"Think small first" - is beautiful ...

(lifePR) (Kassel, ) "Mit dem Leitgedanken "Zuerst an die kleinen Betriebe denken" (think small first) setzt der Small Business Act (SBA) einen wichtigen Akzent, um die Wettbewerbsfähigkeit von klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) zu stärken!", lobt Gerhard Repp, Präsident der Handwerkskammer Kassel, das kürzlich vorgelegte Maßnahmepaket der EU-Kommission. Es gilt als Meilenstein bei der Umsetzung der Lissabon-Strategie "Wachstum und Beschäftigung". Aufbauend auf 10 übergeordneten Grundsätzen soll die Wettbewerbsfähigkeit von ca. 23 Millionen klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) in der Europäischen Union mit gezielten Maßnahmen deutlich gestärkt werden.

Ansatzpunkte für den SBA sind neben den Strukturfonds- und Forschungsprogrammen auch ein integriertes Programm für lebenslanges Lernen. Die Finanzierungsbasis von Unternehmen soll gestärkt werden u. a. durch den Ausbau der Mezzanine-Finanzierung seitens der Europäischen Investitionsbank. Die staatliche Entwicklung von Finanzierungsinstrumenten zur Deckung von Finanzierungslücken im Bereich von 100.000 bis 1 Million Euro oder auch die steuerlich verbesserten Reinvestitionsmöglichkeiten von Unternehmensgewinnen sollen weitere Elemente sein.

Darüber hinaus stehen einige Vorschläge der EU-Kommission für neue Rechtsvorschriften zur Diskussion. Dazu gehört z. B. die Gruppenfreistellungsverordnung in Bezug auf staatliche Beihilfen, mit der Verfahren vereinfacht und Kosten gespart werden sollen. Mit dem neuen Statut der Europäischen Privatgesellschaft sollen in allen Mitgliedstaaten Europäische Privatgesellschaften, die nach denselben Grundsätzen mit ein und derselben Rechtsform arbeiten, gegründet werden können. Ermäßigte Mehrwertsteuersätze, die auf Leistungen hauptsächlich von KMU auf lokaler Ebene erhoben werden können sollen, sind als weiteres Instrument zur Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit gedacht.

"Der Leitgedanke "think small first" muss zum Leitfaden für alle politischen und verwaltungstechnischen Entscheidungsebenen in der EU werden!", fordert Repp und weiter: "Das Handwerk wird auch auf regionaler Ebene jede Gelegenheit nutzen, seinen Einfluss dahin gehend geltend zu machen. Die spezifischen Belange von KMUs sind leider zu lange nicht ausreichend gewürdigt worden!"

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