Winn: Das Geld ist da. Nur offensichtlich nicht für Leistungen in der ärztlichen Praxis

Scharfe Kritik an Vertragsstrategie der Krankenkassen
(lifePR) (Berlin, ) Als "schlicht unverschämt" hat der Vorsitzende des Hartmannbundes, Prof. Dr. Kuno Winn, die Weigerung der Krankenkassen im Erweiterten Bewertungsausschuss bezeichnet, die von Ärzten an ihre Praxismitarbeiterinnen delegierbaren Leistungen mit mehr als maximal 7 Euro zu honorieren. Ganz besonderes Ärgernis: Während die Kassen sich nicht in der Lage sehen, entsprechende Leistungen angemessen zu bezahlen, schließt die Barmer Ersatzkasse zeitgleich einen bundesweiten Betreuungsvertrag mit dem Deutschen Apothekerverband. Dieser sieht für die Honorierung eines Qualitätschecks der Blutzuckermessung - also vergleichbare Leistungen - durch Apothekenmitarbeiter eine Pauschale von 22 Euro vor!

Winn: "Daraus kann ich nur schließen: Das Geld ist da. Nur nicht für eine angemessene Bezahlung von Leistungen in der ärztlichen Praxis". Dies sei ein offener Affront gegen die Ärzteschaft und werfe ein bezeichnendes Licht auf die langfristige Verhandlungsstrategie der Kassen. Ganz offensichtlich solle der ärztlichen Gesamtvergütung gezielt Geld entzogen werden. Winn: "Für die im Barmer-Vertrag vorgesehenen 44 Euro für zwei Checks pro Jahr müsste nach Vorstellungen der Kassen eine Arzthelferin im Zweifelsfall bis zu sechs Mal entsprechende Leistungen am Patienten erbringen. Wer so verhandelt, der macht sich als Vertragspartner der Ärzte vollends unglaubwürdig".

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