgeleitete These lautete:

"Assistenzsysteme, die komplexe Maschinenfunktionen übernehmen, müssen extrem einfach zu bedienen sein. Es ist ja faszinierend, was man an den Maschinen alles einstellen kann, aber davon müssen wir abrücken." Einen wesentlichen Lösungsansatz sieht der Leiter des Labors für Landtechnik und mobile Arbeitsmaschinen im zunehmenden Einsatz der allgegenwärtigen Konsumerelektronik wie Tablet-PC und Smartphone.

Clemens Westerkamp referierte im Anschluss über "Assistenzsysteme aus Sicht der Hard- und Software" und stellte unter anderem die technischen Hintergründe von Apps vor, die schon jetzt in Ernteverfahren zum Einsatz kommen.

Neben Prof. Dr. Eberhard Wißerodt, Vorsitzender des VDI-Bezirksvereins Osnabrück-Emsland, begrüßte Prof. Dr. Alexander Schmehmann, Vizepräsident für Studium und Lehre der Hochschule Osnabrück, die Tagungsgäste: "Das Kompetenzzentrum COAL A ist eines der Aushängeschilder unserer Hochschule und ein hervorragendes Beispiel, wie wir interdisziplinär zusammenarbeiten." Schmehmann bedankte sich bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Osnabrücker Land sowie bei der Hansalinie e.V., einem Zusammenschluss der Landkreise Cloppenburg, Diepholz, Oldenburg, Osnabrück und Vechta, für die Unterstützung des Kompetenzzentrums COALA.

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Holger Schleper
Hochschule Osnabrück
GB Kommunikation
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