Pirelli und die Polytechnische Universität Mailand erneuern gemeinsames Forschungsprogramm Labs

Marco Tronchetti Provera (l.), Executive Vice Chairman und CEO von Pirelli, und Ferruccio Resta, Rektor der Polytechnischen Universität (lifePR) (Mailand, ) Pirelli und die Universität Mailand haben eine neue dreijährige Forschungsvereinbarung geschlossen. Den Vertrag unterzeichneten Marco Tronchetti Provera, Executive Vice Chairman und CEO von Pirelli, und Ferruccio Resta, Rektor der Polytechnischen Universität. Die nun erneuerte gemeinsame Vereinbarung Labs wurde ursprünglich im Jahr 2011 mit dem Ziel gegründet, innovative Reifentechnologie für die Zukunft zu entwickeln.

Zu den Projekten, die Pirelli und die Universität Mailand in den nächsten drei Jahren gemeinsam angehen werden, gehören der Einsatz von Nanoladungen zur Herstellung von Reifen mit geringerer Umweltbelastung, mathematische Modellierungsstudien zur Unterstützung des Cyber Tyre-Programms von Pirelli sowie die Entwicklung innovativer Materialien, die einen Reifen vor Alterung schützen können. Bei der Vertragsunterzeichnung im Großen Saal der Universität waren auch Gianantonio Magnani, Präsident der Stiftung Universität Mailand, und Maurizio Boiocchi, Executive Vice President und Strategic Advisor Technology Pirelli, anwesend.

Die Zusammenarbeit zwischen der Universität Mailand und Pirelli blickt auf eine lange Geschichte zurück: Kurz nachdem Giovanni Battista Pirelli sein Studium an der Universität abgeschlossen hatte, erhielt er 1870 von einem seiner Dozenten, Giuseppe Colombo, den Rat, sich mit der chemischen Verfahrenstechnik und insbesondere mit der Herstellung von Kautschuk zu befassen. Giovanni Battista Pirelli begründete in der Folge diesen Industriezweig in Italien, als er 1872 Pirelli & C.C. gründete.

Im Laufe der folgenden Jahrzehnte ergaben sich zahlreichen Kooperationen zwischen der Universität und Pirelli, um Synergien zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu nutzen. Zu den verschiedenen Joint Ventures gehören Projekte wie CORECOM, das 1995 als eines der ersten Public Private Konsortien in Italien gegründet wurde und an der Spitze der internationalen Photonik stand.

Das nun vereinbarte Abkommen für die Jahre von 2017 bis 2020 konzentriert sich auf zwei zentrale Forschungsbereiche: Das Kreieren innovativer Materialien sowie das Entwickeln von Produkten und Cybertechnologien.

Nachfolgend einige der Bereiche, auf die sich die Forschung fokussieren wird:

Im Segment neue Materialien sind es modifizierte Polymere, Nanoladungen, neue Materialien mit geringer Umweltbelastung sowie Molekulardynamik.

In den Entwicklungsbereichen für Produkte und Cybertechnologien geht es um Lärmminderung, Aquaplaning-Widerstand, Reifen-Aerodynamik, das Entwickeln mathematischer Modelle für Micro-Chips innerhalb von Cyber Tyre, um Daten für die intelligente Steuerung von Fahrzeugen zu erfassen, aber auch, um zusätzliche Dienste zu kreieren, die einen Mehrwert schaffen.

Die Zusammenarbeit zwischen der Universität Mailand, ihrer Stiftung und Pirelli war bereits in den vergangenen sechs Jahren erfolgreich. Dabei entstanden neun Patentfamilien und mehr als 20 internationale wissenschaftliche Fachbeiträge.

Aus der Partnerschaft resultierten auch bezüglich der Performance, Sicherheit und Nachhaltigkeit der Reifen wichtige Ergebnisse, insbesondere aufgrund des Einsatzes moderner Materialien. Im Fachbereich Materialchemie wurden 15 Forschungsprojekte an junge Hochschulabsolventen vergeben sowie zwei Doktorarbeiten abgeschlossen.

Die Forschung in den vergangenen drei Jahren konzentrierte sich primär auf das Herstellen sowie die Funktionalität von Kohlenstoffladungen, die Herstellung von modifizierten Siliziumfasern, Studien über alternative Quellen für Naturkautschuk sowie die Entwicklung innovativer Polymere und sich selbstreparierender Materialien.

Auch im Bereich Mechanik leisteten die Beteiligten viel. Seit 2011 wurden zwölf Forschungsverträge für Cyber Tyre und die Formel 1 abgeschlossen, welche sich auf Studien zur Wechselwirkung zwischen Reifen und Fahrbahn konzentrieren.

Von besonderem Interesse sind sehr geräuscharme Reifen, das Silent Tyre-Projekt. Darüber hinaus wurden neue Testmethoden entwickelt, um den von einem rollenden Reifen verursachten Geräuschpegel im Innenraum eines Automobils zu messen. Während des Projekts Tread Modelling Automation wurden Studien zur Reifenmodellierung und zu den Eigenschaften verschiedener Sommer-, Winter- und Ganzjahresprofile durchgeführt.

Die lange Geschichte erfolgreicher Projekte wird nun um drei Jahre verlängert.

Kommentare

Ferruccio Resta, Rektor der Polytechnischen Universität Mailand

"Die intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Pirelli und unserer Universität belegt, dass die Welt der Forschung und Innovation, der Wissenschaft und der Wirtschaft im gleichen Tempo voranschreiten und gemeinsam die vor uns liegenden Herausforderungen annehmen kann. Ein Schlüsselelement ist dabei die Mobilität. Sie fordert uns dazu auf, nicht nur unsere technischen Horizonte zu erweitern, sondern auch urbane Kontexte neu zu gestalten. Aus diesem Grund erhält das Lab-Programm mit Pirelli für unsere Universität und für Mailand einen noch größeren Stellenwert."

Marco Tronchetti Provera, Executive Vice Chairman und CEO Pirelli

"Innovation und Forschung sind heute mehr denn je ein Muss. Wer in diesen Bereichen nicht vorankommt, verschwindet schnell von der Bühne, und wer nicht investiert, ist nicht wettbewerbsfähig. Wer hingegen als erster investiert, erzielt größere Vorteile am Markt. Die Herausforderungen, denen sich unsere Branche, die Automobilindustrie, gegenübersieht, werden immer größer. Wir erleben eine Zeit beispielloser Veränderungen, geprägt durch Automatisierung und Konnektivität. In einem so dynamischen Umfeld ist es unerlässlich, sehr eng mit Forschungseinrichtungen und den fortschrittlichsten Universitäten der Welt zusammenzuarbeiten. Die Universität Mailand gehört zweifellos dazu. Mit der Erneuerung des Labs-Programms unterstreicht Pirelli sein Engagement, mit einer der renommiertesten akademischen Einrichtungen des Landes zu kooperieren, um das strategische Know-how unserer Gruppe zu kräftigen."

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