Arbeitsmarkt im Februar

(lifePR) (Karlsruhe, )  

 
  • Weniger Menschen haben ihre Arbeit verloren
  • Arbeitslosigkeit bereits wieder gesunken
  • Stellenangebote deutlich angestiegen
Auf dem Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt machte sich im Februar - trotz des wechselhaften Wetters - schon eine leichte Frühlingsstimmung bemerkbar. Von den sonst zu Jahresbeginn üblichen saisonalen Einflüssen war kaum noch etwas zu spüren, die Nachfrage nach Arbeitskräften hat in den letzten vier Wochen deutlich zugenommen.
Gegenüber Januar ging die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt um 435 auf 23.445 Personen zurück. Die Arbeitslosenquote ist dadurch um einen Zehntelprozentpunkt gesunken. Sie liegt mit 4,2 Prozent auf Vorjahresniveau.

„Der Arbeitsmarkt hat sich gut entwickelt. Die Arbeitslosigkeit ist gesunken und die Nachfrage nach Arbeitskräften gewinnt an Fahrt. Die Arbeitslosenzahl ist in erster Linie deshalb gesunken, weil wesentlich weniger Menschen ihre Arbeit verloren haben als im Monat zuvor. Gleichzeitig konnten sich deutlich mehr Personen in Erwerbstätigkeit und damit aus der Arbeitslosigkeit abmelden“, sagt Annette Hanfstein, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt.

Nahezu alle Personengruppen profitierten vom Rückgang. Bei den jungen Arbeitslosen unter 25 Jahren gab es allerdings einen saisonüblichen Anstieg.
„Die verstärkten Arbeitslosmeldungen der jungen Leute waren vorhersehbar. Diese haben ihre zweieinhalb- und dreieinhalbjährigen Ausbildungen abgeschlossen und werden in der Regel in wenigen Wochen neue Arbeitsstellen aufnehmen. In diesen Fällen ist die Arbeitslosigkeit meist lediglich von kurzer Dauer. Trotzdem sollten alle daran arbeiten, dass solche Lücken gar nicht entstehen“, erklärt Hanfstein.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Gesamtbezirk
Im Vergleich zum Vormonat gab es in beiden Rechtskreisen einen Rückgang der Arbeitslosenzahlen. Unter den 23.445 arbeitslosen Frauen und Männern waren 10.107 oder 43,1 Prozent Versicherungskunden – also SGB-III-Kunden. 375 weniger als im Vormonat. Ebenfalls rückläufig, wenn auch geringer, ist die Zahl der Menschen, die Arbeitslosengeld II erhielten. 13.338 Personen - und damit 60 weniger als im Januar - beziehen jetzt Grundsicherungsleistungen.

Die Arbeitslosigkeit ging in den letzten vier Wochen in nahezu allen Personengruppen zurück.
Nur bei den jungen Arbeitslosen unter 25 Jahren spiegelt sich der Rückgang nicht wider. Gegenüber dem Vormonat gab es hier einen Anstieg von 68 Personen. Die Zahl der unter 25-Jährigen blieb aber mit 2.066 jungen Arbeitslosen unter dem Vorjahreswert (-87). Die Jugendarbeitslosenquote liegt aktuell bei 3,4 Prozent.

Im Februar gab es mehr Ab- als Zugänge in die Arbeitslosigkeit. Insgesamt haben sich 6.097 Frauen und Männer erstmals oder erneut arbeitslos gemeldet, 842 oder 12,1 Prozent weniger als im Januar. Den Zugängen steht eine größere Zahl an Abgängen gegenüber. Im Februar konnten rund 6.540 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden, über 1.620 mehr als in den vier Wochen zuvor.
Die positive Stimmung auf dem Arbeitsmarkt macht sich auch bei der Nachfrage nach Arbeitskräften bemerkbar. Betriebe und Verwaltungen suchten im Februar 2.553 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ein Zuwachs zum Vormonat um 876 Vakanzen. Gegenüber dem Vorjahr gibt es jetzt gut 190 Angebote mehr.
Dadurch ist auch das Gesamtangebot an freien Stellen im Bezirk der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt gestiegen. Mit 6.747 liegt es um 14,7 Prozent über dem Vorjahreswert.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den neun Geschäftsstellen
Die positive Entwicklung wirkte sich in fast allen Geschäftsstellen aus. Nur in  Baden-Baden gab es leichte Zuwächse.

Hauptagentur Karlsruhe
Im Bezirk der Hauptagentur Karlsruhe waren am Ende des Berichtsmonats 10.612 Frauen und Männer ohne Arbeit. Das waren 207 Personen weniger als im Januar. Die Arbeitslosenquote liegt unverändert bei 4,8 Prozent.
In den vergangen vier Wochen konnten gut 3.000 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden. 643 mehr als im Januar. Sie haben jetzt wieder Arbeit, besuchen eine berufliche Weiterbildung oder eine betriebliche/schulische Ausbildung. Ein Teil hat sich auch aus persönlichen Gründen aus dem Arbeitsmarktgeschehen zurückgezogen.
Gleichzeitig mussten sich 2.791 Personen in der Karlsruher Hauptagentur neu oder erneut arbeitslos melden;  das waren 234 weniger als einen Monat zuvor.
Der Karlsruher Arbeitgeberservice akquirierte im Februar 1.246 neue Arbeitsstellen. Das bedeutet gegenüber Januar ein Zuwachs von 437 neuen Angeboten. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 210 Stellen mehr. Das Gesamtangebot ist dadurch im Jahresvergleich um 655 Angebote  auf 3.081 gestiegen.

Gesucht werden unter anderem (w/m):

Büro- und Sekretariatskräfte, Fachkräfte für Bauelektrik,   Fachkräfte für Sanitär, Heizung und Klimatechnik, Experten für Sozialarbeit und Sozialpädagogik, Altenpfleger (Fachkräfte),  Fachkräfte für Öffentliche Verwaltung, Buchhalter, Helfer für Lagerwirtschaft, Köche, Bediener von Hebeeinrichtungen (Helfer)

Geschäftsstellen in Mittelbaden
In Mittelbaden hat die Arbeitslosigkeit in den vergangenen vier Wochen leicht abgenommen. 6.470 Frauen und Männer waren zum Stichtag ohne Arbeit; 47 weniger als vor einem Monat. Auf die Arbeitslosenquote hatte dies keine Auswirkung. Sie blieb mit 4,1 Prozent gleich hoch wie im Vormonat.
Vor einem Jahr gab es noch 96 Arbeitslose mehr – die Quote lag damals ebenfalls bei 4,1 Prozent.
Die Nachfrage der regionalen Arbeitgeber nach neuen Mitarbeitern fiel deutlich besser aus als in den Monaten zuvor. Der Arbeitgeberservice konnte rund 660 neue Stellenangebote akquirieren; 250 mehr als im Januar. Das derzeitige Gesamtangebot in Mittelbaden hat sich um 31 auf 1.936 freie Stellen erhöht.
Hier eine Auswahl der neu akquirierten Stellen (w/m) im mittelbadischen Raum:
Bediener von Hebeeinrichtungen (Helfer), Helfer für Metallbearbeitung, Büro- und Sekretariatskräfte, Fachkräfte für Gastronomieservice, Helfer für Chemie- und Pharmatechnik, Köche, Helfer im Verkauf, Fachkräfte für Dialogmarketing, Helfer für Lagerwirtschaft, Fachkräfte für Spanende Metallbearbeitung, Fachkräfte für Holz, Möbel und Innenausbau, Experten für Sozialarbeit und Sozialpädagogik, Fachkräfte für Bauelektrik

In Baden-Baden ist die Arbeitslosigkeit um 58 auf 1.608 Personen gestiegen. Damit sind jetzt 65 Frauen und Männer weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr. Der im Monatsvergleich geringe Anstieg hatte Auswirkung auf die Arbeitslosenquote. Sie stieg um zwei Zehntelprozentpunkte auf 5,8 Prozent.
Im Februar gab es in Baden-Baden mehr Neumeldungen als Abmeldungen. 406 Personen mussten sich neu oder wieder arbeitslos melden. Gleichzeitig konnten sich aber nur 353 Personen aus der Arbeitslosigkeit abmelden.
Die Anfrage nach neuen Arbeitskräften hat sich im Vergleich zum Vormonat sowie zum Vorjahr positiv entwickelt. Die Arbeitgeber aus der Region Baden-Baden meldeten fast 230 neue Arbeitsplätze zur Besetzung.

Die Geschäftsstelle Bühl meldete weniger Arbeitslose. Die Arbeitslosenquote hat sich dadurch um 0,1 Prozent auf 2,8 Prozent verringert. Bühl hat weiterhin die niedrigste Arbeitslosenquote im Gesamtbezirk.
Die Arbeitslosigkeit ist von Januar auf Februar um 19 auf 1.102 Personen gefallen. Dabei mussten sich 307 Frauen und Männer arbeitslos melden. Gleichzeitig konnten aber auch fast 330 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden. Das waren 42 mehr wie vor einem Jahr.  Auch in Bühl hat die Kräftenachfrage zugenommen. Die Arbeitgeber meldeten 122 neue Stellen, 25 mehr als im Januar.

Im Bezirk der Arbeitsagentur Gaggenau hat sich die Arbeitslosigkeit um 31 auf 1.048 Personen verringert. Die Arbeitslosenquote ist um einen Zehntelprozentpunkt zurückgegangen. Sie liegt aktuell bei 3,4  Prozent.
Im Februar gab es mehr Abmeldungen als Neumeldungen. 310 Frauen und Männer konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden, 285 mussten sich neu arbeitslos melden.
Die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften hat in den vergangenen vier Wochen zugenommen. Die Arbeitgeber aus der Region Gaggenau meldeten im Februar 64 Vakanzen, 23 mehr als im Januar.

In der Geschäftsstelle Rastatt blieb die Zahl der arbeitslosen Menschen unter dem Vormonatswert. Im Februar waren 2.712 Menschen arbeitslos gemeldet, 55 weniger als im Januar.
Die Arbeitslosenquote verringerte sich gegenüber Januar um 0,1 Prozent; sie liegt  jetzt bei 4,5 Prozent. Vor einem Jahr war sie einen Zehntelprozentpunkt höher.
Ebenfalls unter Vormonatsniveau, die Zahl der Neumeldungen. Sie ging im Monatsvergleich um 182 Personen auf 581 zurück. Fast 640 Frauen und Männer konnten im Februar ihre Arbeitslosigkeit beenden. Das waren 188 mehr als im Vormonat.
Die Rastatter Arbeitgeber suchten mit Hilfe der Arbeitsagentur 247 neue Arbeitskräfte. Rund 110 mehr als  zu Beginn des Jahres. Das Gesamtangebot liegt aktuell bei 796 Vakanzen.

Geschäftsstellen im Landkreis Karlsruhe
Die Geschäftsstellen im Landkreis Karlsruhe konnten einen Rückgang der Arbeitslosenzahlen melden. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften gestiegen.

Hier eine Auswahl der neuen Stellenangebote (w/m) im Landkreis Karlsruhe:
Helfer für Lebensmittelherstellung, Fachkräfte im Verkauf, Bediener von Hebeeinrichtungen (Helfer), Fachkräfte und Helfer für Lagerwirtschaft, Fachkräfte für Dialogmarketing, Büro- und Sekretariatskräfte, Fachkräfte für Maschinenbau- und Betriebstechnik, Berufskraftfahrer für Güterverkehr/LKW, Maschinen- und Anlagenführer, Helfer für Metallbearbeitung, Fachkräfte für Kinderbetreuung und –erziehung.

In Bretten ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Januar prozentual mit am stärksten zurückgegangen. 1.132 Arbeitslose wurden im Berichtsmonat gezählt; 37 weniger als im Januar. Dadurch veränderte sich die Arbeitslosenquote im Monatsvergleich positiv. Sie liegt jetzt bei 3,9 Prozent. Vor einem Monat lag sie noch bei 4,0 Prozent.
Dabei gab es viel Bewegung auf dem Brettener Arbeitsmarkt. Rund 300 Frauen und Männer konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden, 264 Personen mussten sich im gleichen Zeitraum neu oder wieder arbeitslos melden.
Auch der Arbeitgeberservice konnte ein deutliches Plus an neuen Arbeitsstellen registrieren. 97 Stellenangebote wurden in den letzten vier Wochen von den regionalen Arbeitgebern in Auftrag gegeben.

In Bruchsal ging die Zahl der Arbeitslosen gegenüber Januar zurück. Im Vergleich zum Vorjahr stieg sie allerdings an. 2.692 Frauen und Männer sind aktuell ohne Arbeit; 90 weniger als im letzten Monat. Die Arbeitslosenquote verringerte sich auf 4,0 Prozent.
Bei den Zu- und Abgängen aus der Arbeitslosigkeit überwog die Zahl der Abmeldungen. 823 Personen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden, 742 Personen mussten sich im gleichen Zeitraum neu arbeitslos melden.
Die Nachfrage der regionalen Arbeitgeber nach neuen Mitarbeitern hat im Februar wieder zugenommen. 275 Arbeitskräfte werden gesucht. Das Gesamtangebot für den Bezirk Bruchsal liegt nun bei 658 Vakanzen.

In Ettlingen hat sich die Arbeitslosigkeit innerhalb eines Monats um 26 auf 1.436 Personen verringert. Gegenüber dem Vorjahr hat Ettlingen jetzt 15 Arbeitslose weniger. Die Arbeitslosenquote blieb sowohl im Jahres- als auch im Monatsvergleich unverändert.
Die Geschäftsstelle Ettlingen hat im Landkreis Karlsruhe mit 3,1 Prozent die niedrigste Quote. Im Gesamtbezirk liegt sie hinter Bühl auf Platz zwei.
Deutlich über dem Vormonatswert, das Angebot an neuen Arbeitsstellen. Die Arbeitgeber meldeten gut 190 Stellen und damit 43 mehr als im letzten Berichtszeitraum. 

Die nördlichste Geschäftsstelle Waghäusel meldete sowohl im Monats- als auch im Jahresvergleich weniger Arbeitslose. 1.103 Menschen sind von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Arbeitslosenquote ist binnen Jahresfrist um fünf Zehntelprozentpunkte auf 3,3 Prozent gefallen.  Gegenüber Januar blieb sie unverändert.
Im Berichtsmonat gab es weniger Neuzugänge als Abmeldungen. 336 Personen - und damit 40 weniger als im Januar - kamen, um sich arbeitslos zu melden. 360 Personen konnten sich im gleichen Zeitraum aus der Arbeitslosigkeit abmelden. Positiv entwickelte sich auch die Arbeitskräftenachfrage. Der örtliche Arbeitgeberservice konnte 87 neue Stellenangebote akquirieren. Das sind 21 mehr als noch vor vier Wochen.
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