Forschungsgruppe entwickelt neuen Demenztest

Zum Weltkongress für Psychiatrie in Berlin (8.-12. Oktober)
(lifePR) (Schwedt/Oder, ) Drei Fragen an Chefarzt Dr. Oliver Günter, Leiter der Klinik und Tagesklinik für Geriatrie im Werner Forßmann Krankenhaus Eberswalde sowie der Klinik für Altersmedizin im Kreiskrankenhaus Prenzlau

In der kommenden Woche wird in Berlin der Weltkongress für Psychiatrie stattfinden (WPA XVII WORLD CONGRESS OF PSYCHIATRY 2017). Sie halten dort einen Vortrag zum Thema Demenzdiagnostik. Auch sind Sie an einer Forschungsgruppe betei¬ligt. Worum geht es dabei?

Dr. Oliver Günter: Die Ursachen einer Demenzerkrankung und anderer Gedächtnisstörungen sind vielfältig, leicht kann es daher zu Fehleinschätzungen kommen. Häufig erfolgt eine Diagnostik zudem erst zu einem späten Zeitpunkt, wie Studien darlegen. Dies ist fatal, denn je später im Demenzverlauf wir eine Diagnose stellen, desto schwieriger wird es für uns Ärzte und Therapeuten, erfolgreich behandeln zu können. Viele der Demenzerkrankungen sind auch noch nicht vollständig erforscht, insbesondere hinsichtlich der Entstehung. Es gibt daher zahlreiche Forschungsgruppen, die nach den Ursachen suchen, andere widmen sich mehr der Diagnostik oder den Behandlungsmöglichkeiten. Ich selbst arbeite seit fast vier Jahren mit einer Forschungsgruppe zusammen, die das Ziel hat, einen Demenztest zu entwickeln, der über eine einfache Blutabnahme mit hoher und breiter Aussagekraft funktioniert, das heißt, auch differenzierend Antwort gibt. So könnte sehr viel schneller und einfacher als bislang möglich eine Aussage zur Demenzerkrankung getroffen werden, eventuell auch schon sehr früh in der Entstehungsphase, voraussichtlich sogar teilweise schon vor Auftreten der ersten Symptome. Bislang benötigen wir eine umfangreiche und auch zeitintensive Diagnostik um eine präzise Aussage über die Ursachen der Gedächtnisstörung treffen zu können. Nicht selten finden wir mehrere Ursachen. Erst nach abgeschlossener Diagnostik kann zudem eine verlässliche Therapie vorgeschlagen werden, die individuellen Bedürfnissen gerecht wird. Das in der Entwicklung befindliche Testverfahren wird sicherlich nicht alle bisherigen Diagnostikschritte ersetzen können, uns jedoch hoffentlich hinsichtlich der häufigsten Demenzformen, wie der Demenz vom Alzheimer-Typ, präzise Aussagen liefern. Zudem erhoffen wir uns weitere Rückschlüsse hinsichtlich der möglichen Ursachen, was aus meiner Sicht noch viel spannender ist.

Wie sind Sie in den Kliniken und Tageskliniken für Geriatrie der GLG-Krankenhäuser in Eberswalde und Prenzlau auf Patienten mit Demenz eingestellt?

Dr. Oliver Günter: Unsere Patienten sind im Schnitt über 80 Jahre alt, haben sehr häufig mehr als eine Erkrankung. Nicht selten stellen wir im Rahmen unserer Untersuchungen auch Gedächtnisstörungen fest, deren Ursache wir dann klären, um hilfreiche Antworten geben und weitere Unterstützung leisten zu können, auch über die Behandlung der Gedächtnisstörung hinaus. Häufige Frage sind: „Gibt es eine Heilung?“ bzw. „Wie ist voraussichtlich der weitere Verlauf?“ Wir verstehen uns als „demenzsensible Abteilungen“, das heißt, Ärzte, Fachpflegekräfte und Spezialtherapeuten verfügen in hohem Grad über ein Fachwissen und werden kontinuierlich auch hinsichtlich der Thematik Demenz weiter geschult. Unser Vorteil ist jedoch auch die breite fachliche Kompetenz im GLG-Verbund, weswegen wir bei bestimmten Fragestellungen auf hochspezialisierte Ärzte und eine hervorragende technische Ausstattung zurückgreifen können, im Fall der Demenzdiagnostik zum Beispiel auf die Kompetenz einer besonders spezialisierten radiologischen Abteilung am Werner Forßmann Krankenhaus.

Welche Themen auf dem Kongress erwarten Sie mit besonderer Spannung?

Dr. Oliver Günter: An fünf Tagen laufen parallel Veranstaltungen in 44 Themenfeldern, von denen die „kognitiven Störungen, organisch-psychische Störungen und Demenzerkrankungen“ nur ein Feld darstellen, in dem ich dann meinen Vortrag halten darf. Die Themenfelder decken eine unglaubliche Spannbreite der Medizin ab, reichen von der Genetik bis zur Philosophie. Ich freue mich insbesondere auf einige Vorträge in meinem Themenfeld, da ich hoffe, allerneueste Erkenntnisse aus den Forschungsgruppen zu hören. Ich habe mir jedoch auch einige Vorträge herausgesucht, bei denen weltweit bekannte und herausragende Ärzte sprechen werden, für mich in dieser Fülle ein ganz besonderes Ereignis.

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