German Design Award 2017 für Design-Studenten der Hochschule Osnabrück

Fünf Design-Studenten der Hochschule Osnabrück haben unter der Leitung von Prof. Thomas Hofmann in einem Kooperationsprojekt mit der Deutschen Flugsicherung den (lifePR) (Osnabrück, ) Fünf Design-Studenten der Hochschule Osnabrück haben mit ihrem Betreuer, Prof. Thomas Hofmann, in Kooperation mit der DFS Deutschen Flugsicherung GmbH einen neuartigen Konzeptionstisch für Fluglotsen entwickelt. Das innovative Produkt wurde jetzt mit einem der renommiertesten Designpreise ausgezeichnet – dem German Design Award.

Eine internationale Expertenjury aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gestaltung hat jetzt entschieden: Für ihr hervorragendes Projekt „DFS-ConceptDesk“ erhalten die Hochschule Osnabrück und ihr Kooperationspartner, die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, den German Design Award 2017. Das Team gehört damit zu den Gewinnern, die sich in 48 Kategorien unter 4.000 Bewerbungen aus 50 Ländern durchgesetzt haben.

In einem Kooperationsprojekt mit der DFS haben die Studenten Tim-Niklas Hachmeister, Robert Schnüll, Daniel Schwalbe, Malte Syndicus und Dennis Timmermann unter der Leitung des Design-Professors Thomas Hofmann das sogenannte „DFS-ConceptDesk“ entwickelt. „Unser Entwurf dient als experimenteller Arbeitsplatz, um zukünftige Interaktionsformen der Lotsen zu testen, zu evaluieren und zu diskutieren“, erklären Projektleiter Hofmann und seine DFS-Projektpartner, Dr. Jörg Bergner und Thomas Rüggeberg. Denn in ihrem verantwortungsvollen Job sind Lotsen auf zahlreiche Informationen angewiesen: Sie müssen gleichzeitig Routen vieler Flugzeuge berücksichtigen, genauso wie Wetter- und Sichtverhältnisse entlang dieser Routen oder auch die aktuelle Situation im Zielflughafen. All diese Informationen werden bislang auf mehreren getrennten Bildschirmen angezeigt, ihre mentale Verarbeitung erfordert somit zusätzliche Anstrengung und Konzentration.

Bei der Erstellung des Konzeptionstisches berücksichtigten die Teammitglieder ihre unterschiedlichen Talente, theoretischen Kenntnisse und praktischen Erfahrungen. Die Studenten des Industrial Designs kümmerten sich um Entwürfe der Arbeitsfläche, mit der Lotsen einzelne Ansichten wählen und so benötigte Informationen aufrufen oder miteinander kombinieren können. Einer von ihnen, gelernter Schreiner, sorgte für die millimetergenaue Umsetzung des Designs im rund zwei Quadratmeter großen Prototypen. Die Kommilitonen vom Studiengang Media & Interaction Design befassten sich mit der Programmierung der Entwürfe für den Arbeitsplatz, dessen Aufbau aus zwei Bildschirmen besteht. Auf einem senkrechten 83-Zoll-Monitor werden abgefragte Informationen angezeigt; ein noch größerer, waagerechter Multitouch-Bildschirm dient den Lotsen zur bequemen Steuerung mit Fingern. „Hard- und Software mussten simultan entwickelt werden“, beschreibt das Team die besondere Herausforderung des Projekts, das in enger Zusammenarbeit mit den Lotsen bearbeitet wurde.

Nach elf Monaten Entwicklungs- und Umsetzungsarbeit neben dem Studium war der DFS-ConceptDesk fertig. Schon heute findet er Anwendung in der DFS: Im Rahmen der EU-Initiative zur Schaffung eines Einheitlichen Europäischen Luftraums (SESAR) werden Anzeigesysteme untersucht, mit denen der Verkehrsfluss in einem Multi-Airport-Nahverkehrsbereich optimiert werden soll. „Außerdem haben wir in Workshops bereits vier weitere denkbare Einsatzfelder identifiziert“, berichtet Dr. Bergner.

Der German Design Award 2017 ist bereits der zweite hochkarätige Preis, mit dem der Konzeptionstisch gewürdigt wurde. Im Vorjahr erhielt das Team für sein innovatives Produkt den „Red Dot: Best of the Best“.

Der Hochschulpräsident, Prof. Dr. Andreas Bertram, beglückwünschte die Kooperationspartner zu ihrer neuen Auszeichnung: Der Preis sei ein weiterer Beleg dafür, dass „das Design-Studium in Osnabrück eine erstklassige Vorbereitung für den Beruf“ ist.

German Design Award

Der German Design Award ist der internationale Premiumpreis des Rats für Formgebung und zählt zu den anerkanntesten Design-Wettbewerben weltweit. „Seit unserer Gründung 1953 ist es eine unserer zentralen Aufgaben, das internationale Designgeschehen zu beobachten, zu analysieren und zu bewerten“, erläutert Andrej Kupetz, Hauptgeschäftsführer des Rats für Formgebung. „Die jährlichen Preisträger stehen nicht nur beispielhaft für den wirtschaftlichen und kulturellen Wert herausragender Gestaltung, sondern bieten auch Orientierung und repräsentieren aktuelle Themen und Gestaltungsrichtungen“, so Kupetz weiter.

Der Rat für Formgebung zählt zu den weltweit führenden Kompetenzzentren für Kommunikation und Wissenstransfer im Bereich Design. Seinem Stifterkreis gehören aktuell mehr als 260 Unternehmen an. Der Rat für Formgebung wurde 1953 auf Initiative des Deutschen Bundestages gegründet, um die Designkompetenz der deutschen Wirtschaft zu stärken. Seine vielseitigen Aktivitäten verfolgen ein Ziel: Die nachhaltige Steigerung des Markenwerts durch den strategischen Einsatz von Design zu kommunizieren.

DFS Deutsche Flugsicherung

Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist ein bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes Unternehmen mit rund 5.650 Mitarbeitern (Stand 31.12.2015). Die DFS sorgt für einen sicheren und pünktlichen Flugverlauf. Die rund 2.000 Fluglotsen lenken täglich bis zu 10.000 Flüge im deutschen Luftraum, im Jahr rund drei Millionen. Deutschland ist damit das verkehrsreichste Land in Europa. Das Unternehmen betreibt Kontrollzentralen in Langen, Bremen, Karlsruhe und München sowie Kontrolltürme an den 16 internationalen Verkehrsflughäfen in Deutschland. Zudem ist die DFS in der Eurocontrol-Zentrale in Maastricht vertreten. Weitere Arbeitsgebiete sind Aeronautical Solutions (Consulting) und Aeronautical Information Management (Luftfahrtdaten).

Projekt-Webseite: www.dfs-conceptdesk.com 

Alle Gewinner des German Design Award 2017: www.german-design-award.com/die-gewinner.html

Kontakt

Hochschule Osnabrück Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) Geschäftsstelle
Postfach 1040
D-49009 Osnabrück
Lidia Uffmann
Prof. Dr. Thomas Hofmann

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