Marktentwicklung von Heuschnupfenmitteln im Jahr 2016 in Deutschland

(lifePR) (Frankfurt, ) Allergische Erkrankungen haben in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen. Forscher führen dies unter anderem auch auf Umweltveränderungen zurück, die die Pollensaison in Deutschland bereits messbar verlängert haben. Außerdem werden gerade in Städten die Allergene aggressiver.1 Eine weitere Verbreitung von Allergieerkrankungen ist somit wahrscheinlich.

Schon jetzt leiden 15 % der Deutschen unter Heuschnupfen-Frauen etwas häufiger (17%) als Männer (13%).2

Die häufigsten Symptome, unter denen Allergiker leiden, sind3:
  • Tränende/juckende Augen
  • Niesattacken
  • Laufende Nase
  • Verstopfte Nase
  • Juckreiz an Gaumen/Rachen/Ohren
  • Geschwollene Lider
  • Müdigkeit
  • Atemnot
  • Schlafstörungen
4,8 Mio. Verordnungen (+3 %) für Menschen mit allergischer Rhinitis im Jahr 20164

In der Behandlung des allergischen Schnupfens kommt sowohl die Pharmakotherapie mit lokal und systemisch wirksamen Antihistaminika und Kortikoidpräparaten als auch die spezi-fische Immuntherapie mit Allergenen (Desensibilisierung) zum Einsatz. Topische Nasensprays und systemische Antihistaminika zählen daher zu den meist verordneten Arzneimitteln, gefolgt von Präparaten zur spezifischen Immuntherapie. Insgesamt entfallen 70 % der insgesamt4,8 Mio. Verordnungen von niedergelassenen Ärzten im Jahr 2016 auf diese drei Arzneimittel-gruppen.

Menschen aller Altersgruppen leiden unter Allergischem Schnupfen. Die Erkrankung beginnt meistens im frühen Kindesalter. Es sind aber auch immer mehr Erwachsene von Allergien betroffen. Selbst über 60-Jährige, die ihr Leben lang allergiefrei waren, können noch allergische Erkrankungen entwickeln.

Im Kindesalter sind häufiger Jungen betroffen; unter den Erwachsenen leiden mehr Frauen als Männer unter Allergien. Dies bestätigt sich auch im Verordnungsprofil: In der Altersgruppe bis 19 Jahre entfallen gut 460 Tsd. Verordnungen auf Mädchen und mehr als 700 Tsd. Ver-ordnungen auf Jungen. Im Erwachsenenalter liegt die Anzahl Verordnungen für weibliche deutlich über denen von männlichen Patienten.

Absatz ausgewählter antiallergischer Arzneimittel in Apotheken (inkl. Versandhandel im Jahr 2016)5

Arzneimittel zur Behandlung von Allergien sind überwiegend rezeptfrei erhältlich. Der Anteil Packungen, die zur Selbstmedikation über die Apothekentheken gehen, ist daher entsprechend hoch und schwankt je nach Produktgruppe zwischen 66 und 85 %.

Quellen:

1 http://www.sueddeutsche.de/...

2 Robert-Koch-Institut: Häufigkeit allergischer Erkrankungen in Deutschland Ergebnisse der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1); Bundesgesundheitsbl2013

3 YouGov / Statista: https://de.statista.com/...

4 IMS VIP®

5 IMS PharmaScope®

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Dr. Gisela Maag
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