Ruhestandsplanung: Anleger unterschätzen Lebensdauer

Langlebigkeitsrisiko oft nicht ausreichend berücksichtigt
(lifePR) (München, ) Nie war die Lebenserwartung höher als heute. Viele Neugeborene werden künftig älter als 90 Jahre. Für Ruheständler bedeutet dies: Sie benötigen deutlich mehr Vorsorgekapital für ihre Zusatzrente.

Die Zahlen lassen aufhorchen: Im Jahr 2016 geborene Jungen haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von 90,3 Jahren, Mädchen kommen sogar auf 93 Jahre. Die Berechnungen des Kölner Statistikprofessors Eckart Bomsdorf mögen optimistisch sein, sie zeigen aber eins: Die Lebenserwartung der Deutschen steigt rasant an. Noch 2014 prognostizierte die Weltbank Lebenserwartungen von 78 Jahren für Männer und 83 Jahren für Frauen.

Ein Vierteljahrhundert Rentenzeit

Eine höhere Lebenserwartung werden zwar viele begrüßen, sie birgt aber auch Gefahren. Neben altersbedingten Erkrankungen wird die Einkommenssituation für viele Menschen problematisch sein. Einerseits belasten sinkende Renten und Niedrigzinsen die Alterseinkünfte, andererseits steigt die Rentenbezugsdauer. Heute geborene Jungs haben künftig rund 25 Ruhestandsjahre vor sich, sollte das Renteneintrittsalter bei 67 Jahren verharren. Neugeborene Mädchen kommen sogar auf 28 Jahre. Zum Vergleich: Die heutige Rentenbezugsdauer liegt sechs bzw. fünf Jahre niedriger.

Drohende Unterversorgung im Alter

„Vielen Menschen ist nicht klar, was die längere Rentendauer finanziell bedeutet“, sagt Tom Friess vom VZ Vermögenszentrum in München. Wer länger lebt, braucht ein größeres Vorsorgeguthaben, von dem er im Alter zehren kann. Umfragen zeigen aber, dass deutsche Anleger ihre Lebenserwartung tendenziell zu niedrig einschätzen. Dadurch besteht die Gefahr einer Unterversorgung im Alter. Dieser Trend wird durch zurückgehende Renditen bei Sparverträgen und Lebensversicherungen noch verstärkt.

„Damit das Geld im Ruhestand nicht knapp wird, benötigt man eine Rentenstrategie, die ausreichende Renditen erwirtschaftet und das Langlebigkeitsrisiko umfassend berücksichtigt“, fordert Friess. Die Strategie sollte mehrere Punkte beinhalten:

1. Eine Vermögensplanung, die nicht nur die statistische Lebenserwartung zugrunde legt, sondern einen Puffer von fünf zusätzlichen Jahren.
2. Eine Zusatzrente, die das Vorsorgekapital während der geplanten Laufzeit nicht vollständig aufzehrt, sondern noch etwa ein Viertel übrig lässt.
3. Geldanlagen, die die Versorgungslücke flexibel und rentabel schließen. So kann man jederzeit auf unerwartete Ereignisse oder Engpässe reagieren.

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