Mit Teddy durchs Dresdner Spielzeugland

Spielzeug aus Dresden - das gab es? Es ist kaum bekannt, dass im Dresden des 20. Jahrhunderts eine Fülle von Werkstätten und Fabriken existierte, in denen Spielwaren unterschiedlicher Art produziert wurden
Heft Curt Meißner 1954, Stadtmuseum Dresden (lifePR) (Dresden, ) Vielleicht erinnern Sie sich noch an das Brettspiel „Der bunte Würfel“, das seinen Ursprung in Dresden hat? Oder hatten Sie vielleicht auch zuhause eines der Produkte aus dem VEB Prefo beziehungsweise VEB Plasticart, zum Beispiel die Autorennbahn, die Spieluhr, das Roulettespiel oder das Spielzeugtelefon? Diese sind nur einige der vielfältigen Spielzeuge „made in Dresden“, denen sich die diesjährige Weihnachtsausstellung des Stadtmuseums Dresden annimmt. Unter der Überschrift „Mit Teddy durchs Dresdner Spielzeugland“ gibt die Schau einen Einblick in die Dresdner Spielwarenwelt von den Produkten selbst über deren Messeauftritt bis hin zum Verkauf in Dresdner Geschäften und der Reparatur bei Dresdner Puppen- und Teddydoktoren.

Die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung erwarten eine Vielzahl gezeichneter Bären des Loschwitzer Grafikers Holger Friebel und zahlreiche historische wie moderne Teddybären des Dresdner Sammlers Lutz Reike. Diese Bären führen als Reiseleiter durch das Dresdner Spielzeugland und erklären ihren Gästen, was es mit der Spielzeugstadt Dresden auf sich hat. So stellen sie zu Beginn der Rundreise eine Auswahl der Dresdner Firmen vor, die hier Karten- und Brettspiele, Bastelbögen, Modelleisenbahnen, Miniaturpuppen, Zinnfiguren, Experimentierkästen, Technikmodelle und Kasperpuppen produzierten. Sie begleiten ihre Reisegruppe zu den Spielwarenmessen in Leipzig und Nürnberg, auf denen traditionell die jeweiligen Neuheiten der Spielwarenindustrie präsentiert wurden und werden. (Aber auch ein Seitenblick auf die früheren Dresdner Weihnachtsmessen sei erlaubt.) Die Teddybären lotsen ihre Mitreisenden schließlich weiter in die Dresdner Geschäftswelt mit ihren Spielwarenfachgeschäften, den Kaufhäusern, Haushaltwaren- und Schreibwarengeschäften, in denen ebenfalls Spielwaren angeboten wurden. Prominente Spielwarenläden wie die von Richard Zeumer, Anton Koch, B. A. Müller oder balli dürfen da nicht fehlen. Manche dieser Geschäfte - wie beispielsweise Puppen-Börtitz und Puppen-Langner - boten übrigens neben dem Verkauf von Spielwaren zusätzlich die Dienstleistungen von Puppendoktoren an. Ihnen ist der letzte Teil der Tour durchs Spielzeugland gewidmet, der zum Abschluss einen Einblick in die aufwändige Reparatur alten Spielzeugs gewährt. Alle Spielzeugland-Touristen sind nach dem Rundgang noch eingeladen, selbst von ihrem jeweiligen Lieblingsspielzeug zu berichten. Wir freuen uns auf Ihre Geschichten und wünschen schon jetzt eine gute Reise!

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Museen der Stadt Dresden
Wilsdruffer Straße 2
D-01067 Dresden
Richard Stratenschulte
Öffentlichkeitsarbeit, Marketing

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