Zum Tag des Ehrenamts am 5. Dezember 2017

Das große Plus für diakonische Arbeit und Garant für Zuwendung zum Einzelnen / Über 50.000 Ehrenamtliche in Diakonie und Flüchtlingsarbeit / Aktuelle Umfrage bestätigt 35.000 Ehrenamtliche in württembergischen diakonischen Einrichtungen
(lifePR) (Stuttgart, ) Mehr als 35.000 freiwillig Engagierte sind in der württembergischen Diakonie tätig. Das hat eine aktuelle Erhebung in 451 diakonischen Einrichtungen gezeigt. Zu weiteren rund 15.000 in der Flüchtlingsarbeit Engagierten hatten diakonische Dienste im vergangenen Jahr Kontakt. „Dass wir auf diese großartige Zahl von Engagierten  kommen, freut uns sehr. Ehrenamtliche sind ein großer Schatz für unsere Arbeit und Garant für die Zuwendung zum einzelnen Menschen“, sagt Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg.

Mit 35.000 Ehrenamtlichen sind in den diakonischen Einrichtungen in Württemberg fast genauso viele Menschen freiwillig aktiv wie hauptamtlich beschäftigt, das sind 40.000 Personen. Unter den freiwillig Engagierten sind 71 Prozent Frauen und 29 Prozent Männer. Am stärksten engagieren sich Ehrenamtliche im Alter zwischen 55 und 75 Jahren; ihr Anteil liegt bei über 55 Prozent. Die Gewinnung von Ehrenamtlichen anderer Altersgruppen bleibt eine der zentralen Herausforderungen für die Diakonie und ihre Mitgliedseinrichtungen.

Die meisten Ehrenamtlichen sind in der ambulanten und stationären Altenhilfe tätig, gefolgt von der Behindertenhilfe; hier insbesondere in den ambulanten Diensten. Seit 2015 hat sich die Anzahl freiwillig Engagierter in der Flüchtlingshilfe mit ihrer Vielgestaltigkeit von Initiativen, Gruppen und Kreisen enorm erhöht. Viele haben sich damit neu für ehrenamtliches Engagement ansprechen lassen. Zu rund 15.000 von ihnen hatten kirchlich-diakonische Dienste im vergangenen Jahr Kontakt. Die Flüchtlingshilfe hat viele neue Ehrenamtliche angezogen, von anderen Arbeitsfeldern aber kaum jemanden abgezogen. Allerdings sind diese Zahlen rückläufig, weil große Flüchtlingsunterkünfte geschlossen wurden und viele Ehrenamtliche sich aufgrund der restriktiven Flüchtlingspolitik enttäuscht zurückziehen

Die Umfrage zeigt, dass die freiwillig Engagierten für diakonische Dienste und Einrichtungen unabdingbar sind und durch ihr Engagement den Alltag von Bewohnern und Klienten bereichern. Sie übernehmen beispielsweise Freizeitgestaltung, Organisation von  Ausflügen, bringen sich in Besuchsdiensten ein oder erledigen Einkäufe und Besorgungen.

In rund 80 Prozent der Einrichtungen gibt es mindestens eine feste Ansprechperson, an die sich die Ehrenamtlichen wenden können. Sie koordiniert und begleitet das ehrenamtliche Engagement. Damit ist die Diakonie Württemberg einem wichtigen Ziel näher gekommen: Die Begleitung der Engagierten ist elementar für deren Zufriedenheit. In fast allen Einrichtungen werden die Ehrenamtlichen für ihren Einsatz gewürdigt. Dabei ergänzen sich „klassische“ Würdigungsformen wie Geschenke zu besonderen Anlässen und einrichtungsspezifischen Formen wie kostenlose Fortbildungen.

2011 hatte die Diakonie Württemberg im Rahmen einer umfassenden Befragung Daten zum freiwilligen Engagement bzw. Ehrenamt erhoben. Zur Aktualisierung der Daten und um eine Grundlage für die Beantwortung konzeptioneller und politischer Fragen im Bereich des freiwilligen Engagements zu gewinnen, wurde im Sommer/Herbst 2017 eine erneute, auf einem digitalen Fragebogen basierende Erhebung durchgeführt.

Die Umfrage verantworten Prof. Gerhard Hess und Dr. Thomas Fliege von der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg. Sie befragten 451 von 1.200 Einrichtungen der Diakonie in Württemberg. Die Befragung gliedert sich in einen quantitativen (Sommer/Herbst 2017) und einen qualitativen (Frühjahr 2018) Teil.

Kontakt

Diakonisches Werk der evangelischen Kirche in Württemberg e.V.
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D-70191 Stuttgart
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