Essener Solidaritätspreis 2017 für das Projekt "Open Sunday"

Rumtollen statt rumhängen: Turnhallen öffnen sonntags für Kinder
Oberbürgermeister Thomas Kufen, die Preisträger Prof. Dr. Ulf Gebken, Katharina Morsbach und Sophie van de Sand von der Uni DUE,  thyssenkrupp-Vorstand Oliver Burkhard und Novitas BKK-Vorständin Kirsten Budde (lifePR) (Duisburg, ) Gestern Mittag haben Oberbürgermeister Thomas Kufen, thyssenkrupp-Vorstand Oliver Burkhard und Novitas BKK-Vorständin Kirsten Budde den mit 2.500 Euro dotierten Essener Solidaritätspreis 2017 verliehen. Ausgezeichnet wurde das Uni-Projekt „Open Sunday“, das an mehreren Grundschulen in Essen Turnhallen nutzt, um Kindern aus der Umgebung Sport unter Aufsicht zu ermöglichen.

„Wir stellen immer wieder fest“, so Oberbürgermeister Thomas Kufen in seiner Rede, „wie viele Kinder in ihrer Bewegung nicht altersgerecht entwickelt sind. Prof. Dr Ulf Gebken lehrt Kindern mit dem Open Sunday, rückwärts zu gehen, damit sie in ihrem Leben vorwärts kommen.“

„Offen gestanden“, erklärt Novitas BKK-Vorständin und Jury-Mitglied Kirsten Budde in ihrer Laudatio, „müsste man noch viel mehr Menschen auszeichnen. Mehr als 30 Millionen Menschen in Deutschland engagieren sich ehrenamtlich. Das macht Mut. Diese Haltung der Solidarität hat Zukunft.“

Ende 2015 hatte Ulf Gebken, Professor für Sport und Sportdidaktik an der Uni Duisburg-Essen, die Aktion „Open Sunday“ gestartet. Die Idee: Rumtollen statt rumhängen. Statt vor dem Fernseher oder der Spielkonsole zu sitzen, können sich Grundschulkinder in Turnhallen austoben. Betreut werden die Jungen und Mädchen von Sport-Studenten.

thyssenkrupp-Vorstand und Gastgeber Oliver Burkhard: „Die Idee des Projekts ist vermeintlich banal. Aber es ist so viel mehr, als nur eine Turnhalle zu öffnen. Denn am Ende sind offene Türen wie offene Arme. Vom Open Sunday profitieren alle: Kinder, Eltern und auch Lehrkräfte, die montags manchmal ausbaden mussten, dass Kinder sich am Wochenende nicht bewegt haben. “

„Studien zeigen“, so Gebken, „dass der Sonntag in Familien ein Stresstag ist. Da ist so ein Angebot ein Segen für die Kinder und ihre Familien. Das Bewegungsangebot ist für alle Kinder, die in einem schwierigen Sozialraum leben und nicht in einen Sportverein gehen. Wir versuchen momentan, so ein Projekt auch für Jugendliche auf den Weg zu bringen.“

Hintergrund zum Solidaritätspreis

Der Essener Solidaritätspreis ehrt Gruppen oder Personen, die in beispielhafter Weise Solidarität üben. Der Preis wurde 2006 von der Novitas BKK ins Leben gerufen. Hauptsonsor ist seit drei Jahren thyssenkrupp. Im letzten Jahr wurde die Stiftung „Hänsel + Gretel“ für den Schutz von Kindern vor Missbrauch geehrt, vor zwei Jahren ging die Auszeichnung an „Essen packt an“ für spontanes bürgerliches Engagement.

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