Borgward-Designchef: "Ich mache keine Schminke"

Warming: Müssen uns als deutsche Marke weltweit positionieren
(lifePR) (Bremen, ) Der wiederbelebte Autohersteller Borgward, der aktuell nur SUV für den chinesischen Markt baut, will sich weltweit als deutsche Marke profilieren. Nur so werde sich Borgward global auch außerhalb Chinas durchsetzen können. „Wir wollen in Deutschland Fuß fassen und von dort aus unser Modellprogramm für weitere Märkte ausbauen“, sagte Borgwards Designvorstand Anders Warming im Gespräch mit der Zeitschrift auto motor und sport. Dabei werde Borgward an historische Designvorstellungen anknüpfen. „Ästhetik und Borgward gehören zusammen, dafür gibt es prominente Beispiele wie Isabella Coupé und Cabrio. Das sind Autos, die sieht man und schmilzt dahin.“

Die Isabella-Studie, die Borgward auf der IAA vorgestellt hat, gebe wichtige Hinweise auf das künftige Design der Marke. Demnach werden die E-Borgwards auf Kühlergrill, Hebel und Knöpfe im Cockpit sowie eckige Displayflächen verzichten. „Die Themen Elektromobilität, Konnektivität und das visionäre Bedienkonzept können baureihenübergreifend in die Serie finden“, so Warming. „Mein ultimativer Wunsch wäre ein Interieur ohne Knöpfe. Ich bediene nur noch Flächen, die Informationen transportieren“, so der dänische Designer. Auch rechteckige Displays sieht Warming in Zukunft nicht mehr. „Ich glaube, dass die rechteckigen Fernseher im Interieur verschwinden.“

Auch der Verzicht auf einen Kühlergrill war bei der Isabella-Studie kein Zufall. „Unter dem Gesichtspunkt des German Engineering muss eine Öffnung auf jeden Fall einen Sinn haben“, betont Warming. „Ich mache keine Schminke, ich möchte die Funktion dahinter erklären können.“ Viel wichtiger als ein Grill seien für die Gestaltung der Front „Scheinwerfer und Position des Logos“. Da habe die Isabella-Studie gezeigt, wie sich Borgward die Gestaltung vorstellt.

Kontakt

Motor Presse Stuttgart
Leuschnerstr. 1
D-70174 Stuttgart
Axel Mörer-Funk
Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG
Social Media