Steigender Ölpreis bremst Aktienmärkte nicht aus

Marktrückblick
(lifePR) (Luxembourg, ) In einer relativ nachrichtenarmen Woche entwickelten sich die globalen Aktienmärkte in Summe abermals positiv. In Deutschland konnte zwar die Industrieproduktion im März leicht um ein Prozent gegenüber dem Vormonat zulegen, die vermeldeten Auftragseingänge in der Industrie waren jedoch rückläufig. Entgegen der positiven Konsensuserwartungen musste ein Rückgang von 0,9 Prozent gegenüber dem Vormonat verkraftet werden. Die Auftragseingänge waren damit in jedem Monat des ersten Quartals negativ. In den USA wurden derweil Inflationsdaten veröffentlicht. Insgesamt stiegen die Konsumentenpreise gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Prozent. Dies lag genau im Rahmen der Erwartungen. Die Kernrate verzeichnete allerdings nur einen Anstieg um 2,1 Prozent, was leicht unter den Erwartungen lag. Volkswirte begründen dies jedoch mit temporären Sondereffekten. Zum Wochenausklang wurden noch Daten zum US-amerikanischen Konsumentenvertrauen veröffentlicht. Diese zeigten sich mit einem Wert von 98,8 stabil auf hohem Niveau.

Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent stieg um rund drei US-Dollar und schloss auf einem Niveau von 77,12 US-Dollar je Barrel. Der US-Dollar selbst gab gegenüber dem Euro leicht um 0,11 Prozent nach und steht nun bei 1,19 EUR/USD. Gegenüber dem japanischen Yen stieg der Euro um 0,34 Prozent.

In diesem Umfeld schnitt aus Sicht des Euro-Anlegers der US-amerikanische Aktienmarkt, gefolgt vom europäischen und japanischen, am besten ab. Innerhalb Europas entwickelte sich die Eurozone unterdurchschnittlich und Titel aus den Emerging Markets schnitten besser ab als Werte aus den Industrienationen. Auf Sektorebene ergab sich folgendes Bild: In Europa entwickelten sich die Sektoren Rohstoffe, Energie und IT am besten. Eine Underperformance zeigten hingegen die Bereiche Versorger, Telekom und Konsum. In den USA gehörten Titel aus den Sektoren Energie, Finanzen und IT zu den größten Gewinnern, während Aktien aus den Bereichen Versorger, Konsum und Telekom eine Underperformance gegenüber dem breiten Markt aufwiesen. Kleinkapitalisierte Werte (Small Caps) schnitten gegenüber Large Caps sowohl in den USA als auch in Europa besser ab. Hinsichtlich der Investmentstile „Value“ und „Growth“ entwickelten sich in den USA Growth-Titel besser, während es in Europa kaum Unterschiede in der Wertentwicklung dieser beiden Investmentstile gab.

Im Rentenbereich entwickelten sich Hochzinsanleihen am besten. Es folgten Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating und Euro-Staatsanleihen, die allerdings beide eine leicht negative Entwicklung hinnehmen mussten. Hartwährungsanleihen aus den Schwellenländern entwickelten sich positiv und bei Lokalwährungsanleihen setzte eine Art Stabilisierung ein.

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