Der Arbeitsmarkt in Hamm und im Kreis Unna - Belebung setzt sich fort - aber große regionale Unterschiede

(lifePR) (Nürnberg, ) Der Arbeitsmarkt in Hamm

Die Entwicklung

Die Belebung auf dem Arbeitsmarkt in der Stadt Hamm hat deutlich nachgelassen. Im November ging die Arbeitslosigkeit nur noch geringfügig weiter zurück. Die Zahl der Arbeitslosen sank um 24 auf 8159. Die Arbeitslosenquote verringerte sich dadurch nochmals um 0,1 Punkte auf jetzt 8,9 Prozent. Vor zwölf Monaten waren es 9,1 Prozent gewesen.

Arbeitslosenversicherung und Grundsicherung entwickelten sich im November unterschiedlich: 1527 Arbeitslose waren bei der Arbeitsagentur gemeldet (keine Veränderung zum Vormonat), und 6632 wurden durch das Kommunale Jobcenter betreut (24 oder 0,4 Prozent weniger). Der Vorjahresvergleich war aktuell ebenfalls unterschiedlich: Bei der Arbeitsagentur waren 179 oder 10,5 Prozent weniger Erwerbslose als im November letzten Jahres gemeldet, beim Jobcenter dagegen 127 oder 2,0 Prozent mehr. Damit gibt es in der Stadt Hamm jetzt insgesamt 52 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr.

"Viele arbeitslose Menschen konnten in Hamm in den letzten Monaten von einer deutlichen Herbstbelebung profitieren. Zuletzt gab es bei Jüngeren und Ausländern aber wieder steigende Arbeitslosenzahlen, gleichzeitig einen Rückgang nur noch im Bereich der Grundsicherung, hier vor allem bei den Frauen. So langsam ist die saisonale Luft raus, und die Arbeitsmarktentwicklung nimmt Kurs auf das jährliche Wintertief", so Agenturchef Thomas Helm über die aktuelle Entwicklung.

"Trotzdem bleibt der heimische Arbeitsmarkt stabil, was unter anderem die immer noch gute Kräftenachfrage belegt. Damit werden allerdings auch bestimmte Probleme größer. Wir haben seit Monaten rund 1500 gemeldete Stellen im Bestand und damit ein Drittel mehr als im Vorjahr. Dies ist auf der einen Seite gut für die Vermittlungsmöglichkeiten, auf der anderen Seite aber auch ein Beleg dafür, dass sich für manche Arbeitsplätze ohne weitere Maßnahmen keine qualifizierten Bewerber finden lassen. Unternehmen, die keine passenden Fachkräfte auf dem Markt finden, sollten überlegen, ob diese sich nicht aus dem eigenen Helferpotential im Betrieb qualifizieren lassen. Die Arbeitsagentur hält umfangreiche Fördermittel bereit, um aus Hilfskräften, die schon in Beschäftigung sind, per Weiterbildung qualifizierte Fachkräften zu machen. Dies ermöglichen wir auch allen interessierten und geeigneten Arbeitslosen. Am besten direkt in den Betrieben."

Unterbeschäftigung

Registrierte Arbeitslose und nicht arbeitslose, aber statistisch arbeitsuchende Menschen, die an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen oder kurzzeitig arbeitsunfähig sind, werden gemeinsam als Unterbeschäftigte bezeichnet. Die Zahl der Unterbeschäftigten weist vor allem die Wirkung von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen auf die Arbeitslosenstatistik nach. Im November stieg die Unterbeschäftigung mit zunehmender Teilnehmerzahl in Qualifizierungsmaßnahmen um 65 Personen (0,6 Prozent) auf 11.547. Vor genau einem Jahr waren es 27 weniger.

Zu- und Abgänge aus dem ersten Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt ist durch seine Zu- und Abgänge sehr dynamisch. Aus diesem Grund haben sie bei der Analyse der Entwicklung des Arbeitsmarktes eine besondere Bedeutung.

Nach einer Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt meldeten sich im November 522 Personen neu arbeitslos, 35 weniger als im Oktober. Zugleich waren es 17 Personen weniger (-3,2 Prozent) als vor zwölf Monaten. Gleichzeitig meldeten sich in der Stadt Hamm 367 Personen in Beschäftigung ab, 95 (-20,6 Prozent) weniger als im Vormonat und 64 oder 14,8 Prozent weniger als vor genau einem Jahr.

Entwicklung in einzelnen Personenkreisen

Die Zahl der ausländischen Arbeitslosen stieg im November an. Mit 2.856 waren es 51 oder 1,8 Prozent mehr als im Vormonat. In Relation zum Vorjahresmonat war dies hingegen ein Rückgang um sieben Personen oder 0,2 Prozent. Die Gesamtzahl von Personen im Kontext von Fluchtmigration lag im Berichtsmonat bei 685 geflüchteten Menschen, 46 mehr als im Oktober.

Bei den jungen Arbeitslosen gab es im Vormonatsvergleich einen Anstieg um 30 (4,2 Prozent) auf 743 Jugendliche. Im November 2016 gab es 20 Arbeitslose mehr. Somit nahm die Jugendarbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich um 2,6 Prozent ab.

Auch bei den Älteren war die Veränderung im Ergebnis zum Monatsende eher gering. Mit 1.305 über 55-jährigen Arbeitslosen waren es sechs oder 0,5 Prozent mehr als im Oktober. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhte sich ihre Zahl hingegen um 76 Personen (6,2 Prozent).

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen in Hamm verzeichnete aktuell mit 96 Personen (2,5 Prozent) Rückgang auf 3.786 eine der besten Entwicklungen. Auch im Vorjahresvergleich bedeutete dies eine Reduzierung um 231 Personen (5,8 Prozent).

Auch bei den Arbeitslosen mit Schwerbehinderung gab es einen Rückgang. Ihre Zahl sank um 18 Personen (2,6 Prozent) auf 664. Im Vergleich zum Vorjahresmonat war die Veränderung mit einem Anstieg um 54 Personen (8,9 Prozent) deutlich ungünstiger.

Geflüchtete Menschen am Arbeitsmarkt

Die Zahl der Arbeitslosen mit Fluchthintergrund in der Stadt Hamm stieg im November um 46 Personen auf jetzt 685. Somit haben aktuell 8,4 Prozent aller Arbeitslosen einen Kontext von Fluchtmigration.

Weiterhin waren Syrer (327 Personen) und Iraker (112 Personen) die am häufigsten vertretenen Nationalitäten. 39 der arbeitslosen Geflüchteten kamen aus der Balkanregion. 423 der arbeitslosen Flüchtlinge (61,8 Prozent) in Hamm sind Männer. Als arbeitsuchend waren im November 1.271 geflüchtete Menschen gemeldet, 43 mehr als im Monat zuvor.

Die geflüchteten Menschen sind im Durchschnitt relativ jung. 144 Arbeitslose (21,0 Prozent) sind zwischen 15 und 25 Jahre alt, 221 Menschen (32,3 Prozent) zwischen 25 und 35 Jahre. Zwischen 35 und 45 Jahre alt sind 165 Menschen (24,1 Prozent).

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III)

Arbeitslosigkeit

Ende November waren 1527 Arbeitslose bei der Agentur für Arbeit Hamm gemeldet, exakt so viele wie im Vormonat. Gleichzeitig waren es 179 (-10,5 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Der günstige Vorjahresabstand ist damit weiterhin beträchtlich.

Bei der Jugendarbeitslosigkeit (15 bis 25 Jahre) gab es im Berichtsmonat einen weiteren Rückgang, und zwar um 17 (-8,7 Prozent) auf 178. Im Jahresvergleich waren es 35 junge Arbeitslose weniger (-16,4 Prozent).

Die Zahl der Arbeitslosen, die das 55. Lebensjahr überschritten haben, erhöhte sich um zehn auf 445 (2,3 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr waren es 29 Personen (7,0 Prozent) mehr.

Bei den Langzeitarbeitslosen gab es im Bereich der Arbeitslosenversicherung mit 151 Personen einen kleinen Anstieg um acht oder 5,6 Prozent. In Relation zu November 2016 war es dieselbe Veränderung

351 Erwerbslose sind Migranten, 21 mehr als im Vormonat (6,4 Prozent). Aktuell gibt es 82 ausländische Arbeitslose weniger als vor einem Jahr (-18,9 Prozent).

Arbeitskräftenachfrage

Der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen ist im November um 50 Stellen (3,2 Prozent) auf 1.489 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind dies immer noch 30,8 Prozent mehr.

Die Unternehmen meldeten im Berichtsmonat 361 neue Arbeitsstellen, 14 weniger als noch im September (-3,7 Prozent), zugleich aber 42 oder 13,2 Prozent mehr als vor zwölf Monaten.

Entwicklung in der Grundsicherung (Beitrag des Kommunalen Jobcenters Hamm)

Im Kommunalen Jobcenter der Stadt Hamm waren im November 2017 insgesamt 6.632 Personen arbeitslos gemeldet. Somit verzeichnete das Jobcenter im Berichtsmonat einen Rückgang der Arbeitslosenzahl um 0,4 Prozent (-24 Personen) gegenüber dem Vormonat. Im Vorjahresvergleich stieg die Arbeitslosigkeit um 2 Prozent (+127 Personen). Die Arbeitslosenquote im Rechtskreis des SGB II lag im November unverändert bei 7,3 Prozent.

Die Arbeitslosenzahl der im Kommunalen Jobcenter betreuten Männer und Frauen veränderte sich in unterschiedlichen Ausprägungen. Bei den männlichen Arbeitslosen war im Berichtsmonat ein Anstieg um 1 Prozent (+35 Personen) zu verzeichnen. Die Arbeitslosigkeit bei den Frauen sank, und zwar um 1,8 Prozent (-59 Personen). Im Vergleich zum November 2016 war bei den Frauen ein Anstieg um 2,6 Prozent (+82 Personen) festzustellen, die Zahl der arbeitslosen Männer stieg gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Prozent (+45 Personen).

Bezogen auf die Altersgruppen war bei den jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren im Berichtsmonat eine Steigerung um 9,1 Prozent (+47 Personen) im Vergleich zum Vormonat zu verzeichnen. Bei den lebensälteren Arbeitslosen ab 50 Jahren sank die Anzahl, nämlich insgesamt um 2,3 Prozent (-41 Personen).

Bei den im Kommunalen Jobcenter betreuten, arbeitslosen Ausländern verzeichnete das Kommunale Jobcenter im November 2017 einen Anstieg. Es wurden insgesamt 2.505 Arbeitslose ohne deutschen Pass gezählt, das sind 1,2 Prozent (+30 Personen) mehr als im Oktober 2017.

Der Vorjahresvergleich zeigt ebenfalls eine Zunahme in dieser Personengruppe, und zwar um 3,1 Prozent (+75 Personen).

Die Branchenexperten des Unternehmerservices registrierten im Berichtsmonat neben den Vermittlungsaufträgen aus der Zeitarbeit erneut eine verstärkte Arbeitskräftenachfrage der KFZBranche, des Transportgewerbes und des Pflegebereiches. Außerdem besteht nach wie vor eine hohe Nachfrage nach telefonischen Kundenberaterinnen und -beratern.

Der Arbeitsmarkt im Kreis Unna

Die Entwicklung

Im Kreis Unna reduzierte sich die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen aktuell um 227 Personen (-1,5 Prozent) auf 15.378. Im Vergleich zu November 2016 ging die Arbeitslosigkeit um 1.028 Personen (-6,3 Prozent) zurück. Die aktuelle Arbeitslosenquote ist 7,4 Prozent (Vorjahr 7,8).

"Der Herbstaufschwung hat den Arbeitsmarkt im Kreis Unna auch im November noch geprägt, obwohl die Dynamik etwas nachgelassen hat. Die Arbeitslosigkeit ist weiter spürbar gesunken, und das in beiden Rechtskreisen", freut sich Agenturchef Thomas Helm über die aktuelle Entwicklung. "Der heimische Arbeitsmarkt ist sehr stabil, was unter anderem die für die Jahreszeit ungewöhnlich hohe Kräftenachfrage belegt. Damit werden allerdings auch bestimmte Probleme größer. Wir haben seit Monaten über 3500 gemeldete Stellen im Bestand und damit ein Drittel mehr als im Vorjahr. Dies ist auf der einen Seite gut für die Vermittlungsmöglichkeiten, auf der anderen Seite aber auch ein Beleg dafür, dass sich für manche Arbeitsplätze ohne weitere Maßnahmen keine qualifizierten Bewerber finden lassen. Unternehmen, die keine passenden Fachkräfte auf dem Markt finden, sollten überlegen, ob diese sich nicht aus dem eigenen Helferpotential im Betrieb qualifizieren lassen. Die Arbeitsagentur hält umfangreiche Fördermittel bereit, um aus Hilfskräften, die schon in Beschäftigung sind, per Weiterbildung qualifizierte Fachkräften zu machen. Dies ermöglichen wir auch allen interessierten und geeigneten Arbeitslosen. Am besten direkt in den Betrieben."

Unterbeschäftigung

Personen, die an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnehmen oder sich in einer kurzfristigen Arbeitsunfähigkeit befinden, zählen in der Regel als unterbeschäftigt. Im aktuellen Berichtsmonat wurden insgesamt 21.639 Unterbeschäftigte im Kreis gezählt - das sind 192 Personen (-0,9 Prozent) weniger als im Monat zuvor. Gegenüber dem Vorjahr waren es 489 Personen weniger (-2,2 Prozent). Die aktuelle Unterbeschäftigungsquote liegt bei 10,1 Prozent.

Zu- und Abgänge auf dem ersten Arbeitsmarkt

Durch die Zu- und Abgänge in bzw. aus der Arbeitslosigkeit kommt es zu einer erheblichen Fluktuation. Besonders die Veränderungen, die mit dem ersten Arbeitsmarkt zusammenhängen, lassen Rückschlüsse auf betriebliche Veränderungen zu.

Im Berichtsmonat meldeten sich 1.043 Personen aus Erwerbstätigkeit neu oder erneut arbeitslos.

Im Vergleich zum Vormonat waren das 54 Personen (-4,6 Prozent) weniger. Im Vergleich zu November 2016 waren es 46 Personen (-4,2 Prozent) weniger.

Gleichzeitig beendeten im Berichtsmonat 1.029 Personen ihre Arbeitslosigkeit zu Gunsten einer Erwerbstätigkeit und damit 51 weniger als im Vormonat (-4,7 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr waren es 70 Personen (-6,4 Prozent) weniger, die eine neue Beschäftigung aufnehmen konnten.

Entwicklung in einzelnen Personenkreisen

Im Kreis Unna leben derzeit 1.094 Arbeitslose, die das 25. Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Die Anzahl der jungen Arbeitslosen sank um 115 (-9,5 Prozent). Im Vorjahresvergleich ist die Zahl nur um einen Jugendlichen (-0,1 Prozent) gesunken.

Rund ein Fünftel aller Arbeitslosen hat das 55. Lebensjahr überschritten. Im November wurden 3.225 ältere Arbeitslose in den Arbeitsagenturen und dem Jobcenter im Kreis Unna gemeldet. Dies entspricht einem Anstieg um neun Personen (+0,3 Prozent) gegenüber dem Vormonat. Vor zwölf Monaten gab es 136 ältere Arbeitslose mehr. Der Rückgang beträgt insoweit 4,0 Prozent.

Aus der Statistik geht hervor, dass 3.668 Arbeitslose keinen deutschen Pass haben. Das sind 17 Arbeitslose (-0,5 Prozent) weniger als im Vormonat. Im November 2016 waren 170 ausländische Arbeitslose mehr gemeldet. Der Rückgang beträgt insoweit 4,4 Prozent. Neben dieser statistischen Auswertung weist eine weitere Erhebung Daten über Personen im Kontext von Fluchtmigration aus. Im Berichtsmonat lag der Bestand bei 849 geflüchteten arbeitslosen Menschen.

Die Langzeitarbeitslosigkeit sank im Berichtsmonat erneut. Die Zahl reduzierte sich um 35 Personen (-0,5 Prozent) auf 6.453. Im Vorjahresvergleich sind das 719 Personen (-10,0 Prozent) weniger.

Im Berichtsmonat stieg die Anzahl der Arbeitslosen mit Behinderung um 31 (+2,2 Prozent) auf 1.455. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Bestand um 45 Personen (-3,0 Prozent).

Geflüchtete Menschen am Arbeitsmarkt

Im Vergleich zum Vormonat sank im November die Zahl der arbeitslosen geflüchteten Menschen im Kreis Unna um fünf Personen auf 849. Damit hatten im Berichtsmonat 5,5 Prozent aller Arbeitslosen im Kreis Unna einen Fluchthintergrund. Als arbeitsuchend waren 2.534 geflüchtete Menschen gemeldet. Viele von ihnen belegen derzeit ein Programm zur beruflichen Eingliederung.

Die größte Gruppe unter den arbeitslosen Geflüchteten bildeten 430 Menschen mit syrischer Staatsangehörigkeit, gefolgt von 103 aus dem Balkan, 80 aus dem Irak und 42 Afghaninnen und Afghanen. Insgesamt 64,0 Prozent waren Männer. Die geflüchteten Menschen sind im Durchschnitt vergleichsweise jung: 121 (14,3 Prozent) zwischen 15 und 25 Jahre, 298 (35,1 Prozent) zwischen 25 und 35 Jahre und 235 (27,7 Prozent) zwischen 35 und 45 Jahre.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III)

Bei der Agentur für Arbeit waren Ende November 3.988 Arbeitslose gemeldet, 158 Personen (-3,8 Prozent) weniger als im Vormonat. Im Vorjahresvergleich waren es 33 Personen (+0,8 Prozent) mehr.

Entwicklung in der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II)

Im laufenden Monat November nahmen die Arbeitslosenzahlen beim Jobcenter Kreis Unna einen weiteren Monat infolge ab. Waren im Oktober 2017 noch 11.459 arbeitslos gemeldet, sind es im November 11.390 (-0,6 Prozent). Uwe Ringelsiep, Geschäftsführer des Jobcenters Kreis Unna, führt erneut die gute konjunkturelle Wirtschaftslage als Hauptgrund dafür an. Einen leichten Anstieg der Arbeitslosenzahlen vermeldet er indes u.a. für die Personengruppen der Lebensälteren (+0,7 Prozent) und Schwerbehinderten (+1,3 Prozent). "Viele unserer Kunden sind gut qualifiziert und haben jahrelange Berufserfahrung. Das Alter oder die Schwerbehinderung dürfen kein Handicap beim Bewerbungsprozess darstellen. Hier appellieren wir an regionale Arbeitgeber, das fachliche Potenzial zu nutzen und Bewerber aus diesen Gruppen einzustellen. Gern beraten unsere Mitarbeiter im Arbeitgeber-Service interessierte Arbeitgeber bei weitergehenden Personalfragen."

Information: Aufgrund einer Rechtsänderung werden Personen, die gleichzeitig Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II beziehen (sogenannte "Aufstocker"), seit dem 1. Januar 2017 ausschließlich von der Agentur für Arbeit betreut. Dies kann zu einem deutlichen Anstieg an Arbeitslosen im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) im Vergleich zum Vorjahr führen.

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises

Die Arbeitslosigkeit ging in den meisten Kommunen des Kreises Unna zurück. Ausnahmen bildeten Bönen (+0,2 Prozent bzw. eine Person auf 661), Selm (+0,4 Prozent bzw. drei auf 842) und Schwerte (+0,4 Prozent bzw. fünf auf 1.345). Rückgänge hatten Werne (-4,5 Prozent bzw. 68 auf 877), Holzwickede (-2,6 Prozent bzw. 13 auf 483), Unna (-2,2 Prozent bzw. 42 Personen auf 1.899), Kamen (-2,2 Prozent bzw. 40 auf 1.759), Fröndenberg (-1,8 Prozent bzw. zehn auf 535), Lünen (-1,5 Prozent bzw. 68 auf 4.567) und Bergkamen (-0,9 Prozent bzw. 22 auf 2.410).

Arbeitskräftenachfrage

Der Bestand an Arbeitsstellen verkleinerte sich im November etwas um 64 (-1,7 Prozent) auf 3.652. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es immer noch 870 Arbeitsstellen (+31,3 Prozent) mehr. Arbeitgeber meldeten im Berichtsmonat 1.372 neue Arbeitsstellen, beachtliche 474 mehr als im November vor einem Jahr (+52,8 Prozent).
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