"Überlebensrate" der Handwerksbetriebe steht und fällt mit dem Meisterbrief

(lifePR) (Kassel, ) Nur jeder zweite neu gegründete Betrieb erlebt seinen fünften Geburtstag. Das gilt zumindest für die Gesamtwirtschaft. Die Handwerkskammer Kassel hat diese Zahlen für das nord-, ost- und mittelhessische Handwerk ermittelt und zwar unterschieden nach zulassungspflichtigen Handwerken - in der Regel "Meisterbetriebe" - und nach den sogenannten zulassungsfreien Handwerken.

Das Ergebnis: Insgesamt 63,2 Prozent der im Jahr 2004 neu gegründeten Unternehmen waren im Jahr 2009 noch aktiv und haben somit "überlebt". Allerdings war der Anteil der in 2004 neu gegründeten und überlebenden Unternehmen bei den zulasssungsfreien Handwerken mit 52,8 Prozent erheblich niedriger als in den zulassungspflichtigen Handwerken mit Meisterpflicht oder vergleichbarer Qualifikation. Hier waren nach fünf Jahren noch 72,6 Prozent der Betriebe am Markt. Das heißt, die Überlebensquote ist hier um 19,8 Prozentpunkte höher. Knapp neun von zehn dieser Existenzgründer hatte eine Meisterbrief, die übrigen Betriebsinhaber eine vergleichbare Qualifikation.

Der Meistertitel und die damit verbundene gute fachliche und betriebswirtschaftliche Qualifikation erhöhen die Chance, dauerhaft am Markt erfolgreich zu sein, sehr deutlich und senken damit die volkswirtschaftlichen Kosten, die mit Firmenschließungen verbunden sind.

Übersicht:
5 Jahre nach der Existenzgründung bestehen

- im zulassungspflichtigen Handwerk noch 72,6 Prozent der Betriebe,
- in den zulassungsfreien Handwerken noch 52,8 Prozent der Betriebe,
- im handwerksähnlichen Gewerbe noch 50,3 Prozent der Betriebe.

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Öffentlichkeitsarbeit Wirtschaft und Statistik
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Handwerkskammer Kassel
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