Arbeitsmarkt im Mai - positive Entwicklung hält an

Zahl der Arbeitslosen erneut gesunken / Quote jetzt bei 3,8 Prozent / Arbeitskräftenachfrage stärker als im Vorjahr
(lifePR) (Karlsruhe, ) „Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt hält weiterhin an“, so Ingo Zenkner, der Vorsitzende der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt.
„Im Vergleich zum Vorjahr haben wir ein Stellenplus. In den vergangenen vier Wochen konnten mit unserer Unterstützung fast 2.000 Menschen ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung beenden. Gleichzeitig bleiben die bestehenden Arbeitsverhältnisse beständiger, so dass sich deutlich weniger Personen neu oder wieder arbeitslos melden mussten. Diese Einflüsse führten im Ergebnis zu einem erneuten Rückgang der Arbeitslosenzahl“.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Gesamtbezirk

21.751 Frauen und Männer aus dem Bezirk der Arbeitsagentur Karlsruhe-Rastatt sind derzeit ohne Arbeit - 605 weniger als vor einem Monat. Dies wirkte sich positiv auf die Arbeitslosenquote1) aus. Sie liegt aktuell bei 3,8 Prozent und damit um zwei Zehntelprozentpunkte niedriger als im April.

Der Blick auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen zeigt, dass die Versicherungskunden (SGB III) erneut stärker vom Rückgang profitierten (-386).
12.826 arbeitslose Menschen - und damit knapp 220 weniger als im April - beziehen derzeit das  steuerfinanzierte Arbeitslosengeld II.

Insgesamt profitierten alle Personengruppen vom Abbau der Arbeitslosigkeit: Bei den Jüngeren unter 25 Jahren gibt es 136 Arbeitslose weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen liegt bei 2,9 Prozent. Bei den ausländischen Arbeitslosen reduzierte sich die Zahl der Betroffenen um 177 auf 5.859 Personen.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen konnte um rund 100 reduziert werden. Knapp dreißig Prozent (6.531) aller Arbeitslosen im Bezirk der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt sind länger als ein Jahr arbeitslos.

Ziel der Arbeitsagentur und der regionalen Jobcenter ist es, die Abgangschancen aus der Arbeitslosigkeit für diesen Personenkreis noch weiter zu erhöhen. Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche und möglichst dauerhafte Integration in den Ersten Arbeitsmarkt sind intensive Beratung sowie auf die individuelle Problemlage abgestimmte Maßnahmen. Hierzu zählt auch das ESF-Förderprogramm (aus dem europäischen Sozialfonds) für Langzeitarbeitslose.

„Viele langzeitarbeitslose Menschen entwickeln eine hohe Motivation, wenn sie die Chance erhalten, wieder ins Berufsleben einzusteigen“, betont Zenkner.
Hier setzt das ESF-Bundesprogramm zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit an, um Arbeitgeber für diesen Personenkreis zu gewinnen und um eine Brücke zwischen Firmen und Langzeitarbeitslosen zu bauen.
Durch die Kombination von umfassender Beratung, finanzieller Förderung, individuellem Coaching der Teilnehmer sowie einer Nachbetreuung, steht ein vielversprechendes Instrument zur Integration in den ersten Arbeitsmarkt zur Verfügung.

„Mit dem ESF-Programm werden aber  nicht nur die langzeitarbeitslosen Menschen, sondern auch die Arbeitgeber unterstützt, denn sie erhalten einen finanziellen Ausgleich für die anfänglich geminderten Leistungsvermögen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Diese Einarbeitungszuschüsse können zu Beginn bis zu 75 Prozent des Arbeitsentgeltes betragen“, so Zenkner. 

Im Mai gab es wieder viel Bewegung auf dem Arbeitsmarkt. Dabei überwog die Zahl der Abmeldungen.
Insgesamt 5.991 Menschen konnten aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet werden. Gleichzeitig mussten sich 5.405 Frauen und Männer bei einer der neun Agenturgeschäftsstellen oder in einem der JobCenter neu oder erneut arbeitslos melden.

Nachfrage nach Arbeitskräften übertrifft Vorjahresniveau

Die Einstellungsbereitschaft der regionalen Unternehmen hat sich gegenüber dem Vorjahr positiv verändert. Arbeitgeber meldeten dem Arbeitgeberservice allein im Mai 2.437 neue Arbeitsstellen. Das waren rund 250 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar 2016 konnte der Arbeitgeberservice 11.732 neue Stellen aufnehmen und damit 1.112 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Das Gesamtangebot im Bezirk der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt ist ebenfalls angestiegen. Es liegt aktuell bei 7.555.

Der Ausbildungsmarkt ist kräftig in Bewegung

Im laufenden Berichtsjahr (seit Oktober letzten Jahres) meldeten die Arbeitgeber 5.913 freie Ausbildungsplätze. Das sind 30 mehr als im letzten Jahr zur gleichen Zeit.
Parallel haben bisher rund 4.313 junge Menschen die Berufsberatung bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle eingeschaltet. Dies sind 148 weniger als vor einem Jahr.

„Auch kurz vor Ausbildungsbeginn können Jugendliche durchaus noch unter verschiedensten Ausbildungsangeboten wählen. Das Angebot ist sehr bunt und vielfältig. Dennoch sollten sich Ausbildungsplatzsuchende nicht mehr zu viel Zeit mit ihrer Bewerbung lassen. Gut 3.280 gemeldete Ausbildungsstellen sind schon besetzt“, informiert Ingo Zenkner.

Wie in den vergangenen Jahren gibt es in verschiedenen Berufen aktuell noch mehr offene Stellen als Bewerber, die eine Ausbildungsstelle suchen. Beispielsweise in den Berufen des Hotel- und Gaststättengewerbes sowie in den Ernährungsberufen (Bäcker- und Fleischerhandwerk) mit den dazu gehörenden Verkaufsberufen. Gute Chancen haben auch Jugendliche, die sich für den Beruf des Fachinformatikers oder des Fachlageristen interessieren.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den neun Geschäftsstellen

In allen Geschäftsstellen gibt es weniger Arbeitslose. Den stärksten Rückgang gab es in der Geschäftsstelle Ettlingen.

Hauptagentur Karlsruhe:

Im Bezirk der Hauptagentur Karlsruhe waren am Ende des Berichtsmonates 9.953 Frauen und Männer ohne Arbeit. Das waren 154 weniger als im April. Die Arbeitslosenquote ging im Monatsvergleich um einen Zehntelprozentpunkt zurück. Mit 4,4 Prozent ist sie jetzt genau so hoch wie im letzten Jahr zur gleichen Zeit.

Es gab viel Bewegung auf dem Karlsruher Arbeitsmarkt. In den vergangen vier Wochen war die Zahl der Menschen, die ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten (2.692), höher als die Zahl derjenigen, die sich neu oder wieder arbeitslos melden mussten (2.544).
Der Karlsruher Arbeitgeberservice akquirierte im Mai über 970 neue Arbeitsstellen; etwas mehr als vor einem Jahr. Das Gesamtangebot an freien Arbeitsplätzen liegt jetzt bei 3.433. 

Geschäftsstellen in Mittelbaden

In Mittelbaden ist die Arbeitslosigkeit im Monatsvergleich deutlich zurückgegangen. Gleichzeitig hat sich die Arbeitskräftenachfrage erhöht.

5.897 Frauen und Männer waren zum Stichtag ohne Arbeit. 291 weniger als im April. Dies wirkte sich positiv auf die  Arbeitslosenquote aus. Mit 3,7 Prozent liegt sie um zwei Zehntelprozentpunkte unter dem Vormonatswert.
Die Nachfrage der regionalen Arbeitgeber nach neuen Mitarbeitern hat im Mai wieder zugenommen. Insgesamt konnte der Arbeitgeberservice 772 neue Stellenangebote aufnehmen. Das sind fast 140 Stellen mehr als im April und gut 200 mehr als vor einem Jahr. Das derzeitige Gesamtangebot in Mittelbaden liegt aktuell bei 2.243 Vakanzen.

In Baden-Baden hat sich die Arbeitslosigkeit um 55 auf 1.554 Personen verringert. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Mai 5,6 Prozent.
Dabei meldeten sich 302 Personen neu oder erneut arbeitslos, 45 weniger als vor einem Monat. Gleichzeitig gab es 355 Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit. Seit Jahresbeginn konnten  insgesamt 1.702 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden – 68 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Die Arbeitgeber aus der Region Baden-Baden meldeten im Mai 214 neue Arbeitsstellen, das waren 29 mehr als  im Vorjahr. 

Die Geschäftsstelle Bühl hat weiterhin die niedrigste Arbeitslosenquote im Gesamtbezirk. Durch den erneuten Rückgang der Arbeitslosenzahl konnte die Quote nochmals um zwei  Zehntelprozentpunkte auf 2,3 Prozent gesenkt werden.
914 Frauen und Männer sind derzeit ohne Arbeit, 58 weniger als vor einem Monat.
Im Berichtsmonat konnten 327 Personen aus dem Bühler Bezirk ihre Arbeitslosigkeit beenden; 279 mussten sich neu oder erneut arbeitslos melden.
Die Kräftenachfrage blieb gegenüber dem Vorjahr stabil. 125 neue Arbeitsangebote wurden von Arbeitgebern in Auftrag gegeben.

Im Bezirk der Arbeitsagentur Gaggenau ist die Arbeitslosigkeit von April auf Mai um 53 auf 924 Personen zurückgegangen. Der Rückgang führte dazu, dass Gaggenau jetzt wieder  eine Arbeitslosenquote mit einer Zwei vor dem Komma (2,9 Prozent) hat.

Der Zugang an Neumeldungen war in Gaggenau mit 242 niedriger als vor einem Monat. Gleichzeitig konnten in den vergangenen vier Wochen 295 Frauen und Männer aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet werden.
Die Nachfrage der regionalen Arbeitgeber nach neuen Mitarbeitern war in den vergangenen vier Wochen verhalten. 46 freie Stellen wurden gemeldet und damit etwas weniger als vor einem Monat (- 23).

Positive Veränderung gab es auch auf dem Rastatter Arbeitsmarkt. Die Geschäftsstelle konnte im Monatsvergleich einen deutlichen Rückgang der Arbeitslosenzahl melden. 2.505 Menschen waren zum Stichtag ohne Arbeit; 125 weniger als im Vormonat. Mit 4,1 Prozent liegt die Arbeitslosenquote um zwei Zehntelprozentpunkte unter dem Vormonatswert.
Auch gab es deutlich mehr Abmeldungen als Neumeldungen. 686 Frauen und Männer konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. Gleichzeitig meldeten sich 562 neu oder wieder arbeitslos.
Auch das Angebot an neuen Arbeitsstellen hat sich erfreulich entwickelt. Der  Rastatter Arbeitgeberservice konnte im Mai 387 neue Stellen akquirieren, 160 mehr als im Vormonat und 197 mehr als im Mai des Vorjahres.

Geschäftsstellen im Landkreis Karlsruhe

In allen vier Geschäftsstellen gibt es jetzt weniger Arbeitslose. In Ettlingen gab es prozentual den stärksten Rückgang.

Derzeit sind in der Region Bretten 1.087 Personen ohne Arbeit. Im Vergleich zum Vormonat gibt es jetzt rund 20 arbeitslose Menschen weniger. Die Arbeitslosenquote liegt bei 3,7 Prozent und damit um einen Zehntelprozentpunkt unter dem Vormonatswert.
In den vergangenen vier Wochen mussten sich 210 Personen neu oder wieder arbeitslos melden; 36 weniger als im April. Gleichzeitig konnten 228 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden.
138 neue Stellen konnte der Arbeitgeberservice im vergangenen Monat  aufnehmen.

Bruchsal konnte die Arbeitslosenquote auf 3,7 Prozent senken. Im Berichtsmonat waren 2.510 Frauen und Männer ohne Arbeit; das waren 52 weniger als im April.
Bei den Zu- und Abgängen aus der Arbeitslosigkeit überwog die Zahl der Abmeldungen. 695 Personen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. 636 Personen und damit weniger als im Vormonat (-36) mussten sich neu arbeitslos melden.
Die Arbeitgeber aus der Region Bruchsal meldeten 229 neue Stellen, und damit etwas mehr als im April.

In Ettlingen ist die Arbeitslosigkeit im Monatsvergleich um 86 auf 1.266 Personen zurückgegangen.  Die Geschäftsstelle meldete den kräftigsten Rückgang im gesamten Agenturbezirk (-6,4 Prozent).
Dabei konnten 407 Personen aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet werden. Gleichzeitig mussten sich 328 Frauen und Männer neu oder erneut arbeitslos melden.

Mit aktuell 2,7 Prozent hat Ettlingen weiterhin die niedrigste Quote im Landkreis Karlsruhe. Im Gesamtbezirk liegt sie hinter Bühl auf Platz zwei. Der Arbeitgeberservice konnte für Ettlingen 233 neue Stellenangebote aufnehmen. Das waren 66 mehr als im April.

Die nördlichste Geschäftsstelle Waghäusel konnte im Vergleich zum Vormonat stabile Arbeitslosenzahlen melden. Gegenüber April hat sich die Arbeitslosigkeit minimal auf 1.038 Personen verringert. Die Arbeitslosenquote liegt unverändert bei 3,1 Prozent. Ebenfalls stabil, die Zahl der Personen, die sich neu arbeitslos melden mussten. Sie liegt bei 302 Personen. Fast 310 Frauen und Männer konnten im Gegenzug ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften liegt über dem Vormonatswert. 88 neue Angebote konnte der Arbeitgeberservice akquirieren. Seit Jahresanfang meldeten die Arbeitgeber aus der Region Bretten bisher 417 neue Arbeitsstellen.

Hier eine  Auswahl der neu gemeldeten Stellen (w/m) im Bezirk der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt:
Bediener von Hebeeinrichtungen (Helfer), Büro- und Sekretariatskräfte, Fachkräfte im Verkauf, Fachkräfte für Maschinenbau- und Betriebstechnik, Fachkräfte und Helfer  für Lagerwirtschaft, Fachkräfte für spanende Metallbearbeitung, Berufskraftfahrer für Güterverkehr/LKW, Fachkräfte für Kraftfahrzeugtechnik, Helfer für Metallbearbeitung

1) Hinweis: Im Mai 2016 wurde turnusgemäß die Bezugsgröße angepasst. Die Veränderung der Arbeitslosenquote, die allein hierauf zurückzuführen ist, beträgt im Agenturbezirk Karlsruhe-Rastatt insgesamt -0,1 Prozentpunkte.
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